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Vampir Geschichten
Kurzgeschichten über die
Nachtwesen |
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Astarte,
der Sohn des Apopnos |
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von Veronne de Garonne
Jeden einzelnen Tag stand er an diesem Fenster.
Dieses Fenster war der Weg zu einer Welt, die er zwar kannte, aber die ihm
dennoch verwehrt blieb.
Er war nicht eingesperrt, obwohl er in einer Gefängniszelle saß, nein er hatte
sich selbst weggeschlossen.
Fern von jener Menschheit dort draußen, fern vom frischen Blut eines Kindes, das
noch unberührt war. Fern von all dem was er so liebte, aber dem er dennoch so
viel angetan hatte, wie kein zweiter. Er war ein Monster, ein nach
blutdürstendes Wesen, das wenn er in einem Rausch, niemand aufhalten konnte.
Viele hatten es schon versucht, viele waren gescheitert, viele wurden verletzt,
getötet. Tot. Was beschrieb dieses Wort schon für einen wie ihn? Tot. Das war
sein einziges Ziel, aber er konnte es nicht erreichen. Es blieb ihm einfach
verwehrt. Alles andere konnte er haben, nur nicht seinen eigenen Tod! Ermorden
konnte er sich nicht allein und niemand anderer konnte ihn töten. Egal was er
versucht hatte. Ertrinken, verdursten, verbrennen. Angegriffen von ach so
vielen. Alles war vergebens und steuerte nur zum Tod von anderen Menschen bei.
Das alles hatte er nur einer einzigen Person zu verdanken.
Einer, deren Macht alle anderen Überragte. Apophos. Durch einen Trick hatte
Apophos eine der Jungfrauen des Dorfes verführt.
Tausend wundervolle Bilder hatte er ihr beschrieben, während ihr Sohn gezeugt
wurde. Astarte, Sohn des Apophos und der Haga.
Es spielte sich alles noch vor Christus ab, das heranwachsen des Jungen Asarte.
Bis zu seinem 17 Lebensjahr war sein Leben, den Umständen entsprechend,
"normal". Er spielte mit anderen, kämpfte mit ihnen, lernte fleißig und wuchs zu
einem prächtigen Mann heran. Doch genau in der Nacht vor seinem 18 Geburtstag,
träumte er einen seltsamen Traum. aber dieser Traum kam ihm realer als alles was
er kannte vor. Ein Gefühle des Unbehagens übermahnte ihn und schweiß gebadet
wachte er auf. In dem Traum traf er eine Person, die ihm von Kopf bis Fuß glich,
aber dennoch anders war als er. Die Haut weiß wie Kalk, die Zähne spitz wie die
eines Tieres und die Person strömte ungeheure Macht aus.
Er hatte versucht gegen diese Person zu kämpfen, doch es war vergebens. Immer zu
schlug sie Astarte, er fiel zu Boden und der Fremde bohrte seine Zähne in seinen
Hals. Sie zerschmolzen zu einer Person. Zu der Person gegen die Astarte zu
kämpfen versuchte.
Es war noch Dunkel als er aufgewacht war, das bemerkte er am Mondlicht, das in
sein Gemach schien. Astarte wischte sich den Schweiß von der Stirn, oder wollte
es zumindest, als er bemerkte wie kalt er war. Seine Haut war weißgrau im
Mondlicht. Schnell rannte er zum Fluss und erblickte sein nklitz. Wunderschön in
jeder Hinsicht, aber vollkommen anders.
Wie schnell er auch den Fluss erreicht hatte, noch nicht mal ein paar Minuten
hatte er gebraucht wie sonst.
Verwirrt ließ Astarte sich auf den Boden fallen und blickte in Richtung des
prächtigen Mondes. Was gefiel ihm den nun so an ihm? Früher hatte er ihn nie
bemerkt.
Plötzlich schien ihn etwas zu erdrücken, ein brennender Schmerz aus seinen
Adern. Astarte rollte sich zusammen und versuchte somit den Schmerz zu lindern,
der ihn zu töten drohte. Aber es nütze nichts. Gekrümt suchte er den Weg zurück
ins Dorf, als er ein Kuh entdeckte. Ein Geräusch klang in seinen Ohren. Eine
Musik, die ihn verzückte, die ihn in Richtung dieses Viehs lockte. Astarte stand
genau vor dem Rind und schaute es an. Er konnte genau die einzelnen Sehnen,
Adern sehen. Wie sie durch die ganze Kuh flossen, mit dem frischen Blut. Blut,
das Wort brannte sich in seinen Kopf und er legte seine Lippen auf den Rücken
der Kuh. Aprubt stach er seine Zähne in das Fleisch des Viehs und saugte ihr
Blut.
Wie es doch langsam den brennenden Schmerz linderte, der in seinem Innerem
wohnte. Warm floss es in seine Körper, durch seine Adern und er kam sich vor wie
ein neugeborenes Kind, das die Milch seiner Mutter bekam.
Die Kuh, die den Trunk natürlich nicht billigte, fing an zu jaulen.
Astarte hob den Kopf und das warme Blut der Kuh floss ihm am Kinn hinunter, als
er in den dichten Wald lief um sich zu verstecken.
Einige Dorfbewohner liefen zu der Kuhn hinüber, um nach dem Rechten zu schauen,
doch sie sahen nur wie Astarte langsam auf sie zu kam. Einige winkte, doch
Astartes Mimik blieb kalt und er regte keinen Finger.
Astarte ging auf einen der Männer zu und legte den Kopf den Mannes schief. Dann
biss er zu und stillte weiter seinen unbändigen Durst. Dies tat er auch mit den
anderen, die sich zwar wehrten, aber dennoch zu schwach waren.
Auf seiner Haut spürte Astarte wie langsam die Sonne ihr Antlitz der Welt
offenbarte und er flüchtete in eine Höhle in mitten des Waldes. Dort legte er
sich schlafen und wartete den weiteren Tag ab.
In den darauf folgenden Wochen hatten die Dorfleute in zahlreichen Gruppe die
suche nach dem Mörder aufgenommen. Wenn jemand in Astartes nähe war, griff er
diese an und saugte sie vollkommen aus. Aber er ließ sie nicht dort liegen,
sondern trug sie an ganz verschiedene Enden des Waldes, sodass die Dorfbewohner
nie erfuhren, wo er genau war.
Nach genau einem Jahr, gaben sie die unerbittliche Suche auf, die nur zu mehr
Toten führten. Dies war natürlich gut für Astarte, doch er würde weiter jagen,
was die Zahl der Toten nicht verringern würde.
Als er sich wieder auf die Jagd machen wollte, hörte er in der näher seiner
Hölle, ein Geräusch. Eilig folgte er diesem und landete an einer Lichtung, wo er
sich in einem der Bäume versteckte. Ein Mädchen, noch und wunderschön, sammelte
verschiedene Kräuter am Boden des Waldes. Singend um ihre Langeweile zu
vertreiben, untersuchte sie jedes Kraut und legte es behutsam in ihren Korb.
Astarte war von ihrer Schönheit so angetan, dass er ganz vergaß was er war,
einfach vom Baum kletterte und in ihre Richtung ging. "Wer sind sie?" fragte das
Mädchen ängstlich, doch Astarte hingegen kniete sich genau gegenüber des
Mädchens und berührte ihre Wange. "Ihre Hände sind ja eiskalt!" sagte sie
erschrocken und machte einen Schritt zurück." Vielleicht brauche ich nur
jemanden der mich wärmt?" antwortete Astarte verfüherisch und sein Blick lief an
dem Mädchen entlang. Betört von seinem Zauber ließ sich das Mädchen auf den
Boden fallen. "Ja,genau so." flüsterte Astarte und nahm den Arm des Mädchens und
roch an ihm entlang. Der Duft ihres Blutes stieg ihm in die Nase und er genoss
ihn. Er war so verfüherisch und Astarte sehnte sich nach seinem Geschmack. Grade
wollte er zu beißen als das Mädchen murmelte: "Aber sie sind kein Mensch,.."
Schlagartig ließ Astarte den Arm wieder sinken und stand auf.
Wie Recht dieses einfache Mädchen doch hatte, er war kein Mensch. Er war es noch
nie gewesen und doch sagte ihm etwas, dass er dieses Leben wie ein Mensch leben
musste. Er war sonst eine Bestie, deren Sinn nur darin bestand, das Blut der
Menschen zu trinken. Astarte lief so schnell er konnte zurück in seine Höhle und
dort grub er sich ein. So tief wie möglich grub er ein Loch, worin er sich
legte. Langsam übermahnte ihn der Schlaf, der für viele einsame Jahre halten
sollte.
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