"Ich öffnete meine Augen, jedenfalls glaubte ich das zu tun, denn der Raum in
dem ich mich befand war stock duster. Ich fühlte mich so müde und erschöpft. Was
war denn gestern passiert? Ich versuchte mich zu erinnern :
Ich weiß noch ich bin eingeschlafen und mitten in der Nacht aufgewacht und in
die Stadt gegangen. Aber warum? Was wollte ich da?
Schlaftrunken ging ich in die Küche und stellte die Kaffeemaschine an. Ich ging
zur Tür und öffnete sie, denn Minny meine Katze wartete wie jeden Morgen auf
einlass nach ihrer Nachtwanderung. Sofort schmiegte sie sich an mein Bein und
ging dann in die Küche um wie immer ihren morgentlichen Fisch zu essen Ich gab
ihn ihr und setzte mich dann mit dem Kaffee und der Zeitung an den Tisch.Was war
denn heute die Schlagzeile?
"Hm, Grabschändung auf dem alten Friedhof", sagte ich zu mir selbst. Was war
denn daran so besonders? Ich stockte auf:"Die Gruft wurde komplett zerstört, man
fand aber keine Fußspuren oder sonstiges vom Täter. Das war ja unheimlich! Hm,
die Särge die zerstört wurden waren von der Familie Smith und die Beerdigung war
gestern." Ich verschluckte mich an meinem Kaffe....plötzlich erschien mir eine
Erinnerung..ich war gestern auf dem Friedhof!!!
Hastig stand ich auf und warf die Zeitung weg. Total verstört rannte ich ins Bad
und machte mich für die Arbeit fertig. Ein wenig später ging ich hastig am
Spiegel im Flur vorbei, Richtung Tür. Aber im Vorbeigehen sah ich mich nicht im
Spiegel, dass erklärte ich mir mit meiner Nervösität.
Ich stieg in mein Auto und fuhr zur Arbeit, dort setzte ich mich an meinen
Schreibtisch und übersetzte englische Texte ins Deutsche. Plötzlich gab Bettina,
eine Kollegin, einen leisen Schrei von sich. Ich sah sie an, sie hatte sich in
den Finger geschnitten und ihr lief warmes, frisches Blut den Finger herunter.
Ich verspürte so ein komisches Gefühl , so ein Verlangen nach...nach Blut!!!
Langsam schritt ich auf Bettina zu, sie sah mich ängstlich an. Ich nahm ihren
Finger und saugte an ihm, sofort erfüllte warmes, pulsierendes Blut meinen
Mund.Ich fühlte mich so befreit! Bettina schrie laut und alle sahen mich an.
Ich...ich rannte aus dem Gebäude und fuhr nach Hause. Was war nur mit mir
geschehen?
Ich...ich muss aufhören zu schreiben , ES fängt wieder an. Es ist ein komisches
Gefühl, meine Zähne und Nägel wachsen.
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