Endlich erreiche ich das Krankenhaus, das Ziel am Ende meines Weges.
Es scheint eine Ewigkeit zu sein, die inzwischen vergangen ist, und doch sind es
erst wenige Sekunden her, seit ich das angefahrene Kind von der Straße
aufgehoben habe um es in das nächste Krankenhaus zu bringen.
Kein Krankenwagen hätte schneller sein können als ich und ich weiß daß dieses
Kind, welches noch immer bewußtlos in meinen Armen liegt, überleben wird.
Hätte man erst den Notarzt gerufen wäre es zu spät gewesen.
Ihre blonden Locken hängen blutverklebt in der Stirn des kleinen Mädchens.
Steffi heißt sie, soviel konnte ihr ihrem Geist entnehmen bevor sie ohnmächtig
wurde.
Sie war auf dem Weg von der Klavierstunde nach Hause gewesen, als der
volltrunkene Autofahrer sie mit seinem Wagen erfaßt und ca. 5 Meter weit
geschleudert hatte.
>Auf dem Zebrastreifen kann Dir nichts passieren< hatte die Mutter zu Hause
noch zu ihr gesagt.
Irrtum!
Das nächste was dann geschehen war, war die Flucht des Autofahrers gewesen.
Feiges Schwein! Solche Menschen verdienten es nicht zu leben.
Der Geruch des frischen Blutes steigt mir wieder in die Nase und läßt mich für
einen Moment daran denken wie hungrig ich bin.
Doch das Kind geht vor, muß vor mein eigenes Wohlbefinden gestellt werden.
Als sich die automatischen Glastüren vor mir öffnen beschleicht mich für einen
Augenblick ein sehr mulmiges Gefühl.
Denn schließlich ist dies nicht irgendein Krankenhaus, sondern meines.
Augenblicklich erkenne ich alles wieder.
Der Empfang, eine graue Theke aus irgendwelchem Kunststoff und dahinter die zwei
Schreibtische auf denen sich ein scheinbar nie endendes Chaos befindet.
Dicht daneben die großen Schränke. Meterlange braune Holschränke in denen fast
alle Krankenakten der Patienten aufbewahrt werden.
Erleichtert stelle ich fest daß ich keine der beiden Frauen kenne, die dort
hinter den Schreibtischen sitzen. Auf keinen Fall will ich wieder erkannt
werden.
Zwar ist es 10 Jahre her seit ich das letzte mal hier war, aber einige meiner
alten Kollegen dürften noch immer hier arbeiten.
Schnell trete ich an den Schalter und mache die beiden Frauen auf mich
aufmerksam.
„Schnell einen Arzt, ein Notfall.“
Als die beiden das verletzte Kind in meinen Armen sehen, reagieren sie sofort.
Wenige Minuten später kommen zwei Sanitäter mit einer Trage den Gang entlang
geeilt und helfen mir die kleine Steffi auf die Trage zu betten.
„Sind sie die Mutter?“
„Was ist geschehen?“
„Wie lange ist der Unfall her und wie lange ist die Kleine schon bewußtlos?“
Brav beantworte ich alle ihre Fragen und lasse dann zu daß sie Steffi auf der
Trage in einen der OP-Räume fahren.
Ich selbst bleibe wo ich bin.
Zuletzt lege ich einen kleinen Zetteln mit Vor- und Nachnamen des Mädchen auf
die Empfangstheke.
Mehr kann und will ich hier nicht tun.
Erinnerungen bringt dieses Krankenhaus zurück. Erinnerungen an die Zeit vor 10
Jahren, als ich noch menschlich war und hier arbeitete.
Es war eine schöne Zeit gewesen und leider war sie viel zu kurz gewesen.
Schon mit 8 Jahren wußte ich, daß ich später einmal Ärztin werden wollte.
Also lernte ich in der Schule mehr als nötig war und das brachte mir nicht
unbedingt viele Freunde ein. Aber ich gewöhnte mich an diese Art der Einsamkeit
und mir fehlte nichts.
Dann war es soweit, ich bestand mein Studium und durfte endlich als Ärztin
arbeiten.
Ein Traum war in Erfüllung gegangen und jede Entbehrung hatte sich dafür
gelohnt.
Ich konnte endlich den Menschen helfen, sie betreuen und ihnen helfen in welcher
Not auch immer.
Diese kleine Klinik wuchs mir schnell ans Herz und ich arbeitete mehr als gut
für mich war.
Außerdem brachte ich mich emotional zu sehr ein, was ein großer Fehler in diesem
Beruf ist, aber das wollte ich damals noch nicht einsehen.
Es geschah in einer der Nächte die turbulent und voller Schmerzen war.
Ein großer Unfall auf der nahe gelegenen Autobahn hatte uns eine Notaufnahme
voller Verwundeter und Schwerverletzter beschert. Überall hörte man stöhnen und
Schmerzensschreie. In den Geruch von Äther und sterilen Verbänden mischte sich
der von verbrannter Haut und Blut
Ich wollte an allen Orten gleichzeitig sein, allen helfen, jedem das Leben
wieder in seinen Körper pressen, aber ich war schon über 12 Stunden im Einsatz
und die Müdigkeit ließ mich unkonzentriert arbeiten.
So passierte es, daß ich einen schwerverletzten jungen Mann ohne Handschuhe
verarztete.
Sein Arm war aufgerissen, die Wunde blutete stark und mußte dringend genäht
werden, sonst hätte er zuviel Blut verloren.
Als ich die Wunde genäht hatte ging ich zu einem der unzähligen Waschbecken und
wusch mir sein Blut von den Händen und bemerkte daß ich keine Handschuhe trug.
Ich selbst hatte mich vor wenigen Stunden beim Nähen einer anderen Wunde an der
Hand verletzt. Und diese kleine Wunde wurde mir zu Verhängnis.
Dies war der Tag an dem ich mich mit Aids infizierte.
Ich konnte die Diagnose nicht glauben die mir ein Kollege nach einer
Routineuntersuchung stellte.
Mein Leben war zu Ende.
Ich durfte nicht weiter praktizieren und mein Leben sollte nicht mehr länger als
ein Jahr dauern da die Krankheit fast augenblicklich ausgebrochen war.
Mein geschwächter Körper hatte es dem Virus sehr leicht gemacht.
Alles wofür ich so sehr gekämpft hatte war verloren, durch meine eigene
Unachtsamkeit.
Wochenlang ging ich nicht vor die Tür, meine wenigen Freunde wimmelte ich ab und
suchte Trost in der Einsamkeit.
Dann beschloß ich zu verreisen, überall hin wonach mir gerade der Sinn stand.
Ich wollte nicht sterben ohne etwas von der Welt gesehen zu haben.
Als ich nach 9 Monaten nach Amsterdam zurückkehrte begann die Krankheit mich
innerlich zu zerfressen.
Nur noch selten ging ich vor die Tür um Spaziergänge zu machen und wenn, dann
meist Abends um ungestört zu sein. Mein Leben war ein Martyrium aus Schmerz und
Traurigkeit.
Eines Nachts, es war Vollmond und dieser riesige Mond trug Blut auf seiner
linken Seite, spürte mich ein dunkler Engel auf.
Wählte mich ziellos aus und folgte mir bis in meine Wohnung. Er wollte mein Blut
um sein ewiges Leben zu erhalten.
Ich war zu schwach um mich gegen ihn zu wehren und eigentlich wollte ich das
auch gar nicht. Es war die sinnlichste Erfahrunge meines Lebens von ihm geküßt
zu werden.
Wie in Trance spürte ich wie er mein Blut stahl und mit ihm die wenige Energie
die mir geblieben war.
Er war schön, dunkle Augen und dunkles Haar, ein Südländer mit der Weißheit der
Jahrhunderte in seinem Blick und als wir, uns umklammernd, in die Knie sanken
spürte ich, wie sehr er zitterte.
In seinen Armen schlief ich ein und dankte Gott, daß er mir einen so wunderbaren
Tod beschert hatte.
Ich war bereit zu gehen, geleitet von diesem dunklen Engel des Todes, doch ich
erwachte nur eine halbe Stunde später.
Ausgestreckt lag ich auf dem Boden meiner kleinen Wohnung und er lag neben mir.
Seine Haut war noch weißer geworden und Krämpfe schienen ihn zu schütteln.
Was war bloß geschehen? Ich wußte was er war, wer er war und zu welcher Art er
gehörte. Dieses Wissen war mit jedem Tropfen Blut den ich verloren hatte in mein
Gehirn eingesickert. Meine Sinne waren klar und geschärft wie nie zuvor.
Dann dämmerte es mir. Meine Krankheit. Die Krankheit war dabei ihn zu zerstören.
Sein unsterblicher Körper kam mit dieser Pest der modernen Zeit nicht klar.
Mir ging es gut, erstaunlich gut. Keine Schwäche, keine Schmerzen mehr und ich
konnte mir diesen Wandel nicht erklären.
Doch ich wußte, daß er, mein dunkler Engel im Sterben lag und ich mußte etwas
unternehmen.
Ich wußte zwar nicht ob es funktionieren würde aber ich mußte es versuchen.
Vielleicht würde frisches Blut stark genug sein die Krankheit einzudämmen.
Schnell verließ ich meine Wohnung und trat hinaus in die Dunkelheit.
Mein Weg führte mich, wie am heutigen Tag, zurück in mein altes Krankenhaus.
Ich schaffte es ungesehen in den Aufbewahrungsraum für Blutkonserven zu
gelangen.
Zwei davon nahm ich aus dem gekühlten Fach und verstaute sie in den Taschen des
Mantels den ich noch immer trug.
Es war nur wenig Nachtpersonal in Einsatz und diese Nacht schien ruhig zu
verlaufen.
Kurz bevor ich den Ausgang erreicht hatte hielt mich jemand an der Schulter
fest.
Erschreckt drehte ich mich um und sah in Margrets braune Augen.
„Chantal, wie schön Dich zu sehen, was machst du so spät hier?“
Sie freute sich wirklich mich zu sehen.
Ich hatte während meiner Zeit als Ärztin sehr eng mit ihr zusammengearbeitet und
mochte sie gerne.
Schnell hatte ich mich wieder gefangen, von ihr drohte mir keine Gefahr.
„War zufällig in der Gegend und wollte den alten Kollegen kurz ‚Hallo’ sagen!“
„Ach so! Wie geht es Dir. Du siehst gut aus, ein wenig blaß aber nicht wie eine
to....!“
Schnell brach sie ab und schlug sich eine Hand vor den Mund.
„Sag es ruhig, eine todkranke Frau. Das ist schon in Ordnung!“
„Entschuldige ich wollte nicht...“
„Es ist wirklich in Ordnung. So ist es doch schließlich. Aber jetzt entschuldige
mich, ich bin müde und es ist wirklich an der Zeit daß ich nach Hause gehe.“
„Komm uns doch wieder einmal besuchen, wir vermissen Dich!“
„Sicher!“ Sie konnte meine Antwort verstehen wie sie wollte, aber ich mußte nun
weg.
Ich rannte den Weg nach Hause. Warum ich das tat wußte ich nicht. Es war mir ein
Bedürfnis zu helfen. Ich konnte die Ärztin in mir eben immer noch nicht
verleugnen.
Als ich meine Tür aufschloß und Eintrat sah ich sofort das ER nicht mehr auf dem
Boden lag, sondern zusammengesunken auf meiner Ledercouch saß.
Seine Augen suchten meine in der Dunkelheit und leise fragte er:
„Du bist zurückgekommen! Wieso?“
„Ich weiß es nicht.“
Schnell ging ich in die kleine Kochnische meiner Wohnung, kramte die beiden
Blutkonserven aus meiner Tasche und schnitt sie hastig auf.
Blutgeruch stieg mir in die Nase und obwohl es ein wenig abgestanden roch, muß
ich sagen, daß ich selten einen Duft so ausgekostet hatte.
Ich nahm ein Weinglas aus meinem Schrank und füllte das Blut hinein, ich weiß
nicht warum es gerade ein Weinglas war, vielleicht wollte ich dieser obskuren
Situation ein wenig Stil verleihen.
Dann ging ich zurück ins Wohnzimmer wo Sestra, so hieß er, noch immer auf meiner
Couch saß.
Ich setzte mich neben ihn und hielt ihm das volle Glas an die Lippen.
Er war fast zu schwach es selbst zu halten, also half ich ihm und in gierigen
Schlucken trank er.
„Warum hilfst du mir? Ich hatte vor Dich zu töten und das weißt du!“
„Weißt du ich habe einmal einen Eid geschworen, jedem Lebewesen in Not zu
helfen.
Ich glaube nicht daß dieser Eid Sterbliche und Unsterbliche trennt.“
Er lachte leise.
Ich schenkte ihm ein warmes Lächeln und er lächelte zurück.
„Du mußt jetzt schlafen, aber nicht hier.“
Er wiedersprach mir nicht und ließ sich freiwillig von mir stützen und in mein
Schlafzimmer bringen.
Als er auf meinem Bett lag und die Augen geschlossen hatte zog ich die Vorhänge
zu und verließ das Zimmer.
Ich ging zurück in meine Küche um die leeren Plastikhüllen der Blutkonserven zu
entsorgen.
Ordentlich wie ich immer bin stopfte ich sie in meinen viel zu vollen
Plastik-Mülleimer und das restliche Blut rann über meine Finger.
Wie ungeschickt. Ohne darauf zu achten was ich tat leckte ich das Blut von
meinen Fingern und räumte weiter auf.
Erst nach wenigen Minuten fiel mir auf, daß mein Körper nach mehr schrie.
Doch nach mehr von was? Ich konnte den süßen Geschmack auf meiner Zunge nicht
als Blut identifizieren und als ich es erkannte erschrak ich zutiefst.
Mir dämmerte langsam warum ich mich wieder so gut fühlte und kein Anzeichen der
Krankheit mehr meinen Körper schändete.
Sollte ich durch den Biß des Vampirs auch zu solch einem Geschöpf der Nacht
geworden sein?
Mein wissenschaftlicher Verstand wollt mir noch immer Vernunft einbläuen, aber
schließlich konnte ich meinen Augen trauen und sie sahen in meinen Schlafzimmer
einen Vampir liegen.
Uralt, schön und unsterblich.
Er würde mir einige Fragen beantworten müssen wenn er erwachte.
Ich ging ans Fenster es dämmerte schon und ich verspürte ein wenig Müdigkeit,
also rollte ich mich auf meiner Couch zusammen und schlief, einen traumlosen,
todesähnlichen Schlaf.
Als ich erwachte war es bereits später Nachmittag und die Sonne die durch meine
Fenster fiel tat mir in den Augen weh.
Hieß es nicht daß Vampire bei Tageslicht verbrannten?
Also war ich vielleicht doch kein Vampir!
Nachdem ich kurz nach meinem Besucher gesehen hatte ging ich ins Bad um mich zu
duschen.
Als ich einen Blick in den Spiegel warf stellte ich einige Veränderungen an mir
fest.
Mein kinnlanges braunes Haar sah voller und kräftiger aus als noch vor wenigen
Stunden und meine Augen waren etwas heller geworden und strahlten mir in einem
karameligen gold entgegen.
Meine Haut war makellos ohne den kleinsten Kratzer und von einem erstaunlichen
weiß.
Fast wie Porzellan.
Ich sah weder ausgezehrt noch von Schmerz gezeichnet aus.
Schnell duschte ich und zog meinen Morgenmantel aus rotem Satin über.
Es dämmerte bereits, denn es war Winter und wurde schon früh dunkel.
Als ich wieder nach meinem Besucher sah war dieser aufgewacht und starrte
bewegungslos an die Zimmerdecke.
Er sprang auf als er mich durch die Tür kommen sah und kniete vor mir nieder.
Vollkommen überrumpelt von dieser Reaktion wartete ich was als nächstes geschah.
Sanft nahm er meine Hände und drückte sein Stirn auf meine Handrücken.
„Wie kann ich Euch nur jemals danken. Ohne Euch wäre meine Existenz verloren
gewesen.
Ich liebe meine Existenz und wollte sie nicht verlieren, doch ohne Euch....“
„Laßt es gut sein, mein Freund, ich sagte doch es war nur der Eid der mich Euch
helfen ließ.
Wißt ihr ich war froh daß ihr mein Leben auf diese Weise beenden wolltet, denn
mir wäre ein schmerzhaftes Ende vorbestimmt gewesen. Doch nun glaube ich bin ich
diesem entkommen.
Wie hätte ich ahnen sollen daß Wesen wir ihr existiert und daß meine Krankheit
es töten kann!“
„Krankheit?“
„Vor knapp einem Jahr infizierte ich mich mit Aids und fast zeitgleich brach die
Krankheit auch aus. Ich hätte nicht mehr lange zu leben gehabt.“
Ich nahm nun meinerseits seine Hände und zog ihn auf die Füße.
Er stand mir direkt gegenüber und seine dunklen Augen sahen mich durchdringend
an.
Und langsam dämmerte mir warum ich ihn hatte retten wollen, es war nicht nur der
Eid des Hypokrates gewesen, ich hatte mich in ihn verliebt, in dem Moment als
ich sterbend in seinen Armen lag.
Ohne lange zu überlegen küßte ich ihn. Nach kurzem Zögern zog er mich dicht an
sich heran.
Diese Nacht schien nie zu enden. Nachdem ich mich von ihm lösen konnte erzählte
er mir Geschichten von anderen Unsterblichen und den Fähigkeiten die Vampire
besaßen.
Er erzählte mir daß er mir von seinem Blut gegeben hatte, bevor mein krankes
Blut begann ihn zu schwächen. Also war ich nun auch eine Unsterbliche, eine
Jägerin.
Er hatte mich töten wollen, doch etwas hatte ihn daran gehindert bevor es zu
spät war.
Die Nacht war viel zu kurz und als der Morgen kam wollte Sestra sich
zurückziehen, doch ich selbst trat ans Fenster und sah der aufgehenden Sonne zu.
Das Licht stach ein wenig in meinen Augen doch ansonsten geschah nichts.
Als ich ihn an bei der Hand nahm verstand er nicht was ich ausprobieren wollte.
Wenn mein Blut mit seinem einen Vampir aus mir machte der gegen Sonnenlicht
immun war warum sollte es umgekehrt nicht aus funktionieren.
Eine Mutation innerhalb der Vampirspezies.
Er vertraute mir und das ehrte mich.
Mit einer Hand schirmte er seine Augen gegen das Licht ab, doch diese Blendung
hielt nur wenige Minuten an.
Wie in Kind vor dem Weihnachtsbaum sah er in die Sonne und blutige Tränen rannen
seine Wangen hinunter.
Arm in Arm sahen wir gemeinsam die Sonne aufgehen.
Wir waren wohl die einzigen Vampire denen das Sonnelicht nicht den Tod verhieß
und so ließ mich meine verheerende Krankheit leben, leben wie nie zuvor.
Ich blieb bei ihm und er bei mir, niemals vorher war ich glücklicher gewesen.
Meine Einsamkeit war vorbei und meine Leiden ebenfalls.
Oft kämpfte ich mit meinem Gewissen, denn schließlich mußte ich Menschen
schwächen um überleben zu können, aber niemals tötete ich.
Wenn ich Gelegenheit dazu bekam, half ich den Menschen wie heute der kleinen
Steffi.
Ansonsten vermisse ich nichts.
Mein wahres Leben begann vor 10 Jahren als mein Altes endete.