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Vampir Geschichten
Kurzgeschichten über die
Nachtwesen |
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In dieser Nacht... |
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LadyLiones
Langsam ging sie, durch die doch schon Menschenleere Straße. Die Sonne war unter
gegangen, und nun war es ihre Zeit...
Langsam schlich sie durch die Straßen, nein, sie schwebte. Ab und zu erblickte
sie in den Seitengassen der Straßen ein Paar arme Bettler, die sie doch nicht
weiter störten. Nein, sie waren nicht gut. Was sie suchte war anders. Warm,
weich.... der genaue Gegensatz zu ihr. Ja, sie war kalt, kalt wie Eis. Ihre
Zähne waren tödlicher, als jeder noch so scharfe Dolch. Und sie wusste, in
dieser Nacht würde es wieder geschehen. Sie würde keine Gnade zeigen. Nein, denn
Gnade hatte sie damals auch nicht bekommen. Er überfiel sie, in der Nacht, im
dunkeln. Sie fühlte keine Schmerzen, aber nun war sie verdammt im Schatten zu
leben.
Suchend sah sie sich um. Spürte die wärme aus einem Haus kommen. Bewegte sich
mit schwingenden Hüften darauf zu. Sah hinauf, in einem Fenster brannte das
Licht. Dort war er.
Sie blieb stehen, kurz vor dem Haus. Sie lauschte, sie war still. Kurze Zeit
später, klappern vom Haus, die Tür ging auf. Er kam heraus. Ja, es hatte wieder
geklappt. Die Menschen fühlten sie, konnten ihr nicht widerstehen.
Langsam ging er auf sie zu, blieb kurz vor ihr stehen. Sie sah ihn an. Ihr Blick
war liebevoll, jedoch kalt wie Eis.
Beugte sich zu ihm vor. Sah ihn an. Berührte leicht seine Lippen. Küsste ihn. Er
entspannte sich. Das war ihr Moment. Er war in gutem glaube.
Langsam glitt ihre Zunge seinen Hals hinunter, er warf den Kopf in den Nacken.
Ahnte nicht was auf ihn zukam.
Sie fühlte das Pulsieren seiner Adern unter seiner Haut. War bereit
zuzuschlagen. Fing leicht an, an seinem Hals zu saugen, nur ganz leicht. Ihm
entfuhr ein leichtes Seufzen. In diesem Moment schlug sie ihm die Zähne in den
Hals. Hart pochte nun das Blut unter ihren Zähnen, die sie tief in seiner
Halsschlagader verschlungen hatte. Er versuchte zu fliehen, aber sie hielt ihn
fest. Zur flucht war es für ihn schon viel zu spät.
Sie saugte weiter an seinem Hals. Er sackte zusammen, doch sie war stark genug
ihn zu halten.
Für sie war es nichts neues, so waren sie doch alle. Leicht zu beeinflussen,
gutgläubig. Jede Nacht waren sie so... sie suchte sie, fand sie. Aber, den
einen, den sie nicht bezwingen konnte, den fand sie nicht...
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