Zenobia
Achtung Geschichte ist erst
ab 18 Jahren freigegeben! Unter 18 Jährige dürfen diese Geschichte nicht lesen
Er war schön. Jede Frau und auch manchen Mann, schlug er in seinen Bann.
Sein Name war Magnus und er lebte im Augenblick in Florenz. Diese Stadt fand er
sehr reizvoll, mit ihren Kunstwerken und den prunkvollen Palästen. Das gefiel
ihm.
Er selbst, wohnte in einem Palazzo in den Hügeln über der Stadt.
Dieses Domizil erinnerte ihn an ein früheres, weit entferntes Dasein, als er
noch als Fürst auf einer Burg in Schottland herrschte.
Dagegen war dieses hier jedoch luxuriös und ruhig. Zumindest in seinem Haus und
seinem Garten.
Das Leben hingegen, pulsierte unten in der Stadt und heute Nacht verlangte ihm
wieder danach.
Er ersehnte es jedes Mal richtig, da die letzte Jagd bereits zwei Wochen her
war.
Früher hatte es ihn manchmal gestört, daß er jede dritte Nacht trinken musste.
Der Hunger war ihm dann lästig gewesen. Er konnte seinen Durst damals nicht in
den Dörfern um die Burg stillen, sondern musste weite Strecken durch die Luft
zurücklegen, damit er keinen Verdacht erregte.
Nun war er alt genug, um es, wie gesagt, vierzehn Nächte auszuhalten und er
konnte ungehindert in so einer großen Stadt töten.
Magnus stand gerade im Bad vor den großen Spiegeln und trocknete seine blasse,
samtig aussehende Haut ab. Eitel begutachtete er seine wohlproportionierten
Muskeln am ganzen Körper. Dann sein aristokratisches Profil, das ihn unnahbar
und fast arrogant erscheinen ließ. Hohe Wangenknochen, kantiges Kinn.
Schöner sah Michelangelos David auch nicht aus.
Er griff zum Kamm und fuhr damit durch seine nassen, hellblonden Haare, die ihm
bis weit über die Schultern reichten. Sie dufteten nun stark nach diesen
Shampoos, die er heutzutage benutzte. Er wusch sie nicht so häufig, wie seine
Haut.
Doch heute war ja ein besonderer Abend!
Er schaltete den lärmenden Fön ein, um seine Haarpracht schnell trocken zu
bekommen. Naja, den Rest erledigte nachher der Wind, wenn er auf die Stadt
hinunterschwebte.
Sein Blick fiel auf seine Hände. Die Fingernägel waren schon wieder zu Krallen
herangewachsen. So konnte er nicht unter die Leute. Schon gar nicht als Mann.
Also, stutzte er sie, bis sie fast menschlich aussahen. Ihre stärkere Wölbung
verhinderte, daß sie das vollständig taten.
Schließlich betrat er sein Pseudoschlafzimmer und öffnete einen der Schränke. Er
griff nach einer schwarzen Lederhose, einem schwarzen Hemd und einem weinroten
Jackett.
Diese Farben waren praktisch für die Jagd. Da er es gern unbeherrscht tat, ging
auch mehr daneben.
Magnus begutachtete nun sein Outfit in den verspiegelten Schranktüren.
Endlich war er bereit!
Lächelnd entblößte er sein blendendweißes Gebiß und fuhr mit der Zunge über die
spitzeren, ein wenig längeren Eckzähne.
Ein Kribbeln der Vorfreude breitete sich in seinem Bauch aus. Das Hungergefühl
überkam ihn jedoch, was sehr unangenehm war.
Er spürte eine Art Muskelkater am ganzen Körper und eine innere Unruhe hatte ihn
gepackt.
Magnus schwang sich durch seine Willenskraft, in die Lüfte und im Nu stand er in
einer einsamen Gasse der Stadt. Ihre Art wollte schließlich bei der Landung
nicht von Sterblichen gesehen werden. Obwohl, für einen Menschen hätte es
ausgesehen ,als wäre er an
die Stelle gezaubert worden. Bis er in die Nähe von ihnen kam, bewegte er sich
weiterhin zu schnell für sterbliche Augen, zwischen den Häusern hindurch.
Sein Weg führte ihn zuerst zum Dom. Dort schlenderten noch viele Touristen herum
und das Pulsieren ertönte in seinen Ohren.
Dieser Rhythmus begleitete ihn durch die Straßen, wie Hintergrundsmusik.
Manchmal hörte er Gedanken, die auf ihn gerichtet waren. Die Frauen sahen ihm
verstohlen nach und dachten, was für ein attraktiver Mann er war.
Doch bis jetzt interessierte ihn keine.
Normalerweise suchte er sich schon weibliche Opfer, aber er ließ den Zufall
entscheiden. Meistens ergab es sich irgendwie, daß er die Richtige traf.
Ach ja, und er bevorzugte blutjunge Frauen. Teenager, nannten sie sich heute.
Diese Vorliebe hatte er schon immer gehabt, von Anfang an. Unschuldiges Blut!
Heutzutage war das in ihren Kreisen schon fast verpönt. Viele tranken nur noch
von Verbrechern.
Ihn hat das Verbotene immer besonders gereizt.
Damit hatte er sogar einmal seine große Liebe vertrieben.
Catherine, eine Neugeborene ihrer Art, war damals so bestürzt gewesen, weil er
zwei Mädchen in seinem Bett getötet hatte, daß sie ihn Hals über Kopf verließ
und sagte, sie könne nicht mehr mit ihm zusammenliegen, ohne dieses schreckliche
Bild vor sich zu sehen.
Naja, sie war eben noch zu verhaftet mit ihrer sterblichen Moral gewesen.
Alle Versuche sie zurückzugewinnen, schlugen fehl. Sie liebte ihn zwar immer
noch sehr, aber ihr Verstand verbot ihr zurückzukehren.
Magnus tröstete sich schließlich damit, daß sie eben doch nicht die Richtige für
ihn war.
Inzwischen stand er am Ufer des Arno, über eine Mauer gebeugt und blickte auf
die Lichter der Fenster, die sich im Wasser spiegelten.
Das Schicksal hatte sie vor einigen Jahren wieder vereint und diesmal blieben
sie eine Zeit lang zusammen. Gemeinsam reisten sie in der Welt herum, trafen
viele andere Unsterbliche, bis jeder doch wieder seine eigenen Wege ging..
Plötzlich horchte er auf. Drei junge Italienerinnen schlenderten plaudernd auf
ihn zu.
Sie unterhielten sich angeregt, wie Italiener das eben tun. Mit gestikulierenden
Armen und Händen.
Er sog kurz tief Luft ein, schürzte leicht die Oberlippe, um ihren Geruch
aufzunehmen. Als seine Adern mit einem heftigen Zusammenkrampfen antworteten,
lächelte er.
Magnus wollte die drei Hübschen mit zu sich nach Hause nehmen. Erotische Spiele
und trinken!
Er setzte sein verführerischstes Lächeln auf, als die Drei ihn fast erreicht
hatten.
Natürlich, stach ihnen der hochgewachsene Mann mit der weißblonden, wallenden
Haarmähne sofort ins Auge.
Die Mädchen hatten genau das richtige Alter, so achtzehn, neunzehn und bereits
Erfahrung mit dem anderen Geschlecht. Auf irgendwelche unbeholfenen
Anfängerinnen hatte er keine Lust.
Nun sprach er sie freundlich an :" Ciao, meine Hübschen! Könnt ihr mir sagen, wo
heute Abend was los ist?"
Das Mädchen mit den langen, dunklen Locken antwortete lächelnd :"Ciao1" Sie
betrachtete seine schimmernden, blauen Augen und meinte :"Möchtest du mit uns
kommen?" Er gefiel ihr sehr.
Auch ihre Freundinnen waren ganz von ihm angetan :" Ja, komm einfach mit. Wir
gehen in einen Club.", sagte das Mädchen mit den dunkelblonden Haaren.
Die Dritte von ihnen hatte schwarze, kürzere und war schüchterner, als die
anderen zwei.
"Ich begleite euch gern.", sagte er und folgte ihnen.
Er erfuhr ihre Namen. Angelina war die mit den Locken, Sophia hieß die
Dunkelblonde und Petronilla die Schüchterne.
Sie fragten, woher er käme und daß er für einen Ausländer so gut italienisch
sprach. Denn nach seinem Äußeren war er eindeutig kein Einheimischer.
Magnus antwortete wahrheitsgemäß, er stamme aus Schottland und lebe seit einiger
Zeit in Florenz. Er hätte auf den Hügeln ein Haus und ob die drei Lust auf eine
private Party hätten.
Angelina und Sophia sagten sofort zu, versprachen sich ein erotisches Abenteuer
mit diesem faszinierenden Mann, Anfang dreißig.
Das würden sie bekommen, jedoch war der Preis fast unbezahlbar.
Petronilla zögerte. Sie spürte Gefahr. Dieser Mann war ihr nicht geheuer. Er
verbarg irgendetwas. Auch ihre Freundinnen konnten sie nicht zum Mitkommen
überreden. Sie wollte allein weiter und ging schließlich.
Magnus blickte ihr noch nach, aber zwei würden auch genügen.
Er winkte ein Taxi herbei und sie stiegen ein. Auf der Rückbank näherte er sich
vorsichtig Angelina, legte seine kühle Hand auf ihren nackten Schenkel. Er
spürte, daß sie seine seidigen Finger erregten und sie ersehnte mehr. In ihren
Gedanken sponn sie das Geschehen weiter. Seine Hand unter ihrem Kleid strich
langsam den Schenkel hinauf, bis zu ihrem Höschen. Ein Finger schob es zur Seite
und fand ihr feuchtes Haar. Als er anfing sie zu stimulieren, begehrte ihr
Herzschlag auf und ihr Atem wurde schneller. Ihr intimes Parfüm strömte ihm
entgegen und er ließ von ihr ab, um nicht in Rage zu geraten. Er fühlte ein
Ziehen in den Lenden. Sein Organ hatte sich versteift. Die Lust musste noch
warten, bis sie bei ihm Zuhause waren. Er lehnte sich wieder entspannt im Sitz
zurück.
Magnus achtete absichtlich nicht auf den Puls der jungen Frau, damit die Gier
nicht erwachte. Das hob er sich für später auf. Doch ab und zu quälte ihn das
Zerren seiner Adern. Sie forderten mit Nachdruck das Blut der Beiden.
In seinem Alter war er erst fähig, solange mit ihnen zu spielen, wie er es
vorhatte, bis er endlich trank. Als junger Unsterblicher hatte er der Gier nicht
widerstehen können. Schon die Gegenwart vieler Menschen hatte ihn gequält, wenn
er hungrig war.
Das Taxi hielt in seinem Hof, er bezahlte und die Mädchen folgten ihm ins Haus.
" Schicke Bude! Wow!", sagte Angelina und blickte sich um. Sophia sah sich
ebenfalls um und grinste.
Magnus verschwand in der Küche und brachte eine Flasche Chianti mit ins
Wohnzimmer, wo die zwei sich schon auf dem weißen Sofa breit gemacht hatten.
"Ihr trinkt doch sicherlich einen Wein mit mir.", sagte er, während er drei
Gläser aus dem Schrank holte.
"Gern. Du hast es sehr schön hier." Sophia lächelte ihn zärtlich an.
"Danke.", erwiderte er, entkorkte die Flasche und goss die Gläser ein.
Magnus stieß mit ihnen an und nahm einen Schluck. Er tat es eigentlich nur zur
Tarnung, denn für ihn war der Geschmack anderer Flüssigkeiten belanglos. Sie
lösten nichts in ihm aus.
Nun fühlte er das leichte Brennen des Alkohols in seinem Hals und seinem Magen.
Nach dem ersten Glas wurden die Mädchen ungeduldig. Sie sehnten sich nach seinen
Berührungen und Magnus erfüllte gern ihre Wünsche. Er saß zwischen ihnen, küsste
die eine und streichelte die andere. Sie waren sofort ergriffen von Hingabe.
Ohne zu zögern, ließen sie sich nach oben in sein Schlafzimmer führen.
Magnus Vorfreude stieg.
Er begann sich vor ihnen auszuziehen und Sophia und Angelina machten es ihm
nach. Der Anblick seines athletischen, makellosen Marmorkörpers, brachte sie in
Stimmung.
Er legte sich nun auf das Bett nieder und wartete, bis die Beiden sich zu ihm
gesellten.
Diese heißen, vibrierenden Leiber an seinem zu spüren, war wundervoll. Er küsste
zuerst die einen Lippen, dann die anderen, stieß seine Zunge hinein.
Dann galt seine ganze Aufmerksamkeit, Sophia. Er schob sich auf sie, streichelte
sie mit einer Hand zwischen ihren Schenkeln ,die sie nun bereitwillig für ihn
öffnete.
Oh ja, auf das hatte er gewartet. Ihr Duft, der ihm nun in die Nase stieg,
machte ihn nur noch lüsterner. Er musste sich zügeln, durfte nicht grob in sie
eindringen.
Die Natur hatte ihn nämlich ganz gut ausgestattet und auch wenn er vorsichtig
war, tat er manchen weh.
Magnus nahm sie, schwelgte in Glücksgefühlen. Doch der Krampf seiner Adern
meldete sich und es wurde schwerer zu widerstehen.
Sie stöhnte auf vor Lust und Schmerz. Der verging jedoch, als er sich bewegte.
Ihr pulsierender, heißer Körper lag unter ihm und die Gier stieg langsam hoch.
Magnus leckte über ihre salzige Haut am Hals und ihre Lippen trafen sich
abermals. Danach schmeckten die Sterblichen immer. Nach salzigem Schweiß und dem
Eisengeruch des Blutes.
Er ließ ihre Zunge in seinen Mund dringen und wollte nun von ihr kosten.
Sachte biss er hinein und saugte daran. Die Hitze strömte in seinen Magen und
sofort in jeden Teil seines Körpers. Er spürte, wie der heiße Saft jeden Winkel
seines Leibes erreichte.
Sophia empfand nur einen kurzen Schmerz, doch dann kam ein Wärmegefühl und es
verstärkte ihre Erregung. Magnus Bewegungen waren sehr kraftvoll. Es
elektrisierte sie.
Der Hausherr fühlte Angelinas Lippen und Hände an seinem Rücken und an seinem
Hintern. Sie beobachtete die Beiden beim Liebesspiel und streichelte ihn
währenddessen. Das Geschehen und seine unvorstellbar zarte Haut, erregte auch
sie.
Magnus spürte seinen Höhepunkt näherkommen. Das war der Augenblick, an dem er
die Beherrschung verlor und seinem Hunger endlich nachgeben konnte.
Sophia schwelgte in ungeahnter Ekstase, erbebte unter ihm, ihre Lustschreie
erstickt von seinem Mund, der immer noch ihre Zunge festhielt und trank. Ihr
Puls raste, der Blutdruck stieg rapide an.
Magnus stahlblaue Augen begannen aufzuglimmen. Er schloss sie , damit sie es
nicht sah, genoss seine letzten Bewegungen und dann erzitterte sein Körper. Er
riss knurrend die Kiefer auf und packte Sophias Kehle.
Das war der Gipfel der Genüsse!
Die Mischung aus sexueller Lust und die Befriedigung seines Tötungstriebes, war
ein Erlebnis von berauschender Macht. Er spürte die kurze Anspannung ihres
Körpers, als seine Zähne durch die Haut drangen.
Angelina hielt das Aufschreien und Zucken ihrer Freundin für einen Orgasmus. Sie
ahnte nicht, daß Sophia vor ihren Augen, ihr Leben aushauchte.
Sie lag nun erschlafft auf dem Bett, mit geschlossenen Augen, als Magnus sich
Angelina zuwandte .Er hatte seinem ersten Opfer nur soviel Blut geraubt, bis es
starb. Dann endete nämlich sein Genuss. Der Reiz daran war das Pulsieren. Sein
Herz wurde dadurch wieder in Gang gesetzt und sein ganzer Körper ahmte den
Rhythmus seines Opfers nach. Das verursachte ein unbeschreibliches Rauschgefühl.
Nun konnte er diesen Rausch ein zweites Mal erleben . Angelina würde er soviel
nehmen, bis er satt war und er konnte sie schonungsloser töten. Bei Sophia
musste er das Geschehen noch vor ihrer Freundin verbergen.
Angelina dachte wircklich , sie würde nun erschöpft schlafen.
Hitzig begann sie ihn zu streicheln und zu küssen. Sie knieten sich gegenüber
auf dem Bett und Magnus zog sie eng an sich. Er fühlte sich nun heiß an, fast
wie im Fieber.
Deswegen erschien ihm ihr Körper nun nicht mehr so warm, aber es spielte keine
Rolle. Sophias Blut hatte ihn wieder in Erregung versetzt, sein Organ reckte
sich abermals in die Höhe.
Angelina umfasste es anerkennend und rieb mit ihren warmen Fingern daran :"Wie
hast du es am liebsten?"
Magnus lächelte, streichelte und küsste ihre Brüste :"Dreh dich um dabei."
Sie gehorchte, gefiel es ihr so doch am besten.
Er kniete hinter ihr, fuhr mit der Hand ihren Rücken entlang und zog ihr Becken
dann mit beiden an sich. Diesmal entwich ihm schon ein Knurren, als er sich in
sie schob. Er liebte diese warme, nasse Enge ihres Schoßes und das Pochen davon.
Die Luft war geschwängert von allerlei menschlichen Gerüchen und stachelten
seinen Hunger an. Er krallte seine Finger fester in ihr Fleisch. Das Gefühl in
seinem Bauch wurde stärker. Etwas ballte sich zusammen. Angelina konnte nicht
sehen, wie seine Augen immer strahlender wurden.
Magnus unterdrückte sein Knurren, aber ihr hämmernder Herzschlag, nahm seine
ganzen Sinne gefangen. Er hatte nur noch Ohren für diesen Rhythmus und die Kraft
in ihm wurde heftiger.
.
Sein Griff an ihrem Becken wurde immer fester. Es war, als wenn sie in einem
Schraubstock festsitzen würde, der sich immer weiter schloss.
"Du tust mir weh, Magnus. Hör auf!"
Doch er dachte nicht im entferntesten daran. Im Augenblick war er zu sehr in
Stimmung.
Er riss ihren Kopf an den Haaren zurück und schlug seine messerscharfen Zähne in
ihre Ader.
Angelina verkrampfte sich bei seinem Biss, griff panisch nach hinten in seine
Haare und zerrte daran, um ihn von sich abzubringen.
Absolut lächerlich, diese Gegenwehr der Sterblichen! Er könnte sie lässig
zerquetschen. Seine Aufmerksamkeit galt vollkommen ihrem Blut. Warm und
dickflüssig, rann es seine Kehle hinunter, während er weiter in sie stieß. Sein
Herz begann zu schlagen und pumpte das aufgenommene Blut durch seine Adern. Sie
vibrierten in diesem Takt und kurz darauf setzte seine Atmung ein.
Beide Körper, beide Herzen verschmolzen zu einem.
Er war nun lebendig, was wir darunter verstehen.
Sie stöhnte, wehrte sich nicht mehr und dämmerte allmählich dahin.
Er sah ihre Gedanken, während er trank. Sie strömten in ihn, wie ihr Blut.
Zuerst beherrschte der Schmerz alles, aber dann erklang die Musik ihrer
Phantasie und Farbformen tauchten auf. Die Drogen seines Speichels lähmten sie
und ließen sie halluzinieren.
Magnus ließ von ihr ab und sie fiel auf die Bettdecke, bewegte sich vor ihm, wie
in Zeitlupe.
"Bitte verschone mich!", röchelte sie.
"Zu spät! Du stirbst."
Er legte sich neben ihr nieder, küsste ihre weichen Schenkel und grub seine
Zähne hinein.
Der Vampir fühlte, wie ihr Leben langsam entwich. Das Herz schlug immer
schwächer und unregelmäßiger.
Ihr wurde schwindlig und sie verlor das Bewusstsein.
Magnus setzte noch einmal ab, um ihren Tod hinauszuzögern. er löste sein Gebiss
aus ihrem Fleisch und wandte sich der Stelle zu, aus der er am liebsten trank.
In heutiger Zeit waren die Frauen dort, sogar fast kahl rasiert. Das erhöhte den
Reiz!
Er spreizte ihre Beine ein wenig mehr, leckte das Blut an den Innenseiten ab.
Dann senkte er genüsslich seine Zähne in ihren Schamhügel, als wäre es eine
Frucht und sog so stark er konnte. Das Pulsieren erfasste ihn wieder, doch es
wurde schnell schwächer und erstarb.
In seinem Körper tobte es weiter. Das Blut pochte gegen seine Schläfen und diese
bestimmte Befriedigung breitete sich in ihm aus.
Sein Herz schlug noch einige Minuten und seine Lungen sogen heftig die Luft ein.
Die Erregung ließ ihn atmen. Sonst brauchte er es nicht mehr zu tun.
Sobald sie starben, wurde es schwieriger an den begehrten Saft zu kommen. Das
Herz pumpte es ihm nicht mehr entgegen. Deshalb riss er mit einem Ruck seiner
kräftigen Kiefer, Angelinas halben Hals auf. Auf dieselbe Weise zerriss er ihre
Arterie, umschloss die Wunde mit den Lippen und schlürfte den Rest in sich
hinein.
Es kühlte bereits ab. Wie schnell das immer ging. Als er nur noch Luft einsog,
sank sein pulsierender Körper neben ihre Leiche auf die blutige Decke und
starrte nach oben in den Spiegel über dem Bett.
Magnus kostete seine Gefühle vollkommen aus.
Er betrachtete sein blutverschmiertes Gesicht und seine blutbespritzte Brust.
Der Anblick des roten, glitzernden Saftes auf seiner hellen, matten Haut,
entzückte ihn.
Die toten Mädchen lagen rechts und links neben ihm. Angelina genauso
blutverschmiert, wie er
und Sophia fast unversehrt, außer ihrer kleinen Halswunde.
Das Pochen in ihm verlangsamte sich jetzt, seine Brust hob und senkte sich nun
nicht mehr so
heftig und die Hitze in seinem Körper ließ nach.
Bis zur nächsten Mahlzeit kühlte er mehr und mehr aus, wurde blasser und
ausgezehrter.
Im Moment stand er in voller Blüte. Rote Lippen, rosige, volle Wangen und eine
menschlichere
Hautfarbe. Seine Kräfte waren nun ebenfalls auf Maximum. Er könnte
sprichwörtlich Bäume
ausreißen.
Widerwillig machte er sich ans Aufräumen. Das war das Lästige an der Jagd. Daß
man die Toten
beseitigen musste, damit einem niemand auf die Schliche kam.
Doch Magnus war gut dafür gerüstet. Er hatte sich einen Brennofen im Keller
einbauen lassen,
den er schon am frühen Abend eingeheizt hatte.
Nun zog er die Leintücher von der Matratze, wickelte die Körper und das blutige
Betzeug darin
ein und trug alles, wie einen großen Sack hinunter vor seinen Ofen, wo es
komplett in den
Flammen verschwand. Von den beiden Hübschen würde fast nichts übrigbleiben.
Magnus huschte schließlich hinauf ins Badezimmer, um die Spuren an ihm zu
beseitigen. Er
stellte die Dusche an und rieb sich das getrocknete Blut von der Haut.
Nachdem er einen seidenen Morgenmantel übergezogen hatte, setzte er sich auf
seine Terrasse,
genoss die Nachtluft, den Sternenhimmel und die Lichter der Stadt unter ihm. Es
war für ihn ein
Abend gewesen, ganz nach seinem Geschmack. Blut, Sex und Gewalt!
Er musste ihnen immer weh tun, zwangsläufig, weil er so unbeherrscht war.
Zurückhaltung war
noch nie seine Stärke gewesen.
Ein leichtes Vibrieren erfasste seine Glieder und kurz darauf, stand seine
Gefährtin, mit der er
seit Kurzem zusammenlebte, am Geländer der Terrasse. Sie hatten sich beim
letzten Neujahrs-
fest ihrer Art, kennen gelernt und sofort verliebt.
Sie kehrte von ihrem Nachtausflug zurück und hatte ebenfalls getrunken. Nun kam
sie lächelnd
auf ihn zu und setzte sich auf seinen Schoß.
Er strich ihr das rote, lange Haar aus dem Gesicht und küsste sie.
„Hattest du viel Spaß, Liebling?“, fragte er.
Ihre Spezialität waren gewalttätige Männer, die sich heftig wehrten. Sie grinste
und flüsterte an
sein Ohr:“ Ja. Du sicher auch, so wie ich dich kenne.“
Ihre Hand schob sich unter seinen Mantel und strich über seine Brust, ihre Zunge
leckte an
seinem Hals und ihre Zähne drangen in seine Haut.
Als sie ein wenig saugte, erwachte Magnus Begierde schlagartig. Sein Blut geriet
wieder in Wal-
lung. Er küsste sie leidenschaftlicher und fasste unter ihren Rock.
Sie ließ es sich gern gefallen, aber als er ihre Hand in seinen Schoß führte,
schüttelte sie lächelnd
den Kopf :“Ich bin müde. Ich geh schlafen.“
Magnus nickte :“Schade!“
Für seine Verhältnisse war sie noch sehr jung, um die Hundert und die Kraft des
Tages drang
viel früher in sie ein.
Er blickte wehmütig auf ihre weiblichen Kurven, als sie ins Haus hineinging.
Dann lauschte er
dem beginnenden Gesang der Vögel, der den baldigen Morgen ankündigte. Der Himmel
wechselte langsam von schwarz in ein dunkles Blau.
Er erhob sich vom Gartenstuhl, lehnte sich an das Steingeländer und betrachtete
die Dächer von
Florenz. Der stärkerwerdende Straßenlärm, drang deutlich zu ihm herauf.
Die sterbliche Welt erwachte und er spürte dafür die bleierne Schwere, die sich
langsam in seine
Glieder schlich. Auch die Enge in seiner Brust wurde stärker.
Dank seines hohen Alters von knapp über neunhundert Jahren, konnte er dem
Tageslicht ziemlich lange standhalten.
Er verharrte auf der Terrasse, bis das Licht in seinen Augen brannte. Auf den
Baumwipfeln in
der Ferne, zeigte sich bereits das gelbe Sonnenlicht. Dunst stieg aus den Wiesen
auf und der Ge-
ruch der Luft änderte sich. Er wusste auch nicht warum, aber die Nacht roch
anders.
Magnus wandte sich um, wünschte der Stadt nun einen guten Tag und fügte lächelnd
hinzu :
„Wir sehen uns in zwei Wochen!“
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