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PRODUKTIONSNOTIZEN
TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008), die Verfilmung
des ersten Bandes von Stephenie Meyers Bestsellersaga, wurde von
einer großen Leserschaft mit Spannung erwartet und erwies sich nach
dem US-Start im November 2008 sofort als Erfolg. Eine große Leistung
für ein Projekt, das von Millionen von Fans des Romans genau unter
die Lupe genommen wurde, die es kaum erwarten konnten, wie ihre
Helden und Heldinnen auf der Leinwand zum Leben erweckt würden.
Allein am amerikanischen Startwochenende spielte die Verfilmung der
unwahrscheinlichen Romanze zwischen einer sensiblen Schülerin und
einem über 100 Jahre alten Vampir über 70 Millionen Dollar ein,
erreichte schließlich ein weltweites Einspielergebnis von über 350
Millionen Dollar. Dieser Erfolg bereitete den Weg für die Verfilmung
des zweiten Bandes der Bestsellerreihe, für NEW MOON – BISS ZUR
MITTAGSSTUNDE.
Wyck Godfrey, Produzent beider Filme, war fest entschlossen, mehr
aus dem Nachfolger zu machen als nur eine simple Fortsetzung. Wie
schon die Buchvorlage bringt auch der Film die noch junge Beziehung
zwischen Bella Swan und Edward Cullen auf ein anderes Level, mit
größerer Intensität und noch mehr Gefahren. Und er enthüllt einen
Konflikt, der Bella im weiteren Verlauf der Geschichte verfolgen und
nicht mehr aus dem Kopf gehen wird: die uralte Rivalität zwischen
dem Stamm der Quileute und den Vampiren, die zwischen Bellas bestem
Freund, Jacob Black, und ihrer großen Liebe, Edward, zum Ausbruch
kommt.
„Die Herausforderung bestand darin, nicht einfach zu wiederholen,
was der erste Film geleistet hatte“, erklärt Godfrey. „Die Handlung
schreitet voran und die darin gezeigte Welt öffnet sich. Wir müssen
die Charaktere weiterentwickeln und diese neue Welt auch visuell
vermitteln. In dem Moment, wo sich ihre Welt erweitert, dringen wir
tiefer in Bellas Leben ein. Sie erfährt Neues über die Bewohner von
Forks, vor allem über die Quileute-Indianer und Jacob. Die
spektakulärste Entdeckung ist, dass sich Jacob und seine Freunde in
Wölfe verwandeln können.“
„Bella erkennt“, fährt Godfrey fort, „dass sie in einer Fantasiewelt
zu leben scheint, Vampire und Werwölfe aber tatsächlich existieren.
Gerade als sie einen Freund gefunden hat, der sie nach Edwards
Verschwinden wieder ins Leben zurückgeholt hat, findet sie heraus,
dass auch er anders als die anderen ist. Und weil der einzige Grund
für die Existenz von Werwölfen eben die Vampire sind, gäbe es ohne
Edward auch keinen Werwolf Jacob. Das ist der zentrale Konflikt
zwischen Jacob und Edward – und Bella steckt als Mensch mittendrin.“
Regisseur Chris Weitz verbuchte bereits mit den
Bestsellerverfilmungen ABOUT A BOY ODER: DER TAG DER TOTEN ENTE („About
a Boy“, 2002) und DER GOLDENE KOMPASS („The Golden Compass“, 2007)
große Erfolge. Dies machte ihn, so Produzent Godfrey, zu einem
logischen Regiekandidaten für dieses Projekt: „Chris besitzt
Erfahrungen mit Fantasyfilmen, die komplexe Effekte erfordern, aber
auch mit intimen Charakterstudien. Und er arbeitet gut mit jungen
Schauspielern zusammen. Was ihn aber für die Regie von NEW MOON –
BISS ZUR MITTAGSSTUNDE prädestinierte, war die Wertschätzung, die er
Stephenie Meyers Büchern und Figuren entgegenbrachte.“
„Für uns war es von elementarer Bedeutung, Stephenies literarischer
Kreation und auch den Fans, die die „Twilight“-Saga lieben, unseren
Respekt zu erweisen“, erklärt Godfrey weiter. „Wir hatten absolut
kein Interesse daran, ihre Bücher für die Leinwand neu zu erfinden.
Chris hat sich in diese Bücher verliebt, wusste, wie er die
Geschichte zum Leben erwecken und sie in der Realität verwurzeln
konnte. Das war unbedingt notwendig. Obwohl es sich um fantastische
Kreaturen handelt, fühlt sich die in der Geschichte beschriebene
Welt stets wie die unsere an.“
Ursprünglich war Weitz mit den Büchern nicht vertraut, doch er
entwickelte sich schnell zum Fan. „Ich las die Bücher, habe mir dann
den ersten Film mit Publikum angeschaut“, erinnert sich der
Regisseur. „Ich war so aufgeregt, als ich beobachten konnte, welch
tiefe Gefühlsreaktionen der Film auslöste. Wenn ich mir einen Film
ansehe, suche ich nach einem überwältigenden Gefühl, völlig in ein
anderes Universum eintauchen zu können. Dieser Film bot mir die
Gelegenheit dazu. Er unterscheidet sich ein bisschen von dem, was
ich bisher gedreht habe, aber ermöglicht es mir auch, auf einige
meiner Erfahrungen zurückgreifen zu können.“
Weitz erkannte, dass seine Hauptverantwortlichkeit darin bestand,
nah an der Vorlage zu bleiben. „Dafür habe ich sehr hart
gearbeitet“, gibt der Regisseur zu. „Der erste Film war ein solches
Phänomen, die Bücher auch. Primär war es meine Aufgabe, den Fans und
ihrer Liebe für die Bücher, die sie auch auf den ersten Film
übertrugen, Respekt zu erweisen. Es gab absolut keinen
Handlungsbedarf, diese Welt völlig neu zu erschaffen. Wir schlagen
dieses Mal andere Richtungen ein, bewahren dabei aber unseren
Respekt für die Fans.“
Stephenie Meyer verrät, dass sich Weitz regelmäßig mit ihr beriet,
selbst bei kleinsten Problemen: „Er hat sich für jedes Detail
interessiert, ob zum Beispiel eine bestimmte Figur Schuhe tragen
kann. Alles hat er überprüft, nichts dem Zufall überlassen. Er
wollte den Film im Geist des Buchs drehen, war in dieser Hinsicht
einfach cool.“
Für Weitz war der direkte Zugang zur Autorin der Bücher von
unschätzbarem Wert. „Bei den ‚Herr-der-Ringe’-Filmen konnte niemand
Tolkien nach seinen ursprünglichen Intentionen befragen. Ich aber
konnte Stephenie per E-Mail ganz pragmatische Fragen stellen, ob
etwa Jaspers Kräfte tatsächlich auf Bella wirken. Aber ich konnte
auch große metaphysische Fragen an sie richten. Das alles erlaubte
es mir, dass wir zu jedem Zeitpunkt auf einer Linie mit den Büchern
blieben.“
Meyer schätzte diese Sorgfalt des Regisseurs: „Er hört wirklich zu,
ist sehr ruhig und besitzt gleichzeitig eine klare Vorstellung
davon, was er will. Ich hatte immer das Gefühl, dass meine
Geschichte bei ihm in guten Händen war.“ Meyer erinnert sich, dass
sich ihre Erfahrungen beim Schreiben des ersten und zweiten Buches
deutlich voneinander unterschieden: „Für mich war das wahrscheinlich
das schwierigste Buch überhaupt, denn zum ersten Mal wusste ich mit
absoluter Sicherheit, dass es für meinen Text auch wirklich Leser
gab. „Bis(s) zum Morgengrauen“ habe ich nur für mich geschrieben.
Jetzt aber hatte ich mit einem Mal das Gefühl, dass man mir über die
Schultern sah. Da stellte sich bei mir jede Menge Lampenfieber ein.“
„Bis(s) zur Mittagsstunde“ war ein völlig anderes Buch und nicht
notwendigerweise das, was die Fans erwarteten“, fährt Meyer fort.
„Im ersten Buch ging es um wahre Liebe. Die natürliche Konsequenz
dieses Gefühls, besonders, wenn man so jung ist, ist, dass einem das
Herz gebrochen wird. Und je mehr man liebt, umso schmerzlicher wird
es. Edward glaubt, dass er mit dem Beenden der Beziehung Bella
beschützen kann. Womit er nicht rechnet, ist die Qual und die Angst,
daran zu zerbrechen. Für jeden Zuschauer aber, egal ob männlich oder
weiblich, ist das eine universelle, vertraute Erfahrung. Am Ende
haben beide eine Menge darüber gelernt, wie wichtig sie tatsächlich
füreinander sind. Bella wird etwas reifer, und Edward muss erkennen,
dass er nicht alles weiß.“
Im Mittelpunkt der Geschichte steht zudem die sich entwickelnde
Freundschaft zwischen Bella und Jacob Black, der als Werwolf ein
natürlicher Feind der Vampire ist. „Es steht jetzt viel mehr auf dem
Spiel“, erläutert Regisseur Weitz. „Nicht nur Bellas Leben ist jetzt
bedroht, sondern auch Edwards. Im Hinblick auf die in der Geschichte
angelegte Welt entdecken wir neue Bereiche und Aspekte der
Mythologie. Und so, wie sich die Mythologie erweitert, geschieht das
auch mit diesem Film.“
„Selbstverständlich erzählen wir eine Geschichte über Vampire,
Werwölfe und das Übernatürliche“, setzt Weitz seine Ausführungen
fort. „Darüber hinaus aber geht es in dieser Geschichte um
grundlegende menschliche Gefühle wie Liebe, Sehnsucht, Verlangen,
Verlust, Verbundenheit und Freundschaft. Sie handelt von der Gefahr,
der das Herz ausgesetzt ist, wenn man sich verliebt. Wie schon Bella
in ‚Bis(s) zum Morgengrauen’ sagt, fürchte sie sich vor Edward
nicht, weil er ein Vampir sei, sondern habe Angst, weil sie so große
Liebe für ihn empfindet. In diesem Film entsteht eine Art
Liebesdreieck, das wirklich jeder verstehen kann und das sehr
reizvoll ist.“
Meyer gibt zu, dass sie über den nächsten Schritt in der Verfilmung
der Twilight-Saga noch aufgeregter sei als beim ersten Film.
„TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN hat für uns den Boden großartig
bereitet, war eine Art Sprungbrett. Jetzt können wir abspringen und
ein völlig neues Level erreichen. Die Schauspieler kennen sich und
ihre Figuren. Jeder von ihnen ist wieder mit Begeisterung dabei. Das
zweite Buch ist in gewisser Hinsicht emotionaler, geht viel tiefer.
Und wir haben all diese neuen Charaktere. Es wird einfach ein großer
Spaß werden. Ich freue mich wirklich darauf, das Wolfsrudel zu
sehen, und natürlich werden auch die Volturi wirklich cool werden.“
Letztendlich sind es aber die Fans, die sie antreiben, gibt
Stephenie Meyer zu: „Ich habe fiktive Figuren erträumt“, wundert
sich die Autorin. „Figuren, deren Entwicklung den Fans wirklich
etwas bedeutet. Was wird als nächstes mit ihnen geschehen? Was
machen sie an einem ganz normalen Freitagabend? Und wohin würde
Bella gehen, um sich ihre Nägel machen zu lassen. Jedes kleine
Detail ist wichtig. Für mich ist das ein riesiges Kompliment, dass
Leser und Zuschauer so großen Anteil an diesen Figuren nehmen.“
DAS CASTING
TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN machte seine jungen Hauptdarsteller
zu internationalen Superstars: Kristen Stewart als Bella Swan, als
unschuldige Sterbliche im Herzen der Geschichte, sowie Robert
Pattinson als Edward, der verführerische, emotional zerrissene
Vampir und Herzensbrecher. In NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE wird
dieses Duo zum Trio, durch Taylor Lautner, der wieder Jacob Black
spielt und nun buchstäblich eine Naturgewalt geworden ist, die nicht
aufzuhalten ist.
Als Regisseur Chris Weitz zu diesem Projekt stieß, erwartete ihn
eine für ihn ungewöhnliche Situation, denn er wusste bereits, wer
seine Hauptdarsteller sein würden. „Normalerweise gehe ich an das
Casting ziemlich offensiv und aggressiv heran“, gibt Weitz zu. „In
diesem Fall hatte ich das Glück, das Erbe von Catherine Hardwicke
anzutreten, diese von ihr besetzte großartige Darstellertruppe
übernehmen zu können. Mit diesen Schauspielern arbeiten zu können,
gehörte zu den aufregendsten Aspekten dieses Projekts.“
Und doch waren nicht alle Schauspieler bereits besetzt, als Weitz
auf dem Regiestuhl Platz nahm: „Es gibt einige neue Figuren“, so
Weitz, „die nur relativ kurz auf der Leinwand zu sehen sein werden,
aber unglaubliche Bedeutung und dramatische Kraft für die Story
haben und die einen weiter in die Mythologie der folgenden Teile der
Reihe hineinführen. Ich versuche stets, die passenden Darsteller zu
finden, unabhängig davon, wie groß die Rolle dann ist.“
Zu Beginn der Dreharbeiten machte Weitz etwas, das auch für ihn
Neuland darstellte: Er verteilte eine 20-seitige Broschüre, in der
er seine Vorstellungen von Film und Figuren umriss. „Ich habe sie
einen Orientierungsratgeber genannt“, erklärt Weitz. „Die darin
enthaltenen Informationen sollten alle mit den Schauplätzen und dem
stilistischen Konzept des Films vertraut machen. Jeder sollte
bereits im Vorfeld so viel wie möglich wissen. Das erlaubte uns
schließlich, am Drehtag auch improvisieren zu können. Junge
Schauspieler und Künstler sollen sich nicht von meinen
Entscheidungen starr gebunden fühlen, darum geht es mir nie. Aber
ich möchte ihnen so viel wie möglich für ihre Arbeit in die Hände
geben.“
Bella, Edward und Jacob: Ein Liebesdreieck für die Ewigkeit.
Die ersten Bilder und Sequenzen des Films gehören Bella, die sich
ihres Alters und ihrer Sterblichkeit stärker bewusst wird. „Ein
großer Druck lastet dadurch auf ihr“, erklärt Kristen Stewart. „Ihr
größter Albtraum ist, dass Edward sie verlassen könnte. Und genau
das geschieht. Jeder, der schon eine Trennung erlebt hat, auf dessen
Herzen schon herumgetrampelt wurde, weiß, dass man danach alles in
Frage stellt. Man denkt, ich war dieser Sache so sicher und fragt
sich dann, ob irgendetwas davon, woran man dachte, überhaupt real
gewesen sei. Nichts hätte doch realer als dieses Gefühl sein können.
Aber das ist ein Irrtum.“
Eines stellt Kristen Stewart klar: „Bella ist nicht das klassische
junge Mädchen in Nöten. Sie kontrolliert ihre eigene Situation sehr
wohl selbst. Sie hat sich jemandem anvertraut, in die Hände begeben,
und erwartet dasselbe von ihm.“ Bella hat zwei starke, aber
grundverschiedene Beziehungen zu den Männern in ihrem Leben
aufgebaut. „Edward ist jemand, den sie wirklich braucht“, erklärt
die Darstellerin. „Er hält sie im emotionalen Gleichgewicht, was
nicht unbedingt bedeutet, dass er für sie der beste Umgang ist. Er
ist schwierig, kalt, zurückhaltend. Aber ohne diese Zurückhaltung
könnten sie niemals zusammen sein.“
„Jacob ist das komplette Gegenteil davon“, fährt Stewart fort. „Er
nimmt nichts zu schwer, ist witzig und warmherzig, bringt das Beste
in Bella zum Vorschein. Im Grunde ist er ihr bester Freund. Es wäre
wunderbar, könnte man mit dem besten Freund auch gehen. Das heißt
aber nicht, dass man auch immer in ihn verliebt sein muss.“
Dass Weitz sich so akribisch auf den Film vorbereitete, machte
großen Eindruck auf Stewart. „Chris denkt sehr organisiert, legt
wirklich Wert auf Zusammenarbeit. Es war gut zu wissen, dass er sich
dem Film ähnlich verpflichtet fühlte wie wir und nicht nur auf das
nächste große Projekt aufspringen wollte.“
Auch Robert Pattinson war beeindruckt vom Verständnis des Regisseurs
für die Welt der „Twilight“-Reihe. „TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN
hatte ein Happy End“, erläutert Pattinson. „Bella und Edward waren
vereint und ihre Feinde von ihnen besiegt. In der Fortsetzung NEW
MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE hält nun die Wirklichkeit Einzug. Sie
werden konfrontiert mit der Entwicklung ihrer Beziehung, mit der
Verpflichtung dem anderen gegenüber und mit den sehr realen
Gefahren, die daraus erwachsen. Als Edward Bella verlässt, reißt er
sie praktisch aus dem Leben, tötet sich selbst, weil er ihr nicht
mehr nah sein kann. Das alles geschieht, weil sie beide so
voneinander abhängig geworden sind.“
„Weil Kristen und ich diese Rollen bereits gespielt haben“, so
Pattinson, „haben wir eine sehr konkrete Vorstellung davon, wie sich
die Figuren im Verlauf der Reihe entwickeln werden. Chris hat das
sehr gut verstanden. Aber er brachte auch viele großartige Ideen ein
und hatte auch genügend recherchiert, um sie uns gegenüber zu
begründen.“
Seine eigene Figur nennt Pattinson einen „Vampir wider Willen“, der
Gegensatz zu den Volturi. „Die Volturi betrachten sich als Monster,
aber haben kein Problem damit. Doch wenn sie einen Menschen, eine
Frau, sehen, die ihre Liebe zu Edward gesteht, wollen sie glauben,
dass so etwas wirklich möglich ist. Und das rettet Edward im
Grunde.“
In NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE rückt Jacob Black in den
Mittelpunkt, der im Vorgänger eher eine Randfigur gewesen war. Jacob
gehört dem Stamm der Quileute-Indianer an, den Ureinwohnern von
Forks, jener Kleinstadt im Bundesstaat Washington. Stephenie Meyer
gibt zu, dass Jacob, ein Freund aus Bellas Kindertagen, ursprünglich
kein so wesentlicher Bestandteil der Geschichte werden sollte:
„Jacob kam aus dem Nichts, war anfangs nicht die Figur, zu der er
sich dann entwickelte. Aber seine Persönlichkeit war so präsent, so
stark. Ich konnte einfach erkennen, wie er die Ereignisse im Buch
mitgestalten würde.“
Im Verlauf von NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE lernt Jacob, dass
er als Beschützer seines Stammes ausgewählt wurde, als Werwolf, der
die Quileute vor den Raubzügen der Vampire verteidigt. „Jacob
befindet sich in einem Prozess der Veränderung“, beschreibt Lautner
seine Figur. „Das zeigt sich schon körperlich. Und mit der
körperlichen geht auch die emotionale Veränderung einher. Ich hatte
großen Spaß dabei, die meisten meiner Stunts selbst ausführen zu
können, diese Szenen gehören zu meinen liebsten im Film“, gibt
Lautner zu, der während der Dreharbeiten 17 Jahre alt war. „Es gibt
da zum Beispiel diese Szene, in der Jacob aus dem Haus herausbricht,
über den Zaun und einen Bach springt und dann durch eine Wiese
sprintet. Ich hing an Drähten, wurde in drei Metern Höhe über das
Feld gezogen, bis ich abrupt abgebremst wurde und völlig
bewegungslos sein musste, damit die Effektspezialisten später meinen
Körper in einen Wolf verwandeln konnten.“
Lautner, der als Schüler alle möglichen Sportarten betrieben hatte
und in „Extremkampfsport“ sogar zu Wettkämpfen angetreten ist,
erklärt, dass sein Athletentum ihm nicht nur erlaubte, seine Stunts
selbst auszuführen, sondern ihn auch für die Eigenheiten und für die
Entwicklung seiner Figur inspirierte. „Vor der Verwandlung ist er
sehr ungeschickt, wie ein enthusiastischer Teenager, der beim Joggen
über seine eigenen Füße stolpert. Sobald er sich aber zum Wolf
verwandelt, wird er extrem beweglich.“
Auch Jacobs Verhältnis zu Bella verändert sich. „Für mich ist die
aufregendste Veränderung“, so Lautner, „dass Jacob nun die Chance
hat, seine Beziehung zu Bella weiter zu entwickeln. Jacob wird die
Sonne, die Bella erwachen lässt, sie zurück ins Leben bringt. Und
das alles verliert Jacob wieder, als Edward zurückkehrt.“
Das Internet ist mittlerweile Schauplatz einer heftig geführten
Debatte zwischen Team Jacob und Team Edward geworden. „Taylor hat
eine Menge für das Team Jacob getan“, weiß Stephenie Meyer. „Diese
ganze Rivalität zwischen dem Team Jacob und dem Team Edward gründet
sich auf einen Jungentyp, für den man sich einfach interessieren
kann. Müsste ich mich für ein Team entscheiden, würde das
wahrscheinlich Team Jacob sein. Das passt besser zu mir. Glaubt man,
dass man eine tiefe Freundschaft zu jemandem entwickeln und sich
dann plötzlich verlieben kann, sollte man eigentlich Team Jacob
angehören. Wenn man aber an die Liebe auf den ersten Blick glaubt
und daran, den geheimnisvollen Mann in der Ecke stehen zu sehen, nun
gut, dann schließt man sich besser Team Edward an.“
Die Wiederbegegnung mit den anderen Darstellern löste bei den
Schauspielern nostalgische Gefühle aus und inspirierte sie. „Wir
haben uns alle ziemlich verändert“, gibt Kristen Stewart zu. „Wir
hatten uns ein Jahr nicht gesehen, aber einfach da weitergemacht, wo
wir aufgehört hatten. Das fühlte sich ganz natürlich an.“
Taylor Lautner ergänzt, „dass der Erfolg von TWILIGHT – BISS ZUM
MORGENGRAUEN den Aspekt der Cast-Reunion noch um eine Dimension
erweitert hat: „Als wir TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN drehten,
hatte keiner von uns eine Ahnung, wie groß das Ganze werden würde.
Es ist wirklich sehr aufregend, wieder zurück im Team sein zu
können.“
Vampire und Volturi
In einem kurzen, aber entscheidenden Auftritt richten die Cullens,
die Familie der Vampire, Bellas Geburtstagsfeier aus. Dabei löst ein
harmloser Papierschnitt eine gefährliche Kettenreaktion aus, die
Edward zwingt, die Romanze zu beenden. Mit den Darstellern Ashley
Greene, Peter Facinelli, Elizabeth Reaser, Nikki Reed, Kellan Lutz
und Jackson Rathbone sind alle Mitglieder der Cullen-Familie wieder
mit von der Partie.
„Wir sind eine richtige Familie geworden“, erklärt Nikki Reed. „Wir
empfinden alle so große Leidenschaft für dieses Projekt, und meine
Kolleginnen und Kollegen sind so smart und interessant. Mit ihnen
wieder zusammenarbeiten zu können, ist einfach großartig. Wir können
uns wirklich glücklich schätzen, dass wir diese Figuren durch
mehrere Filme führen können. Wir alle sind Fans der Bücher, deshalb
war es enorm befriedigend, etwas zum Leben erwecken zu können, das
wir so lieben.“
Alice Cullen, erneut von Ashley Greene gespielt, kommt in diesem
Kapitel der Geschichte nun voll zur Geltung. Ihre Zukunftsvisionen
führen direkt zu Bellas verzweifelten Versuchen, Edward vor seinem
törichten Selbstmordversuch zu bewahren. „Im Grunde ist Bella die
beste Freundin von Alice“, beschreibt Greene ihre Rolle. „Sie will
für Bella nur das Beste. Und das ist für Alice logischerweise, dass
Bella zum Vampir wird und bei den Cullens bleibt. Sie respektiert
Edwards Wunsch, Bella so lange wie nur möglich ein Leben als Mensch
führen zu lassen. Aber Alice hat eine andere Zukunft vorausgesehen.“
Zwei Aspekte an Alice gefielen Greene besonders: ihre Vorliebe für
schöne Kleidung und schnelle Autos. „Ich durfte die tollsten Outfits
tragen“, schwärmt Greene. „Tish Monaghan, unsere Kostümdesignerin,
fand diese großartigen Jacken und Mäntel. Einen weißen
Seidentrenchcoat und eine gestreifte Jacke von Michael Kors. Diese
wurden dann mit schwarzen Strumpfhosen, flachen Ballerinas und
langen roten Handschuhen kombiniert. Einfach großartig, spleenig und
damit typisch für Alice. Außerdem durfte ich diesen wunderbaren
gelben Porsche durch kurvenreiche italienische Straßen steuern. Vor
dem Dreh dieser Szene hatte ich eine einzige Fahrstunde. Zugegeben,
ein paar Mal habe ich einige Häuser fast geschrammt.“
In NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE tauchen die Volturi zum ersten
Mal auf. Sie kommen einem Adelsstand in der Vampirwelt am nächsten
und sind eine treibende Kraft in den folgenden Teilen der Saga. Sie
sind Hunderte von Jahren alt, unvorstellbar mächtig, stellen Gesetze
für ihre Gemeinschaft auf und sorgen auch für deren Durchführung und
Einhaltung. Aro ist ihr Anführer. Seinem Darsteller Michael Sheen
ist diese Welt nicht fremd, spielte er doch bereits einen Werwolf,
der in den UNDERWORLD-Filmen von Vampiren versklavt wurde. Doch
Sheen enthüllt, dass es am Set noch jemand anderes gab, der einen
Vampir und einen Werwolf in sich trug.
„In meinen Augen sah Chris Weitz wie eine Kreuzung von Vampir und
Werwolf aus“, verdeutlicht Sheen seine These. „Zum einen hat er die
fein geschnittenen Gesichtszüge eines Vampirs, zum anderen ist er so
muskulös wie ein Werwolf. Es kam mir vor, als liefe eine großartige
Kreatur aus der Mythologie auf dem Set herum.“
Für Aro entwickelte Sheen eine spezielle Stimme mit einer höheren
Tonlage, viel klarer ausgeprägt als seine eigene. Weitz glaubt, dass
dieser Tonfall möglicherweise ein Resultat früherer Gespräche über
die Figur war: „Dieser Charakter ist 2000 Jahre alt. Englisch ist
nicht seine Muttersprache, deshalb spricht er möglicherweise sehr
artikuliert und kontrolliert. Er ist unglaublich kultiviert und
liebenswert, aber auch extrem gefährlich.“
Unbewusste Vorbilder für Aros Stimme waren laut Michael Sheen die
unheimlichen, psychedelischen, Musik hassenden und Farbe bleichenden
Blaumiesen aus dem Animationsklassiker YELLOW SUBMARINE („Yellow
Submarine“, 1967): „Es gab so einen Moment, wo ich plötzlich dachte
‚Oh, ich klinge ein bisschen wie die Blaumiesen’. Als Kind fand ich
sie wirklich verstörend, deshalb hielt ich das für eine gute Sache.“
Alle Volturi sind sehr furchterregend, aber ihr furchteinflößendstes
Mitglied ist vielleicht Jane – ein weiblicher Vampir mit süßem
Unschuldsgesicht, der mit reiner Willenskraft Schmerzen zufügen kann
und dies auch tut. Diese Rolle übernimmt Dakota Fanning. „Ich hatte
bisher noch keine Gelegenheit, jemand Böses zu spielen“, sagt der
Jungstar, „aber hier darf ich ein böses Mädchen oder besser, ein
böser Vampir sein. Das hat großen Spaß gemacht. Außerdem war ich ein
wirklich großer Fan der Bücher, hatte alle vier Bände in nur einer
Woche gelesen. Das machte es so aufregend, Teil dieses Projekts zu
werden.“
Mitverantwortlich für dieses Vergnügen war auch die körperliche
Verwandlung. „Ich musste rote Kontaktlinsen tragen“, so Fanning.
„Das war nicht nur cool, sondern veränderte buchstäblich alles, was
ich vor Augen hatte. Und dann dieses weiße Make-up. Ich dachte
eigentlich schon vorher, dass ich sehr blass war. Doch im Vergleich
zu einem Vampir komme ich mir jetzt ziemlich sonnengebräunt vor.“
„Ungelogen, Dakota ist als Jane einfach gruselig und bösartig“,
schwärmt Kristen Stewart, die Fanning bereits vor diesem Film kennen
gelernt hatte. „Sie ist einer der eindrucksvollsten Menschen und
Schauspielerinnen, die ich je getroffen habe. Sie besitzt wirklich
eine Präsenz, die man besser nicht in Frage stellt. Und das erwartet
man nicht, weil sie schließlich nur ein kleines Mädchen ist. Sie ist
eine der besten Jungdarstellerinnen überhaupt, und es war sehr
aufregend für mich, mit ihr zusammenarbeiten zu können.“
Das Wolfsrudel
Die Cullens sind eine Familie. Die Volturi auch, aber auf eine
völlig andere Art. Und dann sind da noch die Werwölfe, die Chris
Weitz eher als eine Bruderschaft definiert: „Aber nicht im Sinne
einer Studentenverbindung wie Alpha Omega Chi“, erläutert der
Regisseur. „Es ist ein Bruderbund, dessen Aufgabe es ist, seinen
Stamm, dessen Land und auch die Menschen in seinem Umfeld zu
beschützen, die nicht unbedingt verstehen, was sie da überhaupt
tun.“
In der Story entwickelte sich das Wolfsrudel der Quileute als Schutz
gegen die Vampire. Wesens- und Verhaltenszüge des Werwolfs bleiben
so lange inaktiv, bis das Stammesland bedroht ist. Dann aber haben
diejenigen, denen durch Bestimmung diese Rolle auferlegt ist, keine
Wahl und auch kaum Kontrolle über ihre Verwandlung. In Wirklichkeit
gibt es bei den Quileute keine Werwolftradition. Allerdings sagt die
Legende, dass der Stamm auf Wölfe zurückgeht, die zu Menschen
verwandelt wurden. Sogar der Stammesname, Quileute, ist von „Kwoli“,
ihrem Wort für Wolf, abgeleitet.
Sam Uley, der ruhige, selbstsichere Anführer des Rudels, wird von
Chaske Spencer verkörpert. Auch auf dem Set übernahm er die Führung
und bekam deshalb von seinen Kollegen den Spitznamen „Alpha“
verpasst. „Als Sam spürte ich, dass ich mich um meine Jungs kümmern
musste“, kommentiert Spencer. „Das war leicht, wir verbrachten viel
Zeit miteinander, nicht nur vor der Kamera. Wir haben uns diese
Figuren wirklich zu Eigen gemacht, waren eine echte Bruderschaft.“
Sam war der erste junge Mann seiner Generation, der die Verwandlung
durchgemacht hatte und nun die anderen, die ihm folgten, führen
muss. „Seine oberste Priorität ist der Schutz seiner Leute“, fährt
Spencer fort. „Das ist sein Job. Ich glaube nicht, dass er ihn
wirklich wollte, aber dafür wurde er eben auserwählt.“
Alle Mitglieder des Wolfsrudels werden von Schauspielern mit
indianischen Wurzeln gespielt. Spencer selbst ist ein Lakota, ein
Sioux. Bronson Pelletier, der Jared spielt, ist ein Cree-Metis,
Kiowa Gordon, Darsteller von Embry Call, dagegen ein Hualapai, ein
Yuma-Apache. Tyson Houseman, der Quill Ateara verkörpert, ist ein
Cree, Alex Meraz schließlich, Darsteller von Paul, ein Purépecha,
ein Tarasker.
Der kulturelle Hintergrund von Meraz spielte eine Schlüsselrolle
dabei, wie er seine Rolle als Paul anlegte: „Beim Wolfsrudel kann
man ein wenig erkennen, wie es ist, wenn man als Indianer im
Reservat lebt. Das betrifft vor allem das Gefühl, dass sich die
indigene Gemeinschaft als Familie betrachtet, so wie das auch das
Wolfsrudel tut. Mein Stamm ist in Mexiko beheimatet“, führt Meraz
weiter aus. „Dort war mein Großvater ein Schamane. Unsere Leute
waren Fischer - wie auch die Quileute. Als Vorbereitung für mein
Vorsprechen fragte ich im Gebet, ob es mir erlaubt wäre, ein
Mitglied dieses Stammes zu spielen. Man muss den Menschen Respekt
erweisen. Das betrifft die Vergangenheit genauso wie die Gegenwart
und auch die Zukunft.“
Um für die Kampfszenen in körperlich guter Verfassung zu sein,
mussten die Darsteller ein „Wolf-Camp“ hinter sich bringen und
trainierten auch während der Dreharbeiten hart. „Sie haben viel
Energie mit ans Set gebracht“, erinnert sich Kristen Stewart.
„Ständig haben sie trainiert und das Wolfsgeheul geübt. Das brachte
eine ganz frische Energie in den Film ein. Sie waren warmherzig,
vergnügt und ausgelassen. Sie waren voller Leben, auf eine Art, wie
es Vampire nie sein können.“
NEW MOON – Die Dreharbeiten
Die Dreharbeiten zu NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE begannen im
März 2009 in Vancouver und endeten in Montepulciano, der berühmten
toskanischen, von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgebenen
Kleinstadt. Die zwei Städte bilden einen starken Kontrast, hier die
dunklen Nächte und geheimnisvollen tiefgrünen Wälder von British
Columbia, dort die erdigen, polierten Farb- und Lichttönungen der
Toskana. Der Look des Films wurde von beiden Schauplätzen
inspiriert.
„Das Licht an der pazifischen Nordwestküste ist definiert von großer
Streuung und Kälte“, erklärt Chris Weitz. „Und doch gibt es ein
großes Spektrum von Farben, die wir zum Großteil auch für den Film
nutzen wollten. Schatten waren auch von großer Bedeutung – der
nächtliche Wald, die Schwärze der Depression. Das Licht in der
Toskana ist völlig anders. Es gibt viel wärmere Töne, es ist
buchstäblich sonniger, mit großen Farbtupfern durch die Kostüme.
Auch die Architektur unterscheidet sich sehr. Montepulciano ist für
seine Renaissance-Architektur bekannt, aber auch für seine Reste
mittelalterlicher Stadtarchitektur.“
Um die Farb- und Lichtpalette des Films zu entwickeln, arbeitete
Produktionsdesigner David Brisbin eng mit Chris Weitz zusammen.
„Chris hatte ganz präzise Vorstellungen davon, wie diese Palette
aussehen musste“, erklärt Brisbin. „Kernstück waren
prä-raphaelitische Gemälde, die gesättigte Farben in natürlicher
Umgebung hervorheben.“
„Ich liebe die klassischen Breitwandepen wie DR.SCHIWAGO („Dr.
Zhivago“, 1965) und BARRY LYNDON („Barry Lyndon“, 1975)“, gesteht
Chris Weitz. „Ich dachte auch darüber nach, welche Art von Malerei
Sinn für diese Welt machen würde. Meiner Ansicht nach waren das die
erzählerische Malerei und die Arbeiten der Prä-Raphaeliten. Beiden
Richtungen gemeinsam ist eine starke Betonung von Story, Gefühl,
Liebe und Verlust, Liebeskummer und Verlangen. Diese Gemälde waren
die Begleiter von Tennyson und jener ganzen Epoche der
Sentimentalität. Sie standen auch für ein Wiederaufleben einer
Edelstein-getönten Farbpalette und für einen Umgang mit Farbe, der
sich mir erschloss und sich vom ersten Film unterscheiden würde,
aber dem Geist des zweiten Buchs treu bleiben würde.“
Brisbins eklektische Vita weist ihn selbst als eine Art
Renaissance-Mann aus, der in einzigartiger Weise für diese Aufgabe
qualifiziert war. Als junger Mann erhielt Brisbin das
Henry-Luce-Stipendium, um in Asien zu studieren. Dort arbeitete er
dann als TV-Reporter, berichtete vom Sturz des Marcos-Regimes auf
den Philippinen. Ursprünglich ausgebildet als Architekt, wurde er
Praktikant des bekannten amerikanischen Architekten Robert Venturi,
der Berühmtheit erlangte, als er Mies van der Rohes Motto durch
seine Aussage „Less is a bore“ („Weniger ist langweilig“) auf den
Kopf stellte.
„Im Kern dreht sich in diesem Film alles um eine Romanze“, sagt
Brisbin. „Klar, es ist ein Vampirfilm, aber in Wirklichkeit eine
Liebesgeschichte. Meine ganze Vorstellung vom Produktionsdesign
gründet sich auf dem Geschichtenerzählen. Ich kümmere mich darum,
dass das Drama, das Schauspieler und Regisseur gemeinsam vor die
Kamera zu bringen versuchen, in ein Umfeld eingebettet ist, das für
die erzählte Geschichte perfekt ist.“
In Stephenie Meyers Buch residieren die Volturi in der italienischen
Kleinstadt Volterra, die es auch tatsächlich in der Toskana gibt.
„Es gab große Diskussionen, bis wir uns für Montepulciano als unser
Volterra entschieden hatten“, erinnert sich Brisbin. Chris wollte
sich in der Erschaffung der Welt von Volterra von alter Architektur
leiten lassen. Tatsächlich ist Montepulciano eine mittelalterliche
Stadt. Die große Piazza und das Rathaus gaben ihm die Möglichkeit,
eine symmetrische Einstellung drehen zu können. Und das war so
ziemlich genau der Grund, warum wir am Ende in Montepulciano
gelandet sind.“
Meyers Beschreibung von Volterra und der Festung der Volturi bot
eine solide Basis für Brisbins Arbeit. „Wenn es so etwas wie eine
spezifische Schreibweise für einen Roman mit einem Auge für das
Produktionsdesign gibt, dann ist Stephenie Meyers Volterra ein sehr
gelungenes Beispiel dafür. Sie hat eine Welt erschaffen, in der
Architektur zur Geschichte beiträgt. Die Volturi“, fährt Brisbin
fort, „halten Hof in einer kreisförmigen Halle, die fast einem
Strudel ähnelt. In der Mitte befindet sich ein Abfluss für das Blut,
für den Fall, dass das Gefährlichste überhaupt eintritt. Sie hat
dafür einen endlosen Korridor ausgemalt, den wir relativ problemlos
mit Digitaltechnik erschaffen konnten. Das Design dieser Räume
reflektiert die Stellung des Einzelnen in der Welt, die Erfahrung,
die man macht, wenn man sich durch diese Welt bewegt.“
Der Produktionsdesigner ließ sich dabei von bekannten Beispielen
toskanischer Architektur anregen. „Wir haben kein bestimmtes
architektonisches Vorbild kopiert, aber wir griffen auf das Motiv
von grünen Streifen zurück, das man in grünem und weißem Marmor in
verschiedenen toskanischen Kathedralen und Kirchen finden kann. In
der Toskana gibt es eine Fülle von Beispielen für die Architektur
des Mittelalters und der Renaissance, der eine Periode von
überladener Nouveau-Riche-Architektur folgte. Das alles stellte für
uns eine sehr reichhaltige Inspirationsquelle dar.“
Aufgabe von Kostümdesignerin Tish Monaghan war es, die Sets mit
kunstvollen und aufwändigen Kostümen für die Volturi zu ergänzen,
deren Look buchstäblich Jahrhunderte widerspiegelt. „Chris ging es
vor allem darum, die große Eleganz der Volturi herauszustellen“,
erläutert Monaghan. „Wir schauten uns das 18.Jahrhundert genau an
und wählten einen Schnitt, der sich etwa um 1790 entwickelte – einen
Look, der sich durch Betonung von Länge und Schlankheit
auszeichnete.“
„Wir wollten im Farbspektrum arbeiten, das David und Chris
entwickelt hatten“, fährt Monaghan in ihren Ausführungen fort. „Aber
zwischen dem 18. und dem 21.Jahrhundert gab es diesbezüglich große
Veränderungen. Die Charaktere begegnen sich im 21.Jahrhundert, aber
in Rückblenden sehen wir sie auch im 18.Jahrhundert. Für die Szenen
im 21.Jahrhundert versuchten wir sie so düster wie möglich zu
kleiden. Am düstersten sollte dabei Aro wirken, denn er besitzt die
größte Macht von allen. Für die Szenen um 1790 herum kehrte ich das
Ganze um und versuchte Aro so leuchtend wie möglich erscheinen zu
lassen. Denn dann können wir ihn an der Spitze der dreiseitigen
Farbpalette wahrnehmen, womit er naturgemäß ins Zentrum der
Hierarchie rückt und die anderen als seine Höflinge erscheinen
müssen.“
Der exotische Volturi-Kult wurde mittels traditioneller
Filmtechniken in einer altertümlichen Welt inszeniert. Die Erzfeinde
der Volturi aber, die Werwölfe des alten Quileute-Stammes, wurden
mit hochmoderner Technologie aus dem 21.Jahrhundert auf die Leinwand
gebracht. „Eine der wichtigsten Neuzugänge in der Welt dieser
Fortsetzung sind die digital animierten Figuren“, erläutert
Produzent Wyck Godfrey. „Computeranimation war der einzige Weg, die
Wölfe in Pferdegröße auf die Leinwand zu bringen, wie Stephenie sie
in ihren Büchern beschrieben hatte.“
Regisseur Weitz brachte Susan MacLeod als Effects Supervisor zu dem
Projekt, nachdem er bereits bei DER GOLDENE KOMPASS („The Golden
Compass“, 2007) mit ihr zusammengearbeitet hatte. „Wir verstanden
uns sehr gut“, sagt MacLeod. „Als er mich fragte, ob ich mich ihm
bei diesem Projekt anschließen wollte, sagte ich sofort zu. Die
Wölfe sind wahrscheinlich die sexiesten Geschöpfe im Drehbuch.“
Kreiert wurden die Wölfe für NEW MOON schließlich vom Tippett
Studio, das Phil Tippett, ein Pionier der visuellen Effekte,
gegründet hatte. „Für uns war das sehr spannend, einen Look für sie
zu entwickeln, der für die ganze Saga Bestand haben würde,“ so
MacLeod. „Dabei versuchten wir, so nah wie möglich an den
Beschreibungen der Romanvorlage zu bleiben. Dort nennt man sie zwar
Werwölfe, aber es sind eben nicht diese stereotypen zweibeinigen
Kreaturen, bei denen plötzlich Haare aus Fingerspitzen und
Gesichtern herausschießen. Sie verwandeln sich sehr elegant vom
Mensch zum vierbeinigen Wolf.“
„Jeder, der die Bücher gelesen und sich in das Team Jacob verliebt
hat, will unbedingt sehen, wie wir diese Herausforderung bewältigt
haben“, fährt MacLeod fort. „Es ist keine Animation, sie sehen wie
echte Wölfe aus. Wir begannen damit, die Schauspieler noch vor
Anfang der Dreharbeiten digital für die Arbeit mit dem Computer
einzuscannen, damit wir sie dann mitten in einer Einstellung in
Wölfe verwandeln konnten.“ Dieser Prozess erwies sich zumindest für
die Schauspieler als überraschend einfach. „Ich habe erwartet, in
einem mit kleinen Kontakten übersäten grünen Anzug zu stecken“,
blickt Alex Meraz, der Paul spielt, zurück. „Tatsächlich stand ich
aber nur auf einer Apfelkiste und wurde von oben bis unten von
dieser großen Maschine abgetastet. Und das war es dann schon. Ich
konnte alles auf dem Monitor beobachten, mein ganzer Körper war dort
zu sehen, ein perfekter Scan. Ich war total verblüfft, wie schnell
das Ganze ging. Am besten lässt sich diese Transformation mit
Popcorn vergleichen. Das Bild platzt einfach heraus und schon ist
der Wolf da.“
Für das Effekte-Team war das aber erst der Anfang. „Wir haben die
Wölfe komplett im Computer erschaffen“, erklärt Susan MacLeod.
„Begonnen haben wir mit einem Skelett mit beweglichen Gelenken, die
animiert werden konnten. Darauf legten wir dann Muskeln, die sich
beugen und biegen konnten. Darüber dann eine Schicht Haut und Fell.
Sie sollten wie echte Wölfe aussehen und sich bewegen, nichts
Menschenähnliches an sich haben.“
„Die Leute vom Tippett Studio besuchten sogar einen Wildpark mit
Wölfen“, erzählt MacLeod. „Sie haben eine Menge Videomaterial dort
gedreht und alles, was sie an Bildern im Internet gefunden hatten,
zusammengetragen. Wölfe sind faszinierende Tiere, weshalb es relativ
leicht fällt, stundenlanges Videomaterial von ihnen anzuschauen.“
Um den Schauspielern während der Dreharbeiten Referenzpunkte zu
geben, wurden Wolfsattrappen in den verschiedensten Größen und
Formen benutzt. „Einige davon waren ausgestopft, absolut
dreidimensional“, so MacLeod weiter. „Andere waren Pappfiguren in
voller Größe, die haltbarer waren und exakt für die Einstellungen
positioniert werden konnten. So konnten wir Vorlagen für die
Animatoren drehen, damit sie dann die Wölfe richtig ins Bild setzen
konnten. Wir haben auch Felle benutzt, denn wir wollten die
digitalen Wölfe so beleuchten, dass sie sich nahtlos ins Bild
einfügten.“
TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN war hauptsächlich an
Originalschauplätzen in Portland, Oregon gedreht worden. Für die
Fortsetzung aber zog es die Filmemacher weiter nördlich, nach
Vancouver in British Columbia. „Für das Studio wie auch für die Fans
war es wichtig, dass dieser Lebensabschnitt von Bella mit dem ersten
Abschnitt in ihrem Leben, den sie bereits kennen, in Einklang steht.
Konkret bedeutete das für Bellas Haus“, so Produktionsdesigner
Brisbin, „dass seine Außenansichten wie auch seine Innenräume genau
wie im Vorgänger aussehen mussten. Wir haben geradezu zwanghaft die
Originalschauplätze studiert wie auch das ganze Material aus dem
ersten Film.“
Manchmal aber entschloss sich das Designteam, bestimmte
architektonische Veränderungen vorzunehmen, wenn es die Handlung
erforderte. „Wenn man sehr sehr genau hinsieht“, so Brisbin, „kann
man beim ersten Haus für einen kurzen Augenblick die seitliche
Fassade sehen. Und ein Erkerfenster gibt es da nicht. Das aber
erfordert diese große Szene, in der Jacob wie in einem Hindernislauf
durch ihr Fenster springt. Schließlich ist das eine der wichtigsten
Szenen mit den beiden. Dafür hat es sich, alleine schon aus
erzähltechnischen Gründen gelohnt, vom alten Schema abzuweichen.“
Das Haus der Cullens stellte das Team vor ganz andere
Herausforderungen. „Im ersten Film sieht man ihr Haus sehr deutlich
von außen. Man sieht das Treppenhaus an der Vorderseite, miteinander
verbundene Räume, auch Edwards Zimmer und die Küche. Der Hauptteil
unserer Arbeit konzentrierte sich auf die anderen Räumlichkeiten des
Hauses. Wir schufen zusätzliche Zimmer, die sich wie in einem Puzzle
in das Vorgegebene einpassen mussten.“
Die letzte Aufgabe des Produktionsdesigners bestand schließlich
darin, zwei Häuser zu erbauen, in denen sich das Leben des
Wolfsrudels abspielen würde. „In TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN
gab es die Häuser von Jacob und Emily nicht“, führt Brisbin weiter
aus. „Wir haben das Buch genau studiert und leidenschaftlich
diskutiert, was wir verändern könnten. Im Buch ist Jacobs Haus rot.
Wir fanden schließlich diesen fantastischen Drehort, der so mit dem
Wald verbunden war, dass man glauben konnte, gleich hinter den
Bäumen würde das Leben der Wölfe beginnen. Alles wirkte perfekt. Mit
einer Ausnahme. Das Haus war grün.“
„Es war uns wichtig, das Rot von Jacobs Haus zu erhalten“, erzählt
Brisbin weiter. „Schließlich hatte es diese Farbe bereits im Buch,
und das gefiel uns. Am Ende haben wir alles rot gestrichen, um der
Vorlage gerecht zu bleiben.“ Das Haus, in dem Sam Uleys Freundin,
Emily wohnt, wurde nach den Vorstellungen von Weitz designt. „Für
ihn“, so Brisbin, „repräsentiert Emily Trost in der Welt des
Wolfsrudels. Sie sind voller Dynamik, etwas verrückt, rennen herum
und verwandeln sich zum Wolf und wieder zurück. Aber dann gibt es
diesen Ort, der Ruhe vermittelt, zum Nachdenken einlädt, der ihre
Zuflucht ist. Wir haben einen versteckten Platz im Wald gesucht, der
diese zarte weibliche Leichtigkeit vermittelt.“
„Der Eigentümer hatte das Haus mit 17 Jahren gebaut. Meiner Ansicht
nach begründet sich diese majestätische Waldaura zum Teil dadurch,
dass dieses Haus wirklich von einem 17-Jährigen als eine in seinen
Augen perfekte Waldhütte gebaut wurde. Ich glaube, dass er relativ
schnell nach der Errichtung des Hauses die Frau geheiratet hat, mit
der er auch heute noch zusammen ist. Es war ihr gemeinsames Haus für
eine lange, lange Zeit. Letztendlich sind sie dem Haus entwachsen.
Aber es war für beide sehr schmerzhaft und schwierig, das Haus nach
gemeinsamer Entscheidung dann zu verlassen, denn es ist einfach ein
magischer Ort.“
Diese Sorgfalt im Detail und die Loyalität gegenüber dem
geschriebenen Wort und dem Geist von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga
haben den ganzen Produktionsprozess geprägt, dessen ist sich
Regisseur Weitz sicher: „Wenn man die Charaktere und die Romanze von
TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN wie auch das Übernatürliche geliebt
hat, dann findet man das alles und noch vieles mehr auch in NEW MOON
– BISS ZUR MITTAGSSTUNDE. Hier erweitert sich diese Welt, öffnet
sich einer größeren Mythologie, die schließlich Brücke zwischen
TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN und dem dritten Kapitel ECLIPSE -
BISS ZUM ABENDROT („The Twilight Saga: Eclipse“) werden wird.
DIE SCHAUSPIELER
Kristen Stewart (Bella)
Mit ihrer herausragenden Darstellung von Jodie Fosters Tochter in
David Finchers Thriller PANIC ROOM („Panic Room“, 2002) erregte
Kristen Stewart erstmals weltweite Aufmerksamkeit. In den deutschen
Kinos sah man sie zuletzt an der Seite von Jesse Eisenberg in Greg
Mottolas Coming-of-Age-Komödie ADVENTURELAND („Adventureland“,
2009). Davor glänzte sie im Drama THE CAKE EATERS (2007), dem
Regiedebüt von Schauspielerin Mary Stuart Masterson. Zu ihren
aktuellen Projekten zählen unter anderem Jake Scotts Drama WELCOME
TO THE RILEYS (2009) mit James Gandolfini, sowie Floria Sigismondis
Rock’n’Roll-Biografie THE RUNAWAYS, die sich Joan Jetts
gleichnamiger Girl-Group der Siebzigerjahre annehmen wird – mit
Stewart in der Rolle von Joan Jett.
Zu ihren weiteren wichtigen Filmen gehören Sean Penns Drama INTO THE
WILD („Into the Wild“, 2007), Udayan Prasads, mit Maria Bello und
William Hurt besetztes Independent-Road Movie DAS GELBE SEGEL („The
Yellow Handkerchief“, 2008), außerdem Doug Limans Fantasythriller
JUMPERS („Jumpers“, 2008), Barry Levinsons Satire INSIDE HOLLYWOOD
(„What Just Happened“, 2008), Jon Kasdans Regiedebüt IN THE LAND OF
WOMEN (2007), Danny und Oxide Pangs Horrorfilm THE MESSENGERS („The
Messengers”, 2007), Jon Favreaus Jugendfilm ZATHURA – EIN ABENTEUER
IM WELTRAUM („Zathura“, 2005), Griffin Dunnes Drama FIERCE PEOPLE –
JEDE FAMILIE HAT IHRE GEHEIMNISSE („Fierce People“, 2005), Bart
Freundlichs Jugendkrimi MISSION POSSIBLE – DIESE KIDS SIND NICHT ZU
FASSEN („Catch That Kid“, 2004), David Gordon Greens Familiendrama
UNDERTOW – IM SOG DER RACHE („Undertow“, 2004), Mike Figgis’
Thriller COLD CREEK MANOR – DAS HAUS AM FLUSS („Cold Creek Manor“,
2003), Rose Troches Familiendrama THE SAFETY OF OBJECTS (2001) sowie
das TV-Drama „Speak“.
Robert Pattinson (Edward Cullen)
Shootingstar Robert Pattinson machte als 19-Jähriger erstmals in der
Filmbranche Schlagzeilen, als er in Mike Newells HARRY POTTER UND
DER FEUERKELCH („Harry Potter and the Goblet of Fire“, 2005) für die
Rolle des Cedric Diggory besetzt wurde, Hogwarts offiziellen
Vertreter beim Triwizard Tournament. In einer Rückblende war
Pattinson in gleicher Rolle auch in David Yates’ Fortsetzung HARRY
POTTER UND DER ORDEN DES PHÖNIX („Harry Potter and the Order of the
Phoenix“, 2007) zu sehen.
Seine Laufbahn als Schauspieler hatte der Brite in Uli Edels
TV-Mehrteiler „Die Nibelungen“ begonnen. Er verkörperte darin neben
Stars wie Benno Fürmann und Samuel West den Giselher. Außerdem
wirkte er in Oliver Irvings Dramödie HOW TO BE – DAS LEBEN IST KEIN
WUNSCHTRAUM („How to Be“, 2008) mit, die beim Slamdance Film
Festival die Ehrung „Special Honorable Mention for Narrative
Feature“ erhielt. Außerdem überzeugte Pattinson in der Rolle des
jungen Salvador Dalí in Paul Morrisons Drama LITTLE ASHES (2008).
Schließlich stand Pattinson unlängst mit Emilie de Ravin, Pierce
Brosnan und Chris Cooper für Allen Coulters romantisches Drama
REMEMBER ME vor der Kamera, das Anfang 2010 in die amerikanischen
Kinos kommen soll.
Auch für das britische Fernsehen übernahm Pattinson Rollen, so als
Royal-Airforce-Pilot im BBC-Drama „The Haunted Airman“. Schließlich
sammelte er auch auf der Bühne Erfahrungen als Mitglied der Barnes
Theatre Group, etwa in der Hauptrolle von Thornton Wilders Drama
„Unsere kleine Stadt“ („Our Town“). Zu seinen anderen
Theaterengagements zählen Cole Porters Musical „Anything Goes“, die
Thomas-Hardy-Adaption „Tess of the D’Urbevilles“ sowie Shakespeares
„Macbeth“, aufgeführt am OSO Arts Centre.
Taylor Lautner (Jacob)
Mit 13 Jahren feierte Taylor Lautner sein Filmdebüt und übernahm die
Rolle des Sharkboy in Robert Rodriguez’ Familienfilm DIE ABENTEUER
VON SHARKBOY UND LAVAGIRL („The Adventures of Sharkboy and Lavagirl
3-D“, 2005). Nach diesem Durchbruch ergatterte er innerhalb weniger
Monate auch eine Rolle in Adam Shankmans Komödienfortsetzung IM
DUTZEND BILLIGER 2 – ZWEI VÄTER DREHEN DURCH („Cheaper by the Dozen
2“, 2005). Er spielte den Sohn von Steve Martins Rivalen Jimmy
Murtaugh, verkörpert von Eugene Levy.
Lautner wurde 1992 in Grand Rapids, im Bundesstaat Michigan geboren.
Mit sechs Jahren nahm er erstmals Karateunterricht und gewann
bereits ein Jahr später die ersten Turniere. Bald lud ihn der
siebenmalige Karateweltmeister Mike Chat zum Training ein. Mit acht
Jahren nahm er an der Weltmeisterschaft der World Karate Association
teil, wurde „Junior World Champion Weapons and Forms“ und gewann
drei Goldmedaillen. 2003, mit 11 Jahren, führte er bereits mehrere
Wettkampfkategorien des Kampfsports weltweit als Nummer eins an und
eroberte im nächsten Jahr als Träger eines Schwarzen Gürtels drei
Junior World Championships.
Interesse an der Schauspielerei verspürte Lautner erstmals als
Siebenjähriger, nachdem ihn sein Kampfsportlehrer überzeugt hatte,
in Los Angeles für einen Werbespot von Burger King vorzusprechen.
Drei Jahre später fasste seine Familie den schweren Entschluss nach
Los Angeles umzuziehen, damit Lautner sich dort regelmäßig für
Engagements vorstellen konnte. So kam er schließlich zu TV-Rollen in
der Sitcom „My Wife and Kids“, in „The Bernie Mac Show“, in der
Familienserie „Summerland“ sowie in „The Nick and Jessica Variety
Show“.
Außerdem hat sich Lautner als Sprecher in TV-Zeichentrickprogrammen
einen Namen gemacht: Er sprach mehrfach die Rolle des Youngblood in
„Danny Phantom“ und war in zwei Folgen von „What’s New, Scooby-Doo?“
und „Charlie Brown“ zu hören.
Ashley Greene (Alice)
Nachdem sie bereits in Catherine Hardwickes TWILIGHT – BISS ZUM
MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008) als Alice Cullen zu sehen war, fällt
Ashley Greene in der Fortsetzung NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE
(„The Twilight Saga: New Moon“, 2009) noch größere Bedeutung in
ihrer Rolle zu. Stephenie Meyers „Twilight“-Saga erzählt in bisher
vier Bänden eine Liebesgeschichte zwischen Mensch und Vampir und
entwickelte sich zu einem kulturellen Phänomen, das durch den
riesigen Erfolg des ersten Films sogar noch verstärkt wurde.
Nach TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN übernahm Greene die Titelrolle
in Lee Gordon Demarbres Suspensethriller SUMMER’S BLOOD („Summer“,
2009). Sie verkörperte eine junge Frau, die auf der Suche nach ihrem
biologischen Vater einer Familie von psychopathischen Killern in die
Hände fällt und als Geisel in deren Keller gefangen gehalten wird.
Außerdem hat Greene einen Kurzauftritt als Kevin Spaceys Sekretärin
in Jonas Pates Drama SHRINK (2009), das Sommer 2009 in die
amerikanischen Kinos kam.
Darüber hinaus spielte sie mit in Tony Krantz’ Independentproduktion
OTIS (2008), Irwin Winklers Drama HOME OF THE BRAVE („Home of the
Brave“, 2006) und in Mike Cahills Komödie KING OF CALIFORNIA („King
of California“, 2007). Außerdem stand sie zuletzt in John Alan
Simons Philip-K.Dick-Adaption RADIO FREE ALBEMUTH vor der Kamera, in
der die Geschichte alternative Wege geht und der fiktive korrupte
Politiker Ferris F. Fremont in den Sechzigerjahren US-Präsident
wird.
Zu ihren TV-Engagements zählen Rollen in den Hit-Serien „Shark“ („Shark“)
und „Crossing Jordan“ („Crossing Jordan“), sowie in der Soap „Desire“,
wo sie in mehreren Folgen die Renata spielte, als auch ein Auftritt
in der Serie „MADtv“.
Im August 2009 wurde Greene mit dem „Teen Choice Fresh Faces Award“
ausgezeichnet – eine Ehrung für die populärste aufstrebende
Jungdarstellerin in Hollywood. Greene repräsentiert als Sprecherin
auch die amerikanische Organisation „DonateMyDress.org“, die
Teenagern aus ärmeren Familien kaum benutzte Kleider für den
Abschlussball an der High School zur Verfügung stellt.
Sport betreibt Greene mit Leidenschaft und auch wettkampfmäßig. So
nahm sie an Cheerleading- und Tanzwettbewerben teil, war als Kind
und Jugendliche Mitglied der Schwimm-, Tauch- und Volleyballteams
ihrer Schulen. Derzeit gehören Tae Kwon Do und Surfen zu den
Lieblingssportarten von Greene, die in Los Angeles wohnt.
Rachelle Lefevre (Victoria)
Nach ihrem Auftritt im Blockbuster TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN
(„Twilight“, 2008) ist die Kanadierin auch in NEW MOON – BISS ZUR
MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) in der Rolle der
Victoria zu sehen. Sie setzt darin als skrupelloser weiblicher
Vampir mit flammenden Haaren ihren Rachefeldzug gegen die von
Kristen Stewart verkörperte Heldin, Bella fort.
Demnächst wird Lefevre an der Seite von Oaul Giamatti in BARNEY’S
VERSION zu sehen sein. Regie führte Richard J. Lewis. In dieser
Adaption von Mordecai Richlers bekanntem Roman, der in Deutschland
unter dem Titel „Wie Barney es sieht“ erschienen ist, wird die
Geschichte von Barney (Paul Giamatti) erzählt, der für immer von den
drei Ehefrauen seines Lebens verändert wurde. Lefevre übernimmt
dabei die Rolle seiner ersten Ehefrau Clara, einer jungen, von
Sorgen erfüllten feministischen Poetin. Zu ihren weiteren
prominenten Filmpartnern zählen Dustin Hoffman, Minnie Driver, Scott
Speedman und Rosamund Pike.
Außerdem übernahm Lefevre an der Seite von Kevin Spacey und Barry
Pepper eine Nebenrolle in George Hickenloopers Thriller CASINO JACK,
der die wahre Geschichte des in Ungnade gefallenen Washingtoner
Lobbyisten Jack Abramoff auf die Leinwand bringt. Ein Skandal, der
in Washington als der größte seit Watergate gilt. Lefevre ist dabei
als Emily Miller zu sehen, die ehemalige Pressesekretärin von Tom
Delay und sitzengelassene Ex-Verlobte von Abramoffs Geschäftspartner
Michael Scanlon, von der viele vermuten, dass sie bei diesem Skandal
die erste und wichtigste FBI-Quelle gewesen war. In weiteren Rollen
sind neben Spacey und Pepper auch Kelly Preston und Jon Lovitz
vertreten.
Die Kanadierin war nach Los Angeles gezogen, nachdem sie die
weibliche Hauptrolle in der Sitcom „Life on a Stick“ ergattert
hatte. Hier spielte sie Lily, laut Lefevre ein „smarter Freigeist
und ein wildes Mädchen“. Auf diesen Einstieg ließ Lefevre eine
erfolgreiche TV-Karriere folgen. In fünf Folgen der Serie „Swingtown“
verkörperte sie die ehrgeizige Börsenbotin Melinda, die in den
Siebzigerjahren um ihren Platz in einem von Männern dominierten
Berufsfeld kämpft und schließlich dafür sorgt, dass die von Jack
Davenport gespielte Hauptfigur Jack seiner Ehefrau untreu wird.
Jacks Ehefrau wird verkörpert von Molly Parker. Ebenfalls über
mehrere Episoden hinweg war sie in der hoch gelobten Anwaltsserie
„Boston Legal“ („Boston Legal“) als Dana Strickland zu sehen, für
die Jerry, einer der Kanzleianwälte, entflammte. Diese Rolle hatte
David E. Kelly, Mastermind dieses Serienhits, extra für sie
geschrieben.
Sommer 2009 flimmerte Lefevre mit der Miniserie „The Summit“ über
die amerikanischen Bildschirme. In diesem Politthtriller über einen
geplanten Terroranschlag beim G8-Gipfel in Toronto spielte sie die
Aktivistentochter des von Bruce Greenwood verkörperten kanadischen
Premierministers, die nach einem Anschlag dem Pockenvirus ausgesetzt
ist und damit die Gesundheit von jedem Gipfelteilnehmer gefährdet.
Überzeugen konnte Lefevre auch als selbstbewusste Stripperin
Heather, die in der zweiten Staffel der Beziehungsserie „What About
Brian“ das Herz von Hauptdarsteller Matthew Davis erobert. Lefevres
aktuellste TV-Rolle ist in der neuen Anwaltsserie „The Deep End“ zu
verfolgen. Hier ist sie als Anwaltsgehilfin hin- und hergerissen
zwischen dem neuen Mitarbeiter Dylan, gespielt von Matt Long, und
Kanzleipartner Cliff, der von Billy Zane verkörpert wird.
Auf der großen Leinwand hat Lefevre bereits die unterschiedlichsten
Figuren mit Leben erfüllt. Im Sommer 2009 startete in den US-Kinos
J.B. Rogers’ Komödie POOL BOYS (2009) – ein Remake von Paul
Brickmans Komödienklassiker LOCKERE GESCHÄFTE („Risky Business“,
1983), das von Warren Zide, Produzent von AMERICAN PIE („American
Pie“, 1999), produziert wurde. An der Seite von Matthew Lillard und
Tom Arnold spielt sie hier die Klartext redende Hostess Laura, die
einen Sommer lang Bordellchefin wird. Ein ziemlicher Kontrast dazu
war Lefevres Rolle in FUGITIVE PIECES (2007). In dieser von Jeremy
Podeswa inszenierten, mit Stephen Dillane und Rosamund Pike
besetzten Adaption von Anne Michaels’ internationalem Bestseller ist
Lefevre als junge, lebhafte Jüdin Naomi zu sehen, deren Ehe von den
Wunden, die der Holocaust hinterließ, schwer in Mitleidenschaft
gezogen wird. Produziert wurde der Film von Robert Lantos, der
bereits David Cronenbergs Erfolgsfilm TÖDLICHE VERSPRECHEN („Eastern
Promises“, 2007) produziert hatte.
Privat engagiert sich die Schauspielerin mit großer Leidenschaft für
die Organisation „School on Wheels“, die Bildungsdefizite bekämpft,
sowie für die „Susan G Komen Foundation“ – hier als Botschafterin
für die Heilung von Brustkrebs. Bergsteigen, Reiten und Tauchen
zählen zu ihren großen Hobbys, wie auch das Reisen.
Billy Burke (Charlie)
Billy Burke ist ein wandelbarer und faszinierender Schauspieler,
hoch gelobt und erfolgreich mit Auftritten in Kinofilmen und
TV-Projekten. Wie schon in Catherine Hardwickes Hit TWILIGHT – BISS
ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008), übernimmt er auch in NEW MOON –
BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) die
Rolle von Bella Swans Vater Charlie. Auch im dritten Teil der Reihe,
ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT („The Twilight Saga: Eclipse“) wird er
diese Rolle verkörpern.
Vor seinem Ausflug in die Vampirwelt jagte er an Diane Lanes Seite
als FBI-Agent einen Serienkiller in Gregory Hoblits Thriller
UNTRACEABLE („Untraceable“, 2008) und hatte ein Jahr zuvor bereits
in Hoblits Thriller DAS PERFEKTE VERBRECHEN („Fracture“, 2007)
mitgewirkt. Hier an der Seite von Anthony Hopkins und Ryan Gosling.
In einem gänzlich anderen Genre, in Robert Bentons romantischem
Drama ZAUBER DER LIEBE („Feast of Love“, 2007), spielte er
schließlich neben Morgan Freeman und Greg Kinnear einen
verheirateten Mann, der mit Radha Mitchell eine Affäre hatte.
Zu Burkes weiteren Filmen zählen Independentproduktionen wie die mit
John Savage besetzte Thriller THE GRIFT (2008, Regie: Ralph E.
Portillos) und Andrew Sheas Thriller FORFEIT (2007) mit Sherry
Stringfield in der weiblichen Hauptrolle. Letzterer wurde auf dem
South By Southwest Film Festival uraufgeführt. Nicht zu vergessen
Jordan Bradys Kultkomödie DILL SCALLION (1999), die mit Peter Berg,
Henry Winkler und Lauren Graham in weiteren zentralen Rollen seine
Premiere beim Sundance Film Festival feierte. Daneben war Billy
Burke auch in großen Studioproduktionen zu sehen, so mit Joaquin
Phoenix und John Travolta in Jay Russells Drama IM FEUER („Ladder
49“, 2004); mit Morgan Freeman in Lee Tamahoris Entführungsthriller
IM NETZ DER SPINNE („Along Came a Spider“, 2001); sowie mit Billy
Crudup in Robert Townes Sportlerbiografie WITHOUT LIMITS (1998).
Im Fernsehen beeindruckte er unter anderem mit einem beunruhigenden
Auftritt in sechs Folgen der zweiten Staffel des Thrillerhits „24“,
sowie mit der für ABC realisierten Therapeutenserie „Wonderland“,
für die Peter Berg als Autor und Regisseur mitverantwortlich
zeichnete.
Peter Facinelli (Carlisle)
Dank vieler überzeugender und markanter Darstellungen gehört Peter
Facinelli zu den gefragtesten Schauspielern Hollywoods. In NEW MOON
– BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009)
spielt er nach TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008)
ein zweites Mal die begehrte Rolle des Patriarchen des Cullen-Clans.
Er steht seit August 2009 auch für den von David Slade inszenierten
dritten Teil der Reihe, ECLIPSE –- BISS ZUM ABENDROT („The Twilight
Saga: Eclipse“) als Carlisle Cullen vor der Kamera.
Einen weiteren großen Erfolg verbuchte Facinelli unlängst auch im
Fernsehen: Er spielt eine Hauptrolle in „Nurse Jackie“, dem neuen,
mit Emmy®-Preisträgerin Edie Falco besetzten Komödienhit des
Kabelsenders Showtime. Die halbstündige Comedyserie mit Facinelli in
der Rolle von Dr. Cooper, einem attraktiven, höchst erfolgreichen
Arzt, der von einer schrulligen Variante des Tourette Syndroms
geplagt wird, soll demnächst mit einer zweiten Staffel fortgesetzt
werden.
Starken Eindruck machte der New Yorker Schauspieler auch in der
preisgekrönten Justizserie „Damages – Im Netz der Macht“ („Damages“).
In acht Folgen spielte er die wichtige Rolle von Gregory Malina,
einem entscheidenden Zeugen von Anwältin Patty Hewes (Glenn Close)
in ihrem Fall gegen den undurchsichtigen, von Ted Hanson gespielten
Milliardär Arthur Frobisher. Seine unbestreitbare Wandelbarkeit
unterstrich Facinelli auch mit seiner Hauptrolle in der sexy
Krimiserie „Fastlane“ („Fastlane“), die von Regisseur und Produzent
McG entwickelt wurde, sowie als beliebter, erfolgreicher
Kunststudent und Freund von Lauren Ambroses Figur Claire in einigen
Folgen der Familienserie „Six Feet Under – Gestorben wird immer“ („Six
Feet Under“). Mit seinen Kolleginnen und Kollegen wurde Facinelli
2005 in der Kategorie „Outstanding Performance by an Ensemble in a
Drama Series“ für einen Screen Actors Guild Award nominiert.
Vielseitigkeit bewies Facinelli auch im Kino. Zuletzt war er als
Freund von Brittany Snow in Peter Tolans Komödie FINDING AMANDA
(2008) zu sehen, die mit Matthew Broderick in einer weiteren
zentralen Rolle beim Tribeca Film Festival uraufgeführt wurde.
Außerdem wirkte er an der Seite von Dwayne „The Rock“ Johnson mit in
Chuck Russells Action-Fantasyhit THE SCORPION KING („The Scorpion
King“, 2002) und neben Drew Barrymore auch in Penny Marshalls Drama
UNTERWEGS MIT JUNGS („Riding in Cars With Boys“, 2001). Hoch gelobt
wurde er schließlich für seine Darstellung des jungen
Vertreterkollegen von Danny DeVito und Kevin Spacey in John
Swanbecks Dramödie THE BIG KAHUNA – EIN DICKER FISCH („The Big
Kahuna“, 1999). Dieser Film wurde beim Sundance Film Festival und
beim Film Festival von Toronto erstmals Presse und Publikum gezeigt.
Zu seinen weiteren Filmen zählen Walter Hills, mit Angela Bassett
und James Spader besetzter Sci-Fi-Film SUPERNOVA („Supernova“,
2000), Harry Elfonts und Deborah Kaplans Teenkomödie ICH KANN’S KAUM
ERWARTEN („Can’t Hardly Wait“, 1998), in der Jennifer Love Hewitt
seine Partnerin war. Er spielte in Annette Heywood Carters Teendrama
FOXFIRE – VERSTECK DER ANGST („Foxfire“, 1986) mit einer jungen
Angelina Jolie in der weiblichen Hauptrolle, sowie Tim McCanlies’
Kleinstadt-Dramödie DANCER, TEXAS („Dancer, Texas Pop. 81“, 1998),
in der er unter anderem mit Breckin Meyer vor der Kamera stand.
Peter Facinelli wuchs in seiner Geburtsstadt New York auf, besuchte
die „Tisch School of the Arts“, die der New York University
angeschlossen ist, und arbeitete als Schauspieler in New York, bis
ihn die Titelrolle im TV-Drama „Jimmys Tod - Und was kam danach“
(„After Jimmy“) schließlich nach Los Angeles führte.
Nikki Reed (Rosalie)
Bereits mit ihrem Filmdebüt in Catherine Hardwickes Teendrama
DREIZEHN („Thirteen“, 2003) erspielte sich Nikki Reed höchstes
Kritikerlob. Dabei stand sie 14-jährig nicht nur mit Holly Hunter
vor der Kamera, sondern hatte auch im Team mit Hardwicke das
Drehbuch geschrieben. Heute ist Reed 21 Jahre alt und hat ihr Talent
als vielseitige und überzeugende Darstellerin schon oft unter Beweis
gestellt.
Bereits in Hardwickes Welterfolg TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN
(„Twilight“, 2008) spielte Reed die von Carlisle Cullen zum Vampir
verwandelte Rosalie und schlüpft nun auch in NEW MOON – BISS ZUR
MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) in diese Rolle.
Daneben übernahm sie auch die Hauptrolle in Vlad Yudins Komödie LAST
DAY OF SUMMER (2009), die sie auch als ausführende Produzentin
betreute. In dieser Independentproduktion verändert sie als schöne
Kundin eines Fast-Food-Ladens für immer das Leben eines
Angestellten, der nach ständigen Quälereien durch seinen Chef die
Grenze seiner Belastbarkeit erreicht hat. Abgedreht ist auch Deon
Taylors Horrorthriller CHAIN LETTER (2009), hinter dem mit „Twisted
Pictures“ die Produktionsfirma von SAW („Saw“, 2004) steht.
Darüber hinaus wirkte Reed, die als Ben McKenzies Freundin Sadie
Campbell auch in einigen Folgen der Hitserie „O.C., California“ („The
O.C.“) zu sehen war, in Nick Guthes Krimi MEIN ERSTER MORD („Mini’s
First Time“, 2006) mit. Hier spielte sie an der Seite von Luke
Wilson, Jeff Goldblum und Carrie Anne Moss eine rebellische
Teenagerin, die als Call Girl ihr Taschengeld aufbessert, bis ihr
von Alec Baldwin gespielter Stiefvater Kunde ihrer Agentur wird,
wodurch sie in einen Strudel von Leidenschaft und Mord gerät.
Davor verkörperte Reed die Schwester von Skateboardstar Tony Alva in
DOGTOWN BOYS („Lords of Dogtown“, 2005). Dieses mit Heath Ledger und
Emile Hirsch besetzte Porträt der Surfer- und Skaterszene
Kaliforniens in den frühen Siebzigerjahren wurde erneut von
Catherine Hardwicke inszeniert.
Nikki Reed lebt in ihrer Heimatstadt Los Angeles, schreibt in ihrer
Freizeit und ist eine leidenschaftliche Reiterin.
Jackson Rathbone (Jasper)
In Singapur geboren, lebte Jackson Rathbone bereits in Indonesien,
London, Connecticut, Kalifornien und Norwegen, bevor er schließlich
nach Texas zog. Dort schloss er sich „The Pickwick Players“ an,
einer regional auftretenden Theatertruppe für junge Schauspieler. Um
sich auf seine beiden großen Leidenschaften, die Schauspielerei und
die Musik, konzentrieren zu können, besuchte er schließlich im
Nordwesten von Michigan die angesehene Interlochen Arts Academy,
eine Privatschule mit künstlerischem Schwerpunkt, auf der er eine
Bühnenausbildung erhielt. Während dieser Zeit trat er beim Southwest
Shakespeare Festival in der Rolle des Ferdinand in „Der Sturm“ („The
Tempest“) auf und fand auf seiner Schule Freunde fürs Leben, die
sein Interesse an der Kunst teilen.
Nach seinem Abschluss in Interlochen versuchte er sein Glück in der
Film- und Fernsehmetropole Los Angeles, sicherte sich auf Anhieb ein
Engagement bei der Show „Disney 411“, durfte dabei als
Entertainmentreporter Stars des Disney-Channels wie Hilary Duff oder
Raven-Symoné interviewen. Während er auch in mehreren Werbespots vor
der Kamera stand, zog er weitere TV-Rollen an Land, darunter in der
Gerichtsserie „Close To Home“ („Close To Home“), im Teenhit „O.C.,
California“ („The O.C.“), in der Sitcom „Familienstreit De Luxe“ („The
War at Home“) sowie in acht Folgen der Familienserie „Beautiful
People“.
Obwohl Rathbone normalerweise in Hauptrollen besetzt wird, sucht der
Jungschauspieler auch die Herausforderung interessanter
Charakterrollen, wie etwa in Rob Schneiders Actionkomödie BIG STAN –
KLEINER ARSCH GANZ GROSS! („Big Stan“, 2007) oder in Nick Weiss’
Komödie SENIOR SKIP DAY (2008). Um irgendwann einmal nicht nur vor
der Kamera, sondern als Regisseur auch dahinter stehen zu können,
gründete Rathbone mit „Patchmo Entertainment“ auch seine eigene
Produktionsgesellschaft.
Als leidenschaftlicher Musikliebhaber schreibt Rathbone seine Songs
selbst und ist von den unterschiedlichsten musikalischen
Stilrichtungen fasziniert. Im Gardenia Restaurant in West Hollywood
stand er erstmals als Musiker auf der Bühne, gründete dann mit Ben
Graupner, einem Freund aus den Tagen an der Interlochen Arts Academy,
die Band „100 Monkeys“. Wenn er nicht gerade vor der Kamera oder für
die Aufnahme eines Albums im Studio steht, spielt er mit seiner Band
in verschiedenen Szenelokalen rund um Los Angeles, darunter The
Viper Room und The Scene in Glendale.
Seit er seine Arbeit an den TWILIGHT-Filmen begann und auch in M.
Night Shyamalans neuem Großprojekt THE LAST AIRBENDER – DIE LEGENDE
VON AANG („The Last Airbender“) eine Hauptrolle übernahm, lebt
Jackson Rathbone nur noch aus dem Koffer.
Kellan Lutz (Emmett)
In nur wenigen Jahren ist die Karriere des 23-jährigen Schauspielers
richtig in Fahrt gekommen. Nachdem er die erste Staffel von Lisa
Kudrows HBO-Sitcom „The Comeback“ als festes Ensemblemitglied
abgedreht hatte, wurde er sofort fürs Kino entdeckt. In Jessica
Bendingers Sportlerdrama REBELL IN TURNSCHUHEN („Stick It“, 2006)
spielte er einen BMX-Biker, der sich mit der von Missy Peregrym
verkörperten Hauptfigur, einer Turnerin, anfreundet. In Steve Pinks
Komödie S.H.I.T. – DIE HIGHSCHOOL GMBH („Accepted“, 2006) schloss er
sich als einer der beiden Molson-Zwillinge dem von Justin Long ins
Leben gerufenen Pseudo-College an.
Mit Catherine Hardwickes TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN
(„Twilight“, 2008) war Kellan Lutz in seinem ersten Welthit zu
sehen. Nach der Fortsetzung NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The
Twilight Saga: New Moon“, 2009) wird Lutz auch im dritten Teil der
Saga, ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT („The Twilight Saga: Eclipse“)
Emmett Cullen verkörpern.
Darüber hinaus setzte er parallel auch seine TV-Karriere fort. So
war er als George Evans, einer der besten, aber auch arrogantesten
Athleten seiner Schule in bisher sechs Folgen von „90210“ („90210“)
mit von der Partie, ein Remake der populären Teenserie der
Neunzigerjahre. Außerdem verkörperte er einen Soldaten in der
siebenteiligen Miniserie „Generation Kill“, die ausführend
produziert und mitverfasst wurde von David Simon und Ed Burns, dem
Kreativteam hinter der hoch gelobten Krimi- und Copserie „The Wire“
(„The Wire“). Die Miniserie basiert auf Evan Wrights preisgekröntem
gleichnamigem Sachbuch und erzählt hautnah von den Erlebnissen
junger Marines, die mit ihrer Einheit die erste Angriffswelle bei
der Einnahme von Bagdad bildeten. „Generation Kill“ wurde, mit Evan
Wright als Koautor und Berater, komplett in Afrika gedreht und von
HBO im Juli 2008 ausgestrahlt.
Zu den weiteren bekannten Filmen von Kellan Lutz zählen zwei Remakes
erfolgreicher Horrorhits. So spielte er an der Seite von Brittany
Snow in Nelson McCormicks PROM NIGHT („Prom Night“, 2008), der
fiktiven Geschichte eines High-School-Abschlussballs, der von einem
sadistischen Killer gestört wird.
Anna Kendrick (Jessica)
Mit ihrer Hauptrolle im Teendrama ROCKET SCIENCE (2007), inszeniert
von Newcomer Jeffrey Blitz, machte Anna Kendrick erstmals auf sich
aufmerksam. Für ihre Darstellung eines extrem ehrgeizigen Mitglieds
eines High-School-Debattierteams wurde sie hoch gelobt und als
„Beste Nebendarstellerin“ für einen Independent Spirit Award
nominiert. Der Film selbst erhielt beim Sundance Film Fesival den „Director’s
Award“ und wurde für den „Grand Jury Price“ vorgeschlagen.
In Catherine Hardwickes Erfolgsfilm TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN
(„Twilight“, 2008) war sie erstmals als Bellas Freundin Jessica
Stanley zu sehen. Sie spielt diese Rolle auch in NEW MOON – BISS ZUR
MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) und im dritten
Kapitel der Saga, ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT („The Twilight Saga:
Eclipse“).
Eine überzeugende Darstellung zeigte Kendrick unlängst auch in Jason
Reitmans, mit ernsten Tönen durchsetzter Komödie UP IN THE AIR („Up
in the Air“, 2009). An der Seite von George Clooney und Jason
Bateman spielt sie die ehrgeizige Collegeabsolventin Nathalie Keener,
die in der Firma, für die auch Clooney arbeitet, Karriere machen
will. Eine Firma, die auf „Karriereübergangsberatung“ spezialisiert
ist – ein Euphemismus für das effektive Feuern von Mitarbeitern.
Reitmans beim Toronto Film Festival uraufgeführter und gefeierter
Film kommt Weihnachten 2009 in die amerikanischen Kinos.
Abgedreht hat Kendrick auch Edgar Wrights neuen Film SCOTT PILGRIM
GEGEN DEN REST DER WELT („Scott Pilgrim vs. The World“). In dieser
Adaption eines Graphic Novel, verkörpert sie Stacey Pilgrim, die
Schwester der von Michael Cera gespielten Titelfigur.
Ihr Filmdebüt hatte die Schauspielerin in Autor Todd Graffs
Regieerstling CAMP (2003) absolviert. Der Film stieß beim Sundance
Film Festival auf ausgesprochen positive Resonanz und brachte ihr in
der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“ Nominierungen für einen
Independent Spirit Award sowie für den jährlich vergebenen
Chlotrudis Award ein.
Ihre Karriere im Theater begann die Bühnenveteranin 1997 mit ihrer
Darstellung der Dinah Lord in der Broadwayaufführung von Cole
Porters Musical „High Society“. Für ihre erstaunliche Leistung
erhielt die damals 12-Jährige in der Kategorie „Best Featured
Actress in a Musical“ eine Tony®-Nominierung und war damit die
zweitjüngste Darstellerin, die je für den wichtigsten Theaterpreis
vorgeschlagen wurde. Darüber hinaus wurde sie für diese Rolle für
einen Drama Desk Award und einen FANY Award nominiert. Zu ihren
weiteren Bühnenengagements zählen die mit Jeremy Irons an der New
York City Opera inszenierte Aufführung von Stephen Sondheims „A
Little Night Music“, eine Rolle in „My Favorite Broadway/The Leading
Ladies: Live at Carnegie Hall“ sowie Broadway-Workshops für „Jane
Eyre“ und „The Little Princess“.
Anna Kendrick lebt in Los Angeles.
Michael Sheen (Aro)
Mit seinen beeindruckenden Darstellungen vor der Kamera und auf der
Bühne zählt Michael Sheen zu den herausragendsten britischen
Schauspielern seiner Generation. Zuletzt überzeugte er im
schwarzhumorig durchsetzten biografischen Drama THE DAMNED UNITED
(2009). Unter der Regie von Tom Hooper, verantwortlich für die
preisgekrönte Miniserie „John Adams“ und nach einem Drehbuch von
Peter Morgan, der David Peaces Roman adaptierte, spielte Sheen den
streitlustigen ehemaligen Team-Manager von Leeds United. Der März
2009 in den britischen Kinos gestartete Film, der 1974 Cloughs nur
44 Tage umspannende Amtszeit als Team-Manager des Top-Clubs
begleitet, erreichte sofort die Spitze der britischen Kinocharts und
brachte Sheen erstklassige Presserezensionen ein. Der Film wurde
später auch in den USA sehr positiv aufgenommen.
Nach seiner Rolle als Clanchef der Volturi in NEW MOON – BISS ZUR
MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) wird Sheen dem
weißes Kaninchen in Tim Burtons mit Spannung erwartetem Projekt
ALICE IM WUNDERLAND („Alice in Wonderland“ 2010) seine Stimme
leihen. Außerdem spielt Sheen einen Nachtclubbesitzer in TRON LEGACY
(2010), Joseph Kosinskis Fortsetzung von Steven Lisbergers
virtuellem Klassiker TRON („Tron“, 1982).
2009 war Sheen in zwei völlig unterschiedlichen Erfolgsfilmen zu
sehen. Zunächst als TV-Talker David Frost in FROST/NIXON
(„Frost/Nixon“, 2008), Ron Howards Adaption von Peter Morgans
Theaterstück, die fünf Oscar®-Nominierungen, darunter als „Bester
Film“, erhielt. Schließlich auch als Lucian, Anführer der Lykaner,
in UNDERWORLD: AUFSTAND DER LYKANER („Underworld: The Rise of the
Lycans“, 2009), einem von Patrick Tatopoulos inszeniertem Prequel im
populären Vampir/Werwolf-Franchise.
Eine weitere wichtige Rolle in den letzten Jahren übernahm Sheen in
Steven Savalichs biografischem Drama MUSIC WITHIN (2007), der
Geschichte von Richard Pimentel, der sich früh für die Rechte von
Versehrten und Körperbehinderten einsetzte und als engagierter
Aktivist mitverantwortlich war, dass 1990 der „Americans with
Disabilities Act“ erlassen wurde. Sheen verkörperte Pimentels besten
Freund Art – ein an den Rollstuhl gefesseltes Genie, das mit Witz
die Vorurteile entschärft und abwehrt, mit denen er sich täglich
konfrontiert sieht.
Eine seiner wichtigsten Rollen hat Sheen bereits zweimal gespielt
und wird sie auch ein drittes Mal übernehmen. Unter der Regie von
Stephen Frears verkörperte er den britischen Premierminister Tony
Blair erstmals im TV-Drama „Doppelspitze“ („The Deal“). Es folgte
Frears’ Kinohit DIE QUEEN („The Queen“, 2006), der Sheen in der
Rolle Blairs zahllose Auszeichnungen einbrachte. Darunter etwa als
„Bester Nebendarsteller“ einen Los Angeles Film Critics Award und
eine Nominierung für einen Award der British Academy of Film and
Television Arts (BAFTA). Geplant ist, dass Sheen in Richard
Loncraines Politdrama THE SPECIAL RELATIONSHIP Blair ein drittes Mal
vor die Kamera bringen soll.
Sein Filmdebüt hatte Sheen als Lakai von Dr. Jekyll in Stephen
Frears’ Horrordrama MARY REILLY („Mary Reilly“, 1996) gefeiert – in
einem mit Julia Roberts, John Malkovich und Glenn Close prominent
besetzten Ensemble. Zu seinen weiteren wichtigen Kinofilmen zählen
Edward Zwicks Drama BLOOD DIAMOND („Blood Diamond“, 2006) mit
Leonardo DiCaprio und Djimon Hounsou, Ridley Scotts Kreuzzugsepos
KÖNIGREICH DER HIMMEL („Kingdom of Heaven“, 2005), Peter Howitts
romantische Komödie LAWS OF ATTRACTION („Laws of Attraction“, 2004),
Richard Donners Fantasyabenteuer TIMELINE („Timeline“, 2003),
Stephen Frys Evelyn-Waugh-Adaption BRIGHT YOUNG THINGS („Bright
Young Things“, 2003), Shekhar Kapurs Abenteuerfilm DIE VIER FEDERN
(„The Four Feathers“, 2002) und Brian Gilberts Drama OSCAR WILDE
(„Wilde“, 1997).
Michael Sheen ist in Wales geboren und wuchs in der Industriestadt
Port Talbot auf. Dort kam auch Anthony Hopkins zur Welt, in der
unmittelbaren Umgebung ebenso Richard Burton. Seine
schauspielerische Ausbildung erhielt er an der renommierten Royal
Academy of Dramatic Art (RADA). Er wurde bereits im zweiten
Studienjahr für seine konstant herausragenden Leistungen mit dem
begehrten Laurence-Olivier-Stipendium ausgezeichnet.
Noch während seines Studiums ergatterte Sheen 1991 eine Hauptrolle
an der Seite von Vanessa Redgrave in „When She Danced“ -
gleichzeitig sein Debüt am Londoner West End. Dort war Sheen später
auch in Peter Halls Wiederaufführung von „Amadeus“ zu sehen und
erhielt für seine Darstellung Mozarts eine Nominierung für den
Olivier Award. Mit dieser Rolle feierte er 1999 auch sein
Broadwaydebüt.
Für seine Darstellungen in „Blick zurück im Zorn“ („Look Back in
Anger“) und „Caligula“ wurde Sheen zwei weitere Male für den Olivier
Award vorgeschlagen und gewann darüber hinaus für „Caligula“ als
„Bester Darsteller“ einen London Critics Circle Award sowie einen
London Evening Standard Award. Großes Kritikerlob wurde ihm auch für
seine Leistungen in den Aufführungen von „Romeo und Julia“ („Romeo
and Juliet“), „Peer Gynt“ und „Heinrich V“ („Henry V“) zuteil.
Große Erfolge feierte Sheen am Broadway auch mit „Frost/Nixon“: Er
spielte dort im Sommer 2007 David Frost an der Seite von Frank
Langella in der Rolle von Richard Nixon. Auch für diese Darstellung
bekam Sheen eine Reihe von Auszeichnungen, darunter eine Nominierung
für einen Drama League Award in der Kategorie „Distinguished
Performance“. Sheen führte das Stück auch nach London und wurde für
seine Leistung in den kontinuierlich ausverkauften Vorstellungen für
einen Olivier Award und einen Evening Standard Award vorgeschlagen.
Schließlich zeigte Sheen sein Können auch in verschiedenen
Fernsehproduktionen: Im biografischen BBC-Drama „Kenneth Williams:
Fantabulosa“ porträtierte er herzzerreißend den verstorbenen
britischen Starkomiker Williams und wurde 2006 für diese Leistung
für einen Award der British Academy of Film and Television Arts
nominiert, wie auch für einen Best Actor Award der Royal Television
Society. Darüber hinaus wurde er für „Dirty Filthy Love“, ein Drama
über einen Architekten, der mit seinen Zwangsstörungen zu leben
versucht, für einen Award der British Academy of Film and Television
Arts vorgeschlagen.
Für seine künstlerischen Leistungen wurde Sheen schließlich eine
weitere große Ehre zuteil. Im Juni 2009 nahm er durch die Queen
seine bereits Anfang des Jahres angekündigte Ernennung zum Officer
of the Order of the British Empire (OBE) entgegen.
Dakota Fanning (Jane)
Nach NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New
Moon“, 2009) wird Jungstar Dakota Fanning in Floria Sigismondis
musikalischer Biografie THE RUNAWAYS zu sehen sein, als Cherie
Currie, Leadsängerin der in den Siebzigerjahren enorm populären
Girlband. Mit von der Partie ist auch Kristen Stewart als Joan Jett.
2009 war sie in den Kinos in zwei gänzlich unterschiedlichen Filmen
präsent. Nur mit ihrer Stimme in der Titelrolle von Henry Selicks
skurrilem 3-D-Animationsfilm CORALINE („Coraline“, 2009) sowie in
Paul McGuigans Thriller PUSH („Push“, 2009), in dem sie, unterstützt
von einem prominenten Ensemble, Cassie, die weibliche Hauptrolle,
spielte.
Davor überzeugte sie mit ihrer Darstellung in Gina Prince-Bythewoods
Drama DIE BIENENHÜTERIN („The Secret Life of Bees“, 2008), einer
Adaption des hoch gelobten Bestsellers von Sue Monk Kidd, die sie
mit Queen Latifah, Alicia Keys, Sophie Okonedo, Jennifer Hudson und
Paul Bettany vor die Kamera führte. Für ihre darstellerische
Leistung wurde sie schließlich für einen Critics Choice Award
vorgeschlagen.
Fannings Filmdebüt ist in Jessie Nelsons Drama ICH BIN SAM („I Am
Sam“, 2001) zu bestaunen, in dem sie an der Seite von Michelle
Pfeiffer die Tochter Sean Penns verkörperte. Ein Critics Choice
Award als „Best Young Actor“ sowie eine Nominierung für einen Screen
Actors Guild Award, die sie zur jüngsten Schauspielerin machte, der
je diese Ehre zuteil wurde, waren der Lohn für ihre eindrucksvolle
Leistung. Kurz danach übernahm sie eine Hauptrolle in der von Steven
Spielberg produzierten Sci-Fi-Miniserie „Taken - Entführt“ („Taken“),
die bis heute der Quotenkönig des Sci-Fi-Channels blieb und 2003 in
der Kategorie „Outstanding Miniseries“ mit dem Emmy® ausgezeichnet
wurde.
Darüber hinaus spielte Fanning mit Charlize Theron in Luis Mandokis
Entführungsthriller 24 STUNDEN ANGST („Trapped“, 2002), mit Mike
Myers in Bo Welchs Kinderfilm EIN KATER MACHT THEATER („Dr. Seuss’
Cat in the Hat“, 2003), mit Brittany Murphy in Boaz Yakins
Teenkomödie UPTOWN GIRLS – EINE ZICKE KOMMT SELTEN ALLEIN („Uptown
Girls“, 2002), als junge Ausgabe von Reese Witherspoon in Andy
Tennants Romanze SWEET HOME ALABAMA – LIEBE AUF UMWEGEN („Sweet Home
Alabama“, 2002) sowie mit Robin Wright Penn und David Morse in
Deborah Kampmeiers kontroversem Drama HOUND DOG (2007).
Denzel Washington war ihr Beschützer in Tony Scotts Thrillerremake
MANN UNTER FEUER („Man on Fire“, 2004), das ihr die zweite
Nominierung für einen Critics Choice Award einbrachte. Ein Jahr
später verkörperte sie Robert DeNiros Tochter in John Polsons
Thriller HIDE AND SEEK – DU KANNST DICH NICHT VERSTECKEN („Hide and
Seek“, 2005) und wurde dafür bei den MTV Movie Awards in der
Kategorie „Most Frightened Performance“ prämiert.
Ihren zweiten Critics Choice Award erhielt Fanning für ihre
Darstellung von Tom Cruises Tochter in Steven Spielbergs Sci-Fi-Hit
KRIEG DER WELTEN („The War of the Worlds“, 2005). Im gleichen Jahr
wirkte sie an der Seite von Kurt Russell in John Gatins
Familiendrama DREAMER – EIN TRAUM WIRD WAHR („Dreamer“, 2005) mit,
das beim Toronto Film Festival uraufgeführt wurde.
Beim Sundance Film Festival feierte dagegen Rodrigo Garcías
Episodendrama NINE LIVES („Nine Lives“, 2005) Premiere. Die gesamte
prominente Besetzung, neben Fanning bestand unter anderem aus Glenn
Close, Holly Hunter, Sissy Spacek und Robin Wright Penn und wurde
für einen Gotham Award nominiert. Der Film selbst wurde für einen
Independent Spirit Award in der Kategorie „Bestes Drehbuch“
vorgeschlagen.
Schließlich war Dakota Fanning auch in der weiblichen Hauptrolle von
Gary Winicks Familienfilm SCHWEINCHEN WILBUR UND SEINE FREUNDE („Charlotte’s
Web“, 2006) zu sehen, einer Adaption des beliebten und verehrten
Romans von E.B. White. Dabei spielte Fanning eine reale Figur,
unterstützt von animierten Charakteren, denen im amerikanischen
Original Stars wie Julia Roberts, Oprah Winfrey und Robert Redford
ihre Stimmen liehen. Erneut wurde Fanning für einen Critics Choice
Award vorgeschlagen und schließlich auf der ShoWest als „Beste
Nebendarstellerin“ ausgezeichnet.
Chaske Spencer (Sam Uley)
Der gebürtige Lakota, Mitglied des großen Volks der Sioux, wuchs in
Indianerreservaten in Montana und Idaho auf. Als Kind träumte er von
einer Karriere als Fotograf, fand sich aber schon bald vor der
Kamera wieder, als er sich entschloss, Schauspieler zu werden. Nach
seinem Umzug nach New York jobbte er als Barkeeper und Kellner,
während er sein erstes großes Engagement erhielt – die Titelrolle in
einer Off-Broadway-Aufführung von „Dracula“.
Im Anschluss daran spielte er in New York auf verschiedenen Bühnen,
hatte dann das Glück, von Casting-Direktorin René Haynes entdeckt zu
werden. Die Film- und TV-Veteranin besetzte Spencer für sein
Filmdebüt, Chris Eyres Kriminaldrama SKINS (2002), für Steve Barrons
TV-Mehrstünder „DreamKeeper“ sowie für die von Steven Spielberg
mitproduzierte Miniserie „Into the West“ („Into the West“).
Ähnlich leidenschaftlich wie in der Schauspielerei ist Spencer in
seinem Bemühen, etwas zu bewirken, Dinge zu verändern. So ist er
Sprecher für die gemeinnützige Organisation „United Global Shift“:
Er kann damit Projekte ins Leben rufen oder unterstützen, die Armut
und Hunger bekämpfen, sich für erneuerbare Energien oder
Umweltschutz einsetzen. Darüber hinaus ist er auch hinter der Kamera
aktiv, leitet mit Produzentenveteran Ted Kurdyla und seiner
Managerin Josselyne Herman die Produktionsgesellschaft „Urban Dream“.
Alex Meraz (Paul)
Alex Meraz gehört zum Stamm der Purépecha, die die spanischen
Eroberer Tarasken nannten. Heutige Heimat der Purépecha ist der
mexikanische Bundesstaat Michoacán. Meraz wuchs in seiner
Geburtsstadt Mesa, in Arizona auf, arbeitete dann in Phoenix und
Umgebung. Er unterrichtete Klassen an Schulen und in Gemeindezentren
in allen möglichen Kunstbereichen. Dazu gehörte das Kunsthandwerk
der Maskenanfertigung, genauso wie Breakdancing. Heute hat sich der
Absolvent der New School for the Arts zu einem facettenreichen
Performer und Künstler entwickelt. 12 Jahre nahm er außerdem an
Wettkämpfen in Mixed Martial Arts teil - ein Kampfsport, der
verschiedene Stile in sich vereint. Dabei gewann er zahlreiche
Turniere in Karate und Capoeira, was schließlich dazu führte, dass
er ein Stuntman-Training mit Andy Cheng absolvieren durfte.
In der Welt des indianischen Tanzes gehört Meraz zu den gefragtesten
Performern. So hat er als Leadtänzer unter anderem mit berühmten
Choreographen wie Raoul Trujillo, Rulan Tangen oder auch Santee
Smith zusammengearbeitet und ist sogar Gründungsmitglied von Rulan
Tangens Tanzgruppe „Dancing Earth“. Seine Auftritte mit „Dancing
Earth“ brachten ihm schließlich die Ehre ein, für eine exklusive
Tanztruppe ausgewählt zu werden, die die USA bei einer Aufführung
für die jordanische Königsfamilie in Amman vertraten.
Seine Leistungen in der Welt der künstlerischen Performance führten
schließlich auch zu einer Rolle in Terrence Malicks poetischem
Siedlerepos THE NEW WORLD („The New World“, 2005), in dem er an der
Seite von Christian Bale und Colin Farrell erstmals vor der Kamera
stand.
Kiowa Gordon (Embry)
Kiowa Gordon wurde als siebtes von acht Kindern kurz nach dem Fall
der Mauer in Berlin geboren. Er war ein Jahr alt, als sein Vater die
Familie zurück nach Amerika, nach McLean im Bundesstaat Virginia
führte, um dort für die Regierung zu arbeiten. Ein Jahr später zog
die Familie in den Norden Arizonas, in das Hualapai-Reservat, damit
die Kinder dort ihr kulturelles Erbe kennenlernen und pflegen
konnten. Gordon hat die meiste Zeit seines Lebens in Arizona
verbracht. Als seine älteren Brüder auf die High School gingen, zog
die Familie nach Mesa, damit die Jungs bei einem der besten Teams
Arizonas Football spielen konnten. Er selbst besuchte verschiedene
High Schools, die Hermona Vista, die Stapley Jr. High und die
Mountain View High, bevor er sich mit seiner Mutter in Cave Creek
niederließ und dort auf die Cactus Shadows High School ging.
Seine Mutter Camille Nighthorse ist Mitglied der Screen Actors Guild
und besorgte ihrem heranwachsenden Sohn ein paar Statistenrollen in
Filmen. Sie hat stets ihre Kinder ermutigt, Schauspielunterricht zu
nehmen. Genau an dem Tag, an dem Kiowa Gordon eigentlich für NEW
MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009)
vorsprechen sollte, drängte sie ihren Sohn dazu, ein paar Stunden
vorher noch einen Schauspiellehrer in den Verve Studios aufzusuchen.
Das Vorsprechen selbst fand in Phoenix statt, alle Teenager mit
indianischen Wurzeln durften daran teilnehmen unter der Aufsicht von
Casting-Direktorin René Haynes, die aus dem kalifornischen Burbank
angereist war. Gordon sprach für die Rolle von Paul vor, bekam aber
nach überzeugender Leistung die Rolle von Embry angeboten.
Jamie Campbell Bower (Caius)
Jamie Campbell Bower zählt zu den herausragendsten britischen
Talenten seiner Generation. Der Jungstar hat eine aufregende Zeit
vor sich, steht derzeit für LONDON BOULEVARD, einer Adaption von Ken
Bruens gleichnamigem Roman vor der Kamera. Dieses Kriminaldrama,
Regiedebüt von Drehbuchautor William Monahan, erzählt die Geschichte
eines vor Kurzem auf Bewährung entlassenen Kriminellen, der eine
zurückgezogen lebende junge Schauspielerin kennen lernt. Sie wird
von Keira Knightley dargestellt, während Campbell Bower an der Seite
von Colin Farrell und Ray Winstone in der Rolle des „White Boy“ zu
sehen sein wird.
In NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“,
2009) verkörpert der junge Brite Caius, einen der drei Anführer der
Volturi Vampire. 2010 und 2011 wird man Campbell Bower als Gellert
Grindelwald in David Yates’ HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES
TODES („Harry Potter and the Deathly Hallows“) sehen können, in
einem Ensemble, dem unter anderem Emma Thompson, Jim Broadbent und
Michael Gambon angehören.
Obwohl der Jungschauspieler erst seit wenigen Jahren vor der Kamera
steht, finden sich in seiner Filmografie bereits einige hoch gelobte
Projekte. Tim Burtons schauriges Horrormusical SWEENEY TODD – DER
TEUFLISCHE BARBIER AUS DER FLEET STREET („Sweeney Todd and the Demon
Barber of Fleet Street“, 2007) markiert sein Filmdebüt, in einer
zentralen Rolle neben den Stars Johnny Depp, Alan Rickman und Helena
Bonham Carter. Darüber hinaus gehörte er mit Gerard Butler und
Thandie Newton zum Ensemble von Guy Ritchies Gangsterkomödie ROCK
‚N’ ROLLA („RocknRolla“, 2008) und von Martin Koolhovens Kriegsdrama
OORLOGSWINTER (2008).
Auch im Fernsehen beginnt sich der junge Brite einen Namen zu
machen. Mit Hayley Atwell und Sir Ian McKellen wird er in „The
Prisoner“ zu sehen sein, einer Neuauflage der Kultserie „Nummer 6“
(„The Prisoner“) der Sechzigerjahre, die Ende 2009 auf
amerikanischen Bildschirmen Premiere feiern soll. Zwei Jahre zuvor
hatte Campbell Bower in der BBC-Dramödie „The Dinner Party“ zum
ersten Mal überhaupt vor der Kamera gestanden, erhielt aber für
seine Darstellung des Douglas sofort höchstes Kritikerlob.
Elizabeth Reaser (Esme)
Innerhalb weniger Jahre ist Elizabeth Reaser als eine der viel
versprechendsten Schauspielerinnen in Hollywood hervorgetreten –
Resultat einer eindrucksvollen Kombination von Talent, Präsenz und
Energie. Für ihre Rolle in Ali Selims Drama SWEET LAND (2007) wurde
sie für einen Independent Spirit Award nominiert. Als Norwegerin
Inge zieht sie in dieser Geschichte in den Zwanzigerjahren ins
ländliche Minnesota, um dort den Mann zu treffen, der ihr Ehemann
werden sollte. „Ein Wunder von Stärke, Humor und Sinnlichkeit“
schwärmte die Branchenbibel Variety von ihrer Darstellung. Ähnliche
Begeisterung verriet die Los Angeles Times, die zu dem Fazit kam,
dass „nur wenige Schauspielerinnen vor der Kamera so dominieren
würden wie Reaser in dieser Rolle.“
Auch für ihre Fernseharbeiten wurde Reaser bereits prämiert. So
wurde sie für ihre Gastrolle in der Ärzteserie „Grey’s Anatomy – Die
jungen Ärzte“ („Grey’s Anatomy“), als Ava, die verstörte Patientin
und Freundin von Justin Chambers, für einen Emmy® nominiert.
Außerdem erhielt sie für ihre Mitwirkung in der Serie eine
Nominierung für den Screen Actors Guild Award in der Kategorie „Best
Ensemble“. Darüber hinaus spielte Reaser die Hauptrolle in der hoch
gelobten Beziehungsserie „The Ex List“.
In TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008) schlüpfte sie
erstmals in die Rolle der Clanmatriarchin Esme Cullen, die sie auch
in den nächsten zwei Filmkapiteln der Saga spielen wird.
Internationale Premiere beim Sundance Film Festival 2009 feierte
bereits Peter Callahans Drama AGAINST THE CURRENT (2009), das Reaser
an der Seite von Joseph Fiennes und Justin Kirk zwischen den
TWILIGHT-Filmen drehte.
Zu ihren weiteren Filmen zählen unter anderem Maria Maggentis
romantische Beziehungskomödie PUCCINI FOR BEGINNERS (2006), die 2006
ebenfalls beim Sundance Film Festival zu sehen war und darüber
hinaus auch das Outfest Film Festival eröffnete. Des Weiteren wirkte
sie mit in Ed Burns’ romantischem Drama PURPLE VIOLETS (2007),
unterstützt von Debra Messing, Selma Blair, Ed Burns und Donal Logue
mit, außerdem in Thomas Bezuchas Komödie DIE FAMILIE STONE –
VERLOBEN VERBOTEN! („The Family Stone“, 2005), Marc Forsters
Mysterythriller STAY („Stay“, 2005), Henry Beans Drama INSIDE A
SKINHEAD („The Believer“, 2001), in dem - wie schon in STAY - Ryan
Gosling mit ihr vor der Kamera stand. Schließlich war sie auch zu
sehen in Eric Schaeffers Beziehungskomödie MIND THE GAP (2004), in
Bruce Leddys Dramödie SHUT UP AND SING (2006), sowie in Jill
Sprechers Ensemblefilm 13 CONVERSATIONS ABOUT ONE THING (2001).
Reaser, die mit Tom Everett Scott auch in der Ärzteserie „Saved“
sowie in Folgen der Serienhits „Criminal Intent – Verbrechen im
Visier“ („Law & Order: Criminal Intent“) und „Die Sopranos“ („The
Sopranos“) mitwirkte, ist Absolventin der Julliard School, einer
renommierten Schauspielerschmiede. Sie lebt abwechselnd in New York
und Los Angeles.
Edi Gathegi (Laurent)
In gerademal drei Jahren vor der Kamera hat sich Edi Gathegi bereits
einen Namen gemacht – sowohl im Film als auch im TV.
Fernsehzuschauern ist er wohl am besten bekannt durch seine Rolle im
Serienhit „Dr. House“ („House M.D.“). In sieben Folgen spielte er
Dr. Cole, alias BIG LOVE, der sich auf einen Platz im Team der
Titelfigur Hoffnung machte.
Nach einer Gastrolle in der US-Serie „Life on Mars“, die im
Ausstrahlungsjahr 2008 bei den Kritikern zu den besten Shows der
Saison gezählt wurde, schloss er sich dem Ensemble von Catherine
Hardwickes Welterfolg TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“,
2008) an. Die Rolle des undurchsichtigen und gefährlichen Vampirs
Laurent spielt er auch in der Fortsetzung NEW MOON – BISS ZUR
MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009).
Darüber hinaus gehörte er in einer der Hauptrollen auch zur
Besetzung von Patrick Lussiers Horror-Remake MY BLOODY VALENTINE 3D
(„My Bloody Valentine 3D“, 2009). Er verkörperte in Ben Afflecks
Regiedebüt GONE BABY GONE – KEIN KINDERSPIEL („Gone Baby Gone“,
2007) einen gefährlichen Drogendealer und war mit Kevin Bacon in
James Wans Actiondrama DEATH SENTENCE – TODESURTEIL („Death Sentence“,
2007) sowie mit Jason Statham in Mark Neveldines und Brian Taylors
Hochdruckthriller CRANK („Crank“, 2006) zu sehen.
Große Erfahrung kann Gathegi auch auf der Bühne vorweisen. So trat
er am angesehenen Old Globe Theatre in San Diego in „Two Trains
Running“ auf, darüber hinaus an Regionaltheatern in „King Hedley
II“, „Blues for an Alabama Sky“, „Golden Boy“, „Wie es Euch gefällt“
(„As You Like It“), „Was Ihr wollt“ („Twelfth Night“), „Hexenjagd“
(„The Crucible“), „Fade“, „A Maiden’s Prayer“ (ausgezeichnet mit dem
Santa Barbara Independent Award), „A Raisin in the Sun“, „Othello“,
„Ein Sommernachtstraum“ („A Midsummer Night’s Dream“), „Cyrano“ und
schließlich auch in „Dutchman“.
Edi Gathegi ist Absolvent der Tisch School of the Arts, die der New
York University angeschlossen ist, und lebt in Los Angeles.
Michael Welch (Mike)
Michael Welch steht seit Ende der Neunzigerjahre vor der Kamera, ist
in der Entertainmentbranche längst ein Fixpunkt geworden - mit
starken Leistungen in Film und Fernsehen. Bereits mit 10 Jahren
begann seine Karriere, seitdem hat er in allen Bereichen des
Showbusiness gearbeitet, in Film und Fernsehen, als Sprecher in
Animationsprojekten und auf der Bühne. Zweimal schon wurde er mit
dem Young Artist Award ausgezeichnet. Das erste Mal als Zehnjähriger
für sein Filmdebüt in Jonathan Frakes’ Sci-Fi-Film STAR TREK – DER
AUFSTAND („Star Trek: Insurrection“, 1998), ein weiteres Mal für
seine Darstellung des Luke Girardi in der Dramaserie „Die himmlische
Joan“ („Joan of Arcadia“), die zwei Staffeln lang auf dem US Sender
CBS lief.
Neben seiner Mitwirkung in den ersten drei Teilen der TWILIGHT-Saga
wird er demnächst in der Hauptrolle von Jason Eppersons
psychologischem Thriller UNREQUITED zu sehen. Epperson belegte in
der von Steven Spielberg als ausführender Produzent betreuten
TV-Show „The Lot“, in der 16 aufstrebende Filmemacher um einen
Development Deal mit DreamWorks kämpften, den zweiten Platz und
wählte danach UNREQUITED als sein Regiedebüt aus.
In seiner 12 Jahre umspannenden Karriere hat Michael Welch bisher 19
Filme abgedreht und jedes Jahr werden es deutlich mehr. Darunter
finden sich Festivalfavoriten und Independentproduktionen wie David
Lee Millers Dramödie MY SUICIDE (2009), Tommy O’Havers Drama AN
AMERICAN CRIME („An American Crime“, 2007), Matthew Ryan Hoges Drama
STATE OF MIND („The United States of Leland“, 2003), Neil Abramsons
Drama AMERICAN SON (2008), Jonathan Levines Horrorfilm ALL THE BOYS
LOVE MANDY LANE („All the Boys Love Mandy Lane“, 2006) und Asif
Ahmeds Freundschaftsdrama LOST DREAM (2008).
Darüber hinaus stand er in zahllosen Erfolgsserien, viele mit dem
Emmy® ausgezeichnet, vor der Kamera. Darunter fallen in den letzten
Jahren die Comedyserie „The Riches“, „CSI Miami“ („CSI Miami“),
„Numb3rs – Die Logik des Verbrechens“ („Numb3rs“), „Law & Order New
York“ („Law & Order: Special Victim’s Unit“), „Crossing Jordan“ („Crossing
Jordan“), „Navy NCIS („Navy NCIS“), „Cold Case – Kein Opfer ist je
vergessen“ („Cold Case“) und „Without a Trace – Spurlos
verschwunden“ („Without a Trace“).
Davor spielte er unter anderem mit in „Stargate“ („Stargate“), „Für
alle Fälle Amy“ („Judging Amy“), „The District – Einsatz in
Washington“ („The District“), „Ein Hauch von Himmel“ („Touched By An
Angel“), „Malcolm mittendrin“ („Malcolm in the Middle“), „Akte X“ („The
X Files“), „Pretender“ („The Pretender“), „Eine himmlische Familie“
(„7th Heaven“), „Chicago Hope“ („Chicago Hope“) und „Frasier“ („Frasier“).
Obwohl er vor der Kamera so gefragt ist, steht Welch gelegentlich
auch auf der Bühne, im Jahr 2008 etwa in der Komödie „Speech &
Debate“. Darüber hinaus wurde er 2005 für sein Umweltengagement mit
dem „Star Innovative Award“ ausgezeichnet und bringt sich seit 1999
auch aktiv in der Organisation „Kids With a Cause“ ein.
Christian Serratos (Angela)
Christian Serratos begann ihre Karriere als Model, fand aber schnell
Anschluss an die Schauspielerei mit erfolgreichen Auftritten in
diversen TV-Shows. So spielte sie Heather Prez in Disneys populärer
TV-Komödie „Cow Belles“, hatte Gastrollen in „Eine himmlische
Familie“ („7th Heaven“), „Zoey 101“, und „Hannah Montana“ („Hannah
Montana“), einem weiteren Disney-Hit.
Ihre Interessen gehen aber weit über das Modeln und die
Schauspielerei hinaus. Als Folge ihrer großen Tanzleidenschaft nahm
sie Unterricht in den verschiedensten Tanzstilen, darunter Ballet,
Hip-Hop, Jazz und Stepptanz. Darüber hinaus setzt sie sich engagiert
für Tierschutz ein, ist das neue Gesicht der bekannten Kampagne „I’d
Rather Go Naked than Wear Fur“, lanciert im Auftrag von PETA (People
For the Ethical Treatment of Animals).
Justin Chon (Eric)
Justin Cho ist einer der Stars des extrem populären
Internetkurzfilms TURBO (2009), der auf einer eigens eingerichteten
Website (www.turbothemovie.com) zu bestaunen ist. Im Kino war er
zuletzt in Wayne Kramers Episodendrama CROSSING OVER („Crossing Over“,
2009) zu sehen, mit prominenten Partnern wie Harrison Ford, Ray
Liotta und Ashley Judd.
Zu seinen weiteren Filmen zählen Danny Leiners Komödie BALLS OUT:
THE GARY HOUSEMAN STORY (2008) mit Seann William Scott und Randy
Quaid, sowie Matt Flynns Horrorkomödie HACK (2007), an der Seite von
Danica McKellar und William Forsythe. Bekannt ist Chon auch durch
seine Rolle in der Teenserie „Just Jordan“. Hier spielte er den
besten Freund der Titelfigur, eines Basketballjungstars. Außerdem
spielte er in dem von Disney produzierten TV-Film „Wendy Wu:
Homecoming Warrior“ Peter Wu, den Bruder der Protagonistin.
Chons Eltern sind Emigranten aus Korea, sein Vater war dort ein
bekannter Film- und Fernsehdarsteller, seine Mutter eine renommierte
Pianistin. Justin Chon wuchs in Südkalifornien auf, geprägt vom
typischen Strandleben. Er surfte, spielte Tennis und Golf, war auch
ein guter Skateboarder. Darüber hinaus lernte das Multitalent,
mehrere Instrumente zu spielen, darunter Gitarre, Klavier, Violine
und Saxophon. Als Schauspieler versucht er sich ständig
weiterzuentwickeln, hat Unterricht bei den besten Lehrern der
Branche genommen.
Justin Chon lebt in Los Angeles.
DIE FILMEMACHER
Chris Weitz (Regie)
Vor NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New
Moon“, 2009) inszenierte Chris Weitz das prestigeträchtige
Fantasyepos DER GOLDENE KOMPASS („The Golden Compass“, 2007). Die
Verfilmung des ersten Bandes aus Philip Pullmans preisgekrönter und
enorm erfolgreicher „His-Dark-Materials“-Trilogie, besetzt mit Stars
wie Nicole Kidman, Sam Elliott, Eva Green, Daniel Craig und
Neuentdeckung Dakota Blue Richards, spielte weltweit über 350
Millionen Dollar ein.
Davor führte er mit seinem Bruder Paul gemeinsam Regie bei der
preisgekrönten romantischen Komödie ABOUT A BOY („About a Boy“,
2002) – auch diese ein Kassenerfolg. Das Drehbuch, eine Adaption von
Nick Hornbys gleichnamigem Roman, verfassten die Weitz-Brüder
selbst. Der Lohn waren eine Oscar®-Nominierung in der Kategorie
„Best Adapted Screenplay“, außerdem wurde das Skript für
Auszeichnungen der British Academy of Film and Televison Arts (BAFTA)
und der Writers Guild, sowie von den Chicago Film Critics und
Humanitas vorgeschlagen. Der Film selbst zählte zu den
Jahrgangsbesten des American Film Institute, wurde als „Best Comedy“
für einen Golden Globe® nominiert und beim U.S. Comedy Arts Festival
als „Best Studio Comedy Feature“ prämiert.
AMERICAN PIE („American Pie“, 1999), der enorm erfolgreiche Start
des Komödien-Franchises, markiert die erste Zusammenarbeit der
Weitz-Brüder als Regisseure. Als ausführender Produzent betreute
Chris Weitz auch die beiden Fortsetzungen, erst J.B. Rogers’
AMERICAN PIE 2 („American Pie 2“, 2001), dann Jesse Dylans
Trilogieabschluss AMERICAN PIE – JETZT WIRD GEHEIRATET („American
Wedding“, 2003).
Vor ihrem Drehbuch zu ABOUT A BOY hatten die Weitz-Brüder gemeinsam
an verschiedenen Skripts gearbeitet, darunter an den Vorlagen für
das von Eric Darnell, Tim Johnson und Lawrence Guterman inszenierte
Animationsprojekt ANTZ („Antz“, 1998) und Daisy von Scherler Mayers
MADELINE („Madeline“, 1998), eine Adaption des gleichnamigen
populären Kinderbuchs.
1999 hatten Chris und Paul Weitz mit „Depth of Field“ in Los Angeles
ihre eigene Produktionsgesellschaft gegründet. Mit ihr produzierten
sie die hoch gelobte Dramödie REINE CHEFSACHE („In Good Company“,
2004) und die mit Hugh Grant und Dennis Quaid besetzte Komödie
AMERICAN DREAMZ – ALLES NUR SHOW („American Dreamz“, 2006) – beide
Hits inszeniert von Paul Weitz. Außerdem produzierten sie mit ihrer
Company Peter Soletts Romanze NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT
(„Nick & Norah’s Infinite Playlist“, 2008) und ganz aktuell das
preisgekrönte Regiedebüt von Tom Ford, A SINGLE MAN (2009), in dem
Julianne Moore und Colin Firth die Hauptrollen spielen.
Auf der Projektliste von „Depth of Field“ finden sich zudem Dan
Weiss’ Komödie THE GAME, die auf dem Dating-Bestseller von Neil
Strauss basiert, sowie eine Verfilmung von Michael Moorcocks
epischer Fantasyreihe „The Elric Saga“.
Neben seiner Tätigkeit als Regisseur, Autor und Produzent ist Chris
Weitz gelegentlich auch als Darsteller aktiv. Den Anfang machte
Miguel Artetas Dramödie CHUCK & BUCK („Chuck & Buck“, 2000), ein
Erfolg auf dem Sundance Film Festival.
Melissa Rosenberg (Drehbuch)
Melissa Rosenberg gehört zu den gefragtesten und vielseitigsten
Autorinnen in Hollywood, wechselt nahtlos und erfolgreich zwischen
Fernsehen und Film.
Mit ihrem Drehbuch zu Catherine Hardwickes TWILIGHT – BISS ZUM
MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008), einer Adaption von Stephenie Meyers
Bestseller, lieferte sie die Grundlage für einen Welterfolg, der mit
Kristen Stewart und Robert Pattinson in den Hauptrollen am ersten
Wochenende mit einem Einspielergebnis von 70 Millionen Dollar einen
Traumstart an den amerikanischen Kinokassen hinlegte und schließlich
weltweit über 383 Millionen Dollar einnahm. Auch für die beiden
Fortsetzungen, Chris Weitz’ NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The
Twilight Saga: New Moon“, 2009) und David Slades ECLIPSE – BISS ZUM
ABENDROT („The Twilight Saga: Eclipse“, 2010), verfasste Rosenberg
die Drehbücher.
Als Autorin besitzt die Kalifornierin große Erfahrung mit
Teendramen, deshalb erschien sie als ideale Kandidatin für die
Adaption von „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“. Obwohl man ihr
für diese Aufgabe nur sechs Wochen zugestehen konnte, nahm sie den
Auftrag sehr gerne an: „Erfindungsreichtum ist bei diesen Stoffen
gefragt“, erklärt Rosenberg. „Hier kann ich High-School-Erfahrungen
ausleben, die ich selbst nie gemacht habe, denn im Film ist alles
möglich.“
Als Chef-Autorin und ausführende Produzentin gehört Rosenberg auch
zum Kreativteam der gewagten und cleveren Serienkillerserie „Dexter“
(„Dexter“), deren vierte Staffel gerade in den USA vom Kabelsender
Showtime ausgestrahlt wird. Für ihre Mitarbeit an diesem Serienhit
erhielt sie den prestigeträchtigen Peabody Award, eine
Emmy®-Nominierung und wurde für einen Writer’s Guild of America
Award vorgeschlagen. „In dieser Serie darf ich Risiken eingehen –
mit der Entwicklung der Figuren und auch dem Plot“, freut sich
Rosenberg. „Schreibt man 22 Folgen für eines der großen Networks,
bleibt vielleicht nicht genug Zeit, um wirklich die beste Arbeit
abliefern zu können. Bei einer Serie für einen Kabelsender aber
erwarten mich nur 12 Folgen pro Staffel. Das gibt mir die Zeit,
meine Gedanken zu entwickeln, einen Zusammenhang herzustellen und
eine Geschichte zu erzählen, die stark und in sich abgerundet ist.“
Rosenbergs Karriere als Drehbuchautorin begann mit Anne Fletchers
Tanzdrama STEP UP („Step Up“, 2006). Als ausgebildete Tänzerin war
Rosenberg prädestiniert, die großstädtische Romanze zu erzählen
zwischen einem tänzerisch hoch talentierten Unruhestifter, gespielt
von Channing Tatum, und einer Ballerina aus besseren Kreisen,
verkörpert von Jenna Dewan. STEP UP kam 2006 in die Kinos, spielte
weltweit über 114 Millionen Dollar ein und machte aus Channing Tatum
einen Hollywood-Herzensbrecher. Der Film war nicht ihre erste
Erfahrung mit Teenager-relevanten Themen, hatte sie doch bereits
mehrere Folgen für den Serienhit „O.C. California“ („The O.C.“)
geschrieben.
Zu den anderen TV-Arbeiten von Rosenberg, die sich von Stoffen
inspirieren lässt und deren Motor die Charaktere sind, zählen
Drehbücher für die Serien „Ally McBeal“ („Ally McBeal“), „Party of
Five“ („Party of Five“), „Boston Public“ („Boston Public“), „Outer
Limits – Die unbekannte Dimension“ („The Outer Limits“) und „Dr.
Quinn: Ärztin aus Leidenschaft“. Obwohl sie dankbar ist, ihren
Karrierestart bei den großen Networks erlebt zu haben, fühlt sie
sich bei den amerikanischen Kabelsendern ausgesprochen wohl, hat
dort ihre Nische gefunden.
Ursprünglich wollte Rosenberg Choreographin werden, studierte
Theater und Tanz am Bennington College in Vermont. Nach ihrem Umzug
nach Los Angeles schlug sie einen anderen Berufsweg ein, den einer
Autorin. Während sie für einen TV-Produzenten als Assistentin
arbeitete, machte sie ihren Abschluss im Studiengang „Producing for
Film & Television“ am Peter Stark Producing Program der University
of Southern California.
Stephenie Meyer (Romanvorlage)
Als Hausfrau und Mutter zog Stephenie Meyer drei junge Söhne groß,
als sie 2003 intensiv von einigen Figuren träumte, die ihr nicht
mehr aus dem Kopf gingen. So verschob Meyer alles, was nur möglich
war, entwickelte tagsüber die Handlung und schrieb die Geschichte
nachts, wenn das Haus seine Ruhe gefunden hatte, im Computer nieder.
Drei Monate später hatte sie die Arbeit an ihrem ersten Roman „Bis
(s) zum Morgengrauen“ („Twilight“) beendet.
Ihr Roman, der aus einem Stapel unverlangt eingesandter Manuskripte
ausgewählte wurde, ging schnell durch die Hände der wichtigsten
Verleger. Megan Tingley von „Little, Brown Books for Young Readers“
erkannte das Potenzial, machte ein Vorwegangebot für drei Bände im
höheren sechsstelligen Dollarbereich. Als das Buch schließlich 2005
auf den Markt kam, erreichte es innerhalb weniger Wochen Platz 5 auf
der Bestsellerliste der New York Times. Mittlerweile sind die
außeramerikanischen Rechte an dem Bestseller weltweit in bisher 45
Länder verkauft worden.
Die mit größter Spannung erwartete Fortsetzung, „Bis(s) zur
Mittagsstunde“ („New Moon“), wurde September 2006 veröffentlicht und
hielt sich 31 Wochen an der Spitze der Bestsellerliste der New York
Times. So neugierig waren Meyers größte Fans auf das Buch, dass
Vorabexemplare für 380 Dollar auf e-Bay ersteigert wurden.
„Bis(s) zum Abendrot“ („Eclipse“), der dritte Teil von Meyers
Vampirreihe, erschien am 7. August 2007. Schon am Starttag wurden
150.000 Exemplare verkauft. Erwartungsgemäß stürmte das Buch
landesweit an die Spitze der Bestsellerlisten, darunter von USA
Today und The Wall Street Journal. Auch in Deutschland, Spanien und
Argentinien wurde der dritte Band zur Nummer eins der
Bestsellerlisten.
Am 2. August 2008 wurde der vierte und letzte Band der Reihe
veröffentlicht. Die Erstauflage von „Bis(s) zum Ende der Nacht“ („Breaking
Dawn“) umfasste 3,2 Millionen Exemplare, die größte Erstauflage in
der Geschichte des Verlagshauses. Mit 1,3 Millionen am ersten Tag
verkauften Büchern katapultierte sich auch Band Vier auf Anhieb an
die Spitze der Bestsellerlisten.
2008 wurde für Stephenie Meyer ein bahnbrechendes Jahr: Dann kam ihr
erster Roman für erwachsene Leser auf den Markt. Der
Sciencefictionroman „Seelen“ („The Host“), in den USA verlegt von
Little, Brown and Company“, erschien am 6. Mai 2008 und schaffte es
ebenso an die Spitze der Bestsellerlisten der New York Times und des
Wall Street Journal. Darüber hinaus erklärte die Tageszeitung USA
Today Meyer zur „Autorin des Jahres“, hatte sie doch „erreicht, was
niemandem zuvor, nicht einmal J.K. Rowling, in den 15 Jahren
gelungen war, seit es die Bestsellerliste von USA Today gab.“ Denn
2008 nahm Stephenie Meyer mit ihren Büchern die ersten vier Plätze
der Bestsellerliste ein.
Meyer, die Englische Literatur an der Brigham Young University in
Utah studierte, lebt mit ihrem Mann und drei Söhnen in Arizona.
Joseph Middleton (Casting)
Joseph Middleton gehört zu Hollywoods bekanntesten Casting-Agenten.
Er war mitverantwortlich für die Besetzung einiger der
erfolgreichsten Filme. Darunter fallen die Doug-Liman-Hits MR. &
MRS. SMITH („Mr. & Mrs. Smith“, 2005) und DIE BOURNE IDENTITÄT („The
Bourne Identity“, 2002), Paul Greengrass’ Erfolgsfortsetzung DIE
BOURNE VERSCHWÖRUNG („The Bourne Supremacy“, 2004), Robert Luketics
romantische Komödie NATÜRLICH BLOND („Legally Blonde“, 2001) sowie
Paul und Chris Weitz’ Komödienblockbuster AMERICAN PIE („American
Pie“, 1999). Für letzteren wurde Middleton im Jahr 2000 mit dem
Artios Award in der Kategorie „Best Comedy Casting“ ausgezeichnet,
den die Casting Society of America vergibt.
Nach NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New
Moon“, 2009) wird Middleton auch Casting-Director von Doug Limans
Drama FAIR GAME und von Paul Weitz’ neuer Komödie LITTLE FOCKERS
sein. Auch für A SINGLE MAN (2009), Tom Fords Regiedebüt, stellte
Middleton die Schauspieler zusammen.
Zu seinen weiteren Filmen zählen Studioprojekte wie Todd Phillips’
Komödie OLD SCHOOL – WIR LASSEN NICHTS ABRENNEN („Old School“,
2003), Paul Weitz’ Komödie REINE CHEFSACHE („In Good Company“,
2004), Peyton Reeds Teenhit GIRLS UNITED („Bring it On“, 2000) und
zuletzt F. Gary Grays Thriller GESETZ DER RACHE („Law Abiding
Citizen“, 2009). Aber auch bekannte Independentfilme wie Richard
Kellys Kultdrama DONNIE DARKO („Donnie Darko“, 2001), Doug Limans
Drama GO („Go“, 1999), Peter Solletts Großstadtromanze NICK & NORAH
– SOUNDTRACK EINER NACHT („Nick & Norah’s Infinite Playlist“, 2008),
Greg Berlantis romantische Komödie DER CLUB DER GEBROCHENEN HERZEN
(„Broken Hearts Club“, 2000) und Paul Dinellos Komödie STRANGERS
WITH CANDY (2005).
Dank seiner Erfahrungen im Casting und einer schillernden Präsenz
vor der Kamera wurde Middleton von Ben Affleck und Matt Damon als
Experte für ihren innovativen HBO-TV-Hit „Project Greenlight“
ausgewählt. Nachdem er zwei Staffeln lang der Show zur Verfügung
gestanden hatte, gehörte er mit Faye Dunaway und Vivica F. Fox zu
den Branchenexperten, die für „The Starlet“, eine Reality-Show für
Warner Bros., als Juroren verpflichtet wurden.
Joseph Middleton ist Präsident seiner Firma Middleton Casting, Inc.
und wurde 2008 in den Aufsichtsrat der Casting Society of America
gewählt. Er lebt in Los Angeles.
Alexandre Desplat (Musik)
Nachdem er die Musik zu 50 europäischen Filmen komponiert hatte und
dafür mit zwei César-Nominierungen belohnt worden war, katapultierte
sich Desplat mit seinem feinfühligen Soundtrack zu Peter Webbers und
mit Scarlett Johansson und Colin Firth besetztem Drama DAS MÄDCHEN
MIT DEM PERLENOHRRING („The Girl With A Pearl Earring“, 2003) nach
Hollywood. Seine Musik erhielt Nominierungen für einen Golden Globe®,
einen British Academy of Film and Television Arts Award sowie für
den Europäischen Filmpreis.
Sein bereits glänzender Ruf wurde von seinen Kompositionen für
englischsprachige Filme weiter bestätigt. Darunter fallen Jonathan
Glazers hypnotisches Drama BIRTH („Birth“, 2004) mit Nicole Kidman
und Stephen Gaghans, das von Steven Soderbergh produzierte Drama
SYRIANA („Syriana“, 2005), mit George Clooney und Matt Damon, das
ihm eine weitere Golden-Globe®-Nominierung einbrachte. Zum ersten
Mal für den Oscar® vorgeschlagen wurde der Franzose für seine Musik
zu Stephen Frears’ Drama DIE QUEEN („The Queen“, 2006), mit Helen
Mirren in der Titelrolle. Im gleichen Jahr gewann er zudem einen
Golden Globe® für seinen lyrischen Soundtrack zu John Currans
Literaturverfilmung DER BUNTE SCHLEIER („The Painted Veil“, 2006).
Mit Regisseur Chris Weitz arbeitete Desplat vor NEW MOON – BISS ZUR
MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) bereits bei DER
GOLDENE KOMPASS („The Golden Compass“, 2007) zusammen, der
Verfilmung des ersten Bandes von Philip Pullmans Trilogie „His Dark
Materials“. Im gleichen Jahr schrieb er auch die Musik zu Ang Lees
Drama GEFAHR UND BEGIERDE („Lust, Caution“, 2007).
Seine zweite Nominierung für einen Oscar® und seine vierte für einen
Golden Globe® wurde ihm schließlich für seinen romantischen Score zu
David Finchers, mit Brad Pitt und Cate Blanchett besetztem Drama DER
SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON („The Curious Case of Benjamin
Button“, 2008) zuteil. 2009 vertonte er schließlich eine Reihe
gänzlich unterschiedlicher Filme. So Nora Ephrons Komödie JULIE &
JULIA („Julie & Julia“, 2009), mit Meryl Streep und Amy Adams, des
Weiteren Stephen Frears’, mit Michelle Pfeiffer, Rupert Friend und
Kathy Bates besetzter Kostümfilm CHÉRI – EINE KOMÖDIE DER
EITELKEITEN („Chéri“, 2009), außerdem Anne Fontaines biografisches
Drama COCO CHANEL – DER BEGINN EINER LEIDENSCHAFT („Coco Avant
Chanel“, 2009), Wes Andersons Animationsprojekt DER FANTASTISCHE MR.
FOX („The Fantastic Mr. Fox“, 2009) sowie Jacques Audiards Drama UN
PROPHÈTE, das für Frankreich in der Kategorie „Bester
fremdsprachiger Film“ ins Oscar®-Rennen geht.
Zu den aktuellsten Projekten von Alexandre Desplat zählen Terrence
Malicks neuer Film THE TREE OF LIFE, mit Brad Pitt und Sean Penn in
zentralen Rollen, sowie Roman Polankis Thriller THE GHOST („The
Ghost“), mit Ewan McGregor und Pierce Brosnan.
Peter Lambert (Schnitt)
Peter Lambert begann seine Karriere in London, schnitt für das
Fernsehen Sachreportagen, machte dann in der National Film &
Television School seinen Abschluss als Cutter. Seitdem hat er als
Schnittassistent an großen Produktionen wie Richard Curtis’
romantischer Komödie TATSÄCHLICH... LIEBE („Love Actually“, 2003),
Alfonso Cuaróns Drama CHILDREN OF MEN („Children of Men“, 2006) und
Ridley Scotts Thriller DER MANN, DER NIEMALS LEBTE („Body Of Lies“,
2008) mitgearbeitet, darüber hinaus aber auch an kleinen britischen
Independentproduktionen wie Nora Meyers OONA & ME (2005) oder
Brendan Grants Drama TONIGHT IS CANCELLED (2007).
Javier Aguirresarobe (Kamera)
Seit über 35 Jahren in der Filmbranche tätig zählt Javier
Aguirresarobe zu den großen Bildmagiern des Spanischen Kinos.
Erstmals international aufmerksam wurde die Filmwelt auf ihn durch
Montxo Armendáriz’ Drama SECRETAS DEL CORAZÓN (1997), den das
Fachblatt American Cinematographer zu den 50 bestfotografierten
Filmen seit 1970 zählte.
Nachdem der Kameramann bereits siebenmal für den Goya, Spaniens
wichtigsten Filmpreis, nominiert worden war und ihn bis dahin
dreimal mit nach Hause nehmen durfte, wurde sein blendender Ruf
durch Alejandro Amenabars, mit Nicole Kidman besetzten
atmosphärischen Geisterfilm THE OTHERS („The Others“, 2001) noch
weiter verbessert. Für seine Leistung wurde der Kameraveteran mit
seinem vierten Goya ausgezeichnet.
Seitdem hat Aguirresarobe an großen amerikanischen und
internationalen Filmen mitgearbeitet. So setzte er das Licht bei
Pedro Almodóvars Drama SPRICH MIT IHR („Hable con ella“, 2002) und
wurde dafür zum neunten Mal für den Goya vorgeschlagen, des Weiteren
bei Alejandro Amenabars Drama DAS MEER IN MIR („Mar Adentro“, 2004),
das mit dem Oscar® als „Bester fremdsprachiger Film“ ausgezeichnet
wurde und dem Spanier den fünften Goya einbrachte. Darüber hinaus
stand Aguirresarobe hinter der Kamera bei John Hillcoats
Cormac-McCarthy-Adaption THE ROAD („The Road“, 2009) und Woody
Allens Komödie VICKY CRISTINA BARCELONA („Vicky Cristina Barcelona“,
2008), für die Penélope Cruz den Oscar® als „Beste
Nebendarstellerin“ erhielt.
In ihrer Rezension von Milos Formans Drama GOYAS GEISTER („Goya’s
Ghosts“, 2006) beschrieb Variety Aguirresarobe als einen Meister des
Lichts und lobte den Film für seine aufregende Bildgestaltung, die
kein in Spanien herausgebrachter Film während dieser Dekade erreicht
hatte. Auch Regisseur James Ivory wollte auf einen Meister wie ihn
nicht verzichten und verpflichtete den Spanier für sein Drama THE
CITY OF YOUR FINAL DESTINATION (2007), in dem Anthony Hopkins und
Laura Linney die Hauptrollen spielten.
Tish Monaghan (Kostüme)
Tish Monaghan hat als Kostümdesignerin an Filmen der
unterschiedlichsten Genres mitgewirkt. Darunter Scott Derricksons
Sci-Fi-Remake DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND („The Day the
Earth Stood Still“, 2008), in dem sie Stars wie Keanu Reeves,
Jennifer Connelly, Kathy Bates und Jon Hamm einkleidete, außerdem
Christopher Nolans, mit Al Pacino, Robin Williams und Hilary Swank
besetzter Thriller INSOMNIA – SCHLAFLOS („Insomnia“, 2002), des
Weiteren Akiva Schaffers Komödie HOT ROD - MIT VOLLGAS DURCH DIE
HÖLLE („Hot Rod“, 2007), mit Andy Samberg und Isla Fisher, Scott
Derricksons Drama DER EXORZISMUS VON EMILY ROSE („The Exorcism of
Emily Rose“, 2005), in dem Jennifer Carpenter, Laura Linney und Tom
Wilkinson die Hauptrollen spielten, sowie Susannah Grants Dramödie
LIEBEN UND LASSEN („Catch and Release“, 2006), für die sie Jennifer
Garner, Timothy Olyphant und Juliette Lewis einkleidete.
Darüber hinaus zählte sie zur Crew von Lasse Hallströms Drama EIN
UNGEZÄHMTES LEBEN („An Unfinished Life“, 2005), David S. Goyers
Drama UNSICHTBAR – ZWISCHEN DEN WELTEN („The Invisible“, 2007), den
beiden Marcos-Siega-Inszenierungen CHAOS THEORY (2007) und TEEN COP
(„The Underclassman“, 2005), sowie Lawrence Gutermans Hitkomödie
CATS & DOGS – WIE HUND UND KATZE („Cats & Dogs“, 2001). Auch für die
Fortsetzung, die unter dem Titel CATS & DOGS: THE REVENGE OF KITTY
hat Monaghan die Kostüme entworfen.
Nachdem sie als Cutterin für mehrere Bühnenprojekte in British
Columbia gearbeitet hatte, war Monaghan 1981 zum Film gekommen. Sie
begann als Kostümschneiderin, Supervisorin und Cutterin, bekam dann
1983 mit der Miniserie „Brothers by Choice“ ihren ersten Auftrag als
Kostümdesignerin. In ihrer beruflichen Vita finden sich auch mehrere
Engagements fürs Fernsehen, darunter die Miniserie „Traffic – Die
Macht des Kartells“, zwei Episoden der Krimiserie „Monk“ („Monk“)
sowie die Serie „The Heights“.
David Brisbin (Produktionsdesign)
Seit 20 Jahren ist David Brisbin als Produktionsdesigner tätig.
Unter seinen Filmen finden sich das Sci-Fi-Remake DER TAG, AN DEM
DIE ERDE STILLSTAND („The Day the Earth Stood Still“, 2008) und DER
EXORZISMUS VON EMILY ROSE („The Exorcism of Emily Rose“, 2005),
beide inszeniert von Scott Derrickson, des Weiteren Scott Franks
Thriller DIE REGELN DER GEWALT („The Lookout“, 2007), die
Gus-Van-Sant-Dramen DRUGSTORE COWBOY („Drugstore Cowboy“, 1989) und
MY PRIVATE IDAHO („My Own Private Idaho“, 1991), außerdem Matt
Dillons Regiedebüt GHOSTS („Ghosts“, 2002), James Foleys Noir-Krimi
AFTER DARK, MY SWEET („After Dark, My Sweet“, 1990) und Jane
Campions Thriller IN THE CUT („In the Cut“, 2003).
Ursprünglich hatte Brisbin eine Ausbildung als Architekt absolviert,
machte seinen Bachelorabschluss an der Rice University und arbeitete
dann als Praktikant für den renommierten Architekten Robert Venturi.
Aber Brisbin studierte auch Film unter dem berühmten, 1993
verstorbenen Regisseur Alexander Mackendrick, der am California
Institute of the Arts unterrichtete, an dem Brisbin auch seinen
Masterabschluss machte. Nachdem er das Henry-Luce-Stipendium
erhalten hatte, arbeitete er als TV-Nachrichtenreporter in Manila,
berichtete in dieser Zeit auch über den Sturz des Marcos-Regimes.
In den letzten Jahren hat sich Brisbin auch verwandten Interessen im
Bereich Neue Medien zugewandt, nahm so an Programmen des Habitat New
Media Lab teil, das zum Canadian Film Centre gehört. Er inszenierte
darüber hinaus den Dokumentarfilm NICE HAT! 5 ENIGMAS IN THE LIFE OF
CAMBODIA (2006), den er auch produzierte.
Quelle: CONCORDE - Filmverleih
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