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Vampir-Club Forum - #6229 - Die Verbannung des Vampirs aus der Wissenschaft
Vampir-Club Forum Donnerstag, 19. September 2019
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Vampir-Club Forum » Wissenschaft » Die Verbannung des Vampirs aus der Wissenschaft

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Darlla
Vorstandsmitglied

Darlla

1410 Beiträge
Aus: zwischen der Hölle und dem Nirgendwo
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(offline)

#6229 gepostet am 28/11/2009 20:10:26 Uhr (7 Antworten eingegangen, 1631x gelesen)
Werte Gemeinde,

Warum waren die Vampire gerade in der ersten Hälfte des 18. Jhd. so interessant ? Mit Sicherheit nicht nur wegen der aufgefundenen Leichen, die keinerlei Verwesung darstellten. Diese waren nur der Anlass für vielschichtige und heftige Diskussionen und Erkllärungsversuche. Zum einem sind es die Mediziner, die mit ihrer rationellen Denkweise und ihren neuen Erkenntnissen in der unverwesten Leichen eine Herausforderung sahen.

Zum anderen die Dogmatiker des christlichen Glaubens, die darin eine blasphemische Umkehrung einiger ihrer wesentlichen Lehrmeinungen sehen mussten. Und schliesslich gab es in dieser Zeit bereits Kritiker des damals noch gültigen Wertesystems, die der Aufklärung verhaftet waren und dieses Thema sarkastisch aufgriffen. So schrieb beispielsweise mein geliebter und geschätzer Voltaire um 1770:

"Die wahren Sauger wohnen nicht auf Friedhöfen, sondern in wesentlich angenehmeren Palästen."

Der Vampirismus ist zum Streipunkt philosophischer Debatten geworden. Dabei ging es um nichts Geringeres als die Durchsetzung des Kartesianismus, am Beispiel der Vampire speziell um die Problematik des Leib-Seele-Dualismus. Der französische Philosoph Descartes verfolgte das Ziel, vernünftige (rationale), absolut gewisse, zweifelsfreie Erkenntnisse zu gewinnen. Er bestimmte die Seele im Gegensatz zum Körper als unausgedehnt und unvergänglich. Obwoh sie umräumlich sei, habe sie ihren Sitz in der Zirbeldrüse, von wo sie durch die in den Nervenröhren befindlichen "Lebensgeister" Impulse vom Körper empfange und an ihn verteile.

Vom kartesianischen Standpunkt aus musste es eine natürliche Erklärung für den Vampirismus und die unverwesten Leichen geben. Die bis dahin gültigen aristotelischen Erklärungsprinzipien hatten es leicht. Die Aufspaltung in eine vegetative, eine animalische und eine rationelle Seele erlaubte zumindest den Verbleib der vegetativen Seele im Körper, wohingegen der Kartesianismus sich zunächst schwertat, eine Erklärung für das Weiterleben des Körpers nach dem Tod zu finden. Und hier darf ich wieder Voltaire zitieren:

"Die Schwierigkeit bestand darin, in Erfahrung zu bringen, ob hier die Seele oder der Körper des Toten fraß."

Nun, ich bin auf Eure Ausführungen gespannt, wie Ihr die Vorfälle von damals gesehen habt im Jahre 17.-18 Jhd. das viele Leichen keinerlei Verwesungsanzeichen hatten.

"Gott so wie es nun mal von der Kirche gepredigt wird, ist der Schöpfer der Welt und der Menschen und die Quelle der Vernunft. Alles - sogar das Dasein "Gottes" ist anscheinend beweisbar. Oder doch nicht ?

Hochachtungsvoll

Darla


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mit undurchdringlicher Dunkelheit.
Kälte steigt vom Boden auf und verpestet die Luft.
Plötzlich...hat das eine neue Bedeutung.
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Want_To_Believe
Anwärter des inneren Kreises

Want_To_Believe

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#98200 gepostet am 01/12/2009 00:13:26 Uhr
Hallo.

Das "Dasein Gottes" zu beweisen, ist sehr schwierig; und auch wieder nicht. Schließlich brachte die Vorstellung der Entstehung des Lebens auf der Erde bereits viele Wissenschaftler zum Glaube an Gott. Um es vereinfacht zu sagen:

"Vor sechs Milliarden Jahren entstand die Erde, der Mond und alles was wir zum heutigen Universum zählen. Alles ist irgendwie nachzuvollziehen, bis auf die Entstehung des Lebens; denn vor drei Milliarden Jahren machte es plötzlich "puff" und da waren sie: Einzeller."

Warum gerade der Vampir und sein behaartes Gegenstück, der Lycanthrope, in den Anfängen der modernen Medizin um das Ende des 16. Jahrhunderts so interessant waren ist schwer zu sagen.

"World Champion Lady Vampyre of All Time" wurde einst Elisabeth Nadasdy geb. Báthory genannt. Sie soll laut überlieferten Texten mehr als 640 Menschen getötet haben; aus reiner Eitelkeit, Mordlust und Spaß am Martern Jungfreulicher.
Über die Jahre hinweg wurde die Geschichte immer weiter aufgebauscht und umgeschrieben, bis der heutige Glaube an sie geformt war. Und wenn wir in 200 Jahren die selbe Geschichte hören, wird sie doch so anders klingen..
Und würde man sie heute fragen, warum; so würde sie antworten: "Weil ich es mir leisten kann".

..Ich denke die Ansichten, nichtverweste Leichen seinen Vampirischen Ursprungs, entstammen der Unwissenheit über Konservierung durch sauerstoffundurchlässiges Erdreich.


Mit Grüßen,
WtB.


Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.

-George Bernard Shaw
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Lord_Aim
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Lord_Aim

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#98210 gepostet am 01/12/2009 14:43:41 Uhr
Grüße,

Nun da Gott nach Aussage eines anderen Philosophen Tod ist und der Mensch ihn durch sein Handeln und denken getötet hat exestiert, rein vom philosophischen Standpunkt aus, der Schöpfer Gott nicht mehr, sonder viel mehr das Werkzeug Gott.

Nun meine Theorie ist das zu dem Zeitpunkt den 16. Jahrhunderts die Anpassung der Vampire eine krasse Form angenommen hat, so waren sie quasi dierekt in das (Nacht)Leben der Städte integriert, ebenso die Lycaner. Nun hinzukommt das in dieser Zeit auch die ganze Welt im wandel war so das Intresse an den Geheimnissvollen Nachtwesen wuchs. So intressiert sich dann auch die Wissenschaft und die Philosophie für das Phänomen.

Grüße,
Lord Aim


Im Herzen schwach
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nie wirklich warm
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Cathy
Altmitglied des inneren Kreises

Cathy

488 Beiträge
Aus: Spiegelbild der Finsternis
Seit: 26.11.2009
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#98224 gepostet am 01/12/2009 21:40:46 Uhr
Seid gegrüsst.

Ein wirklich sehr komplexes Thema und auch schwer zufassen.

in dieser Epoche um das 17.Jahrhundert gab es viel Elend und Leid, daher musste man ja Schuldige finden.
Sicher hat es viel mit den damals neuen Erkenntnissen der Medizin und auch die vielschichtige Unwissenheit zutun.
Die Menschen wollten nicht war haben das ihre Unreinheit( man erinnert sich an das Gesetz " nicht mit Wasser und Seife waschen...") viele Krankheiten hervorbrachte. Dann waren die Gräber nicht so tief und stabil wie heute ( deshalb gibt es für die Beisetzung ein Gesetz, welches besagt mind. 1,80 tief...)

Es gab die klugen Schriftsteller die diese Szenarien so schön schauerlich-romantisch darstellten.
Genau das brauchen die Menschen grad in einer Zeit in dem es Wirtschaftlich schlecht steht. Wir schauen nur mal in die Gegenwart. -wieviele, für mich grausige, Neuerscheinungen von Vampirbüchern gibt es.

und Gott, hier muss ich leider schmunzeln, das was ich nicht selbst gesehen hab, daran glaub ich nicht...

mit grüssen

Cathy


Unsterbliche Wesen können nicht sterben...
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Sucht
Altmitglied des inneren Kreises

Sucht

411 Beiträge
Aus: Ludovico Technique
Seit: 28.11.2008
(offline)

#98225 gepostet am 01/12/2009 22:15:13 Uhr
Der französische Philosoph Descartes verfolgte das Ziel, vernünftige (rationale), absolut gewisse, zweifelsfreie Erkenntnisse zu gewinnen. Er bestimmte die Seele im Gegensatz zum Körper als unausgedehnt und unvergänglich. Obwoh sie umräumlich sei, habe sie ihren Sitz in der Zirbeldrüse, von wo sie durch die in den Nervenröhren befindlichen "Lebensgeister" Impulse vom Körper empfange und an ihn verteile.


Das erinnert mich an ein Experiment, bei dem man versuchte die Seele aus dem Koerper zu schneiden Lachen

Nun, ich bin auf Eure Ausführungen gespannt, wie Ihr die Vorfälle von damals gesehen habt im Jahre 17.-18 Jhd. das viele Leichen keinerlei Verwesungsanzeichen hatten.


In diesem Fall muss ich Want zustimmen, damals wuste man nicht viel von Konervierungsmoeglichkeiten... Wobei man durchaus dazu in der Lage gewesen waere, da man zu frueheren Zeiten, einigen Hochkulturen, allerhand ueber das konservieren von Toten wusste...
Wie dem auch sei, finde ich, dass nicht koservierte Leichen unbedingt etwas mit Vampirismus zu tun haben muessen.

"Gott so wie es nun mal von der Kirche gepredigt wird, ist der Schöpfer der Welt und der Menschen und die Quelle der Vernunft. Alles - sogar das Dasein "Gottes" ist anscheinend beweisbar. Oder doch nicht ?


Sicherlich ist alles beweisbar, aber nicht haltbar.
Vielleicht existiert Gott, aber nach dieser Theorie wurde alles geschaffen was existiert, wer also hat Gott geschaffen?
Und abgesehen davon, um etwas zu schaffen und/oder sich auch nur zu bewegen braucht es zwei Dinge, Raum und Zeit.
Was bedeuten wuerde Raum und Zeit muessen vor Gott existiert haben... Egal Lachen


Herzlichst die Sucht


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Rather be dead than alive by your design

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Darlla
Vorstandsmitglied

Darlla

1410 Beiträge
Aus: zwischen der Hölle und dem Nirgendwo
Seit: 14.10.2008
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#98240 gepostet am 03/12/2009 22:27:45 Uhr
Seid gegrüsst werte Gemeinde,

Nun, ich weiss einige von Euch warten auf Antworten, was ich meine mit jenen Leichen die keine Verwesung anzeigten, lasst es mich näher erläutern:

Jene merwürdigen Begebenheiten trugen sich zu in der Habsburger Monarchie zu Beginn des 18. Jhd. Die erste, nun ja, drücken wir es mal menschlich aus "entsetzliche Begebenheit" bei der behördliche Organe anwesend waren, geschah im Dorf "Kisolova. 9 Dorbebewohner hatten zu Protokoll gegeben, zwei Monate nach dem Tode eines Bauern von just diesem im Schlaf gewürgt worden zu sein. Alle neun sollten bald darauf sterben. Es kommt zur Exhuminierung, bei der sich ein grauenhaftes Bild zeigte, vom Menschen her gesehen: Haare, Bart und Nägel scheinen gewachsen und die Lippen sind mit frischen Blut befleckt.

Das grösste Aufsehen erregte ein Vorfall im Neduegya im Winter 1731/32. Im Januar 1732 unterzeichneten mehrere Offiziere aus der Hauptstadt Belgrad einen medizinischen Bericht. Dieser bestätigt, das 16 Leichen untersucht worden waren. Fünf von ihnen, zwei Mütter mit ihrem Baby un ein Knecht, befanden sich im normalen Zustand der Verwesung. Alle anderen waren unzweifelhaft im "Vampir-Stand." Dieser Bericht spielt in allen Erörterungen über den Vampirismus eine wesentliche Rolle. Fortan ist Europa im Vampir-Fieber. Wieder einmal !

Von 1730 bis 1735 war von nichts anderem die Rede als von Vampiren, je mehr man verbrannte, desto mehr tauchten auf., spottete Voltaire später. Gerade hatte die Aufklärung ihren Siegeszug angetreten, und dann so etwas ! Gott ist der Schöpfer der Welt und der Menschen und die Quelle der Vernunft. Alles ist beweisbar, sogar Gott, oder doch nicht ? Die Menschen hatten geglaubt sie hätten all die Fragen beantwortet, aber es kamen neue Fragen auf. Wichtig zu jener Zeit waren zwei Schriften. Die erste stammte von Diakonus Michael Ranft und trug dem Titel: "Traktat von dem Kauen und Schmatzen der Toten in Gräbern." erschien 1734 in Leipzig. Sie führte detailliert aus, wie die wahre Beschaffenheit der ungarischen Vampire und Blutsauger sei.

Die zweite Schrift erschien 1751 und war des Hochwürdigen Herrn Augustin Calmets "Gelehrte Verhandlung von denen sogenannten Vampiren oder zurückkommenden Verstorbenen in Ungarn." Er wollte verhindern, das die christliche Kernlehre (Auferstehung nach dem Tod am Jüngsten Tag) erschüttert wurde. Sein oberstes Leitmotiv in seiner Beweisführung ist die Widerlegung der These, das Tote aus eigenen Antribe oder auf Geheiß Satans ihre Gräber verlassen könnten. So heisst auch das erste Kapitel: "Vom Tode auferwecken kann niemand als Gott allein."

Letztendlich kam nur noch eine Erklärung für die aufgetretenen Vampir Fälle in Betracht: eine unbekannte Krankheit. Das Besondere dieser Krankheit und Euche war eine anhaltende Resistenz der Toten gegen die Verwesung und ein Leiden der Lebenden, das durch die Heimsuchung (eingebildet oder nicht) des Vampirs gekennzeichnet ist. Die Trennlinie zwischen em Heimsucher und dem Heimgesuchten ist somit der Tod. Aber können Lebende und Tote an der gleichen Krankheit leiden ?

Die Antwort konnte nicht voll befriedigt werden, weshalb eine Strömung Bedeutung erlangte, die in den Debatten um die Vampire eine aktive Rolle spielte. Man fühlt sich versucht, diese Tendenz, die sich als eine Art Gegenströmung zur rationalistischen, kartesianischen Hauptrichtung des philosophischen Denkes jener Zeit entwickelte, als Wiederbelebung des Okkulten im 18. Jhd. zu bezeichnen. Ergo, der Sensationswert der Vampir-Geschichten wird erst durch okkulte Interpretationen, die zu ihren Erklärung herangezogen werden, gesteigert.

Eine letzte Therie, die zu dieser Zeit grössere Bedeutung erlangt hatte, ist die Theroie des Astralleibes: Der Mensch besitze neben seinem Körper eine energetische Aura, dem Astralleib. Dieser Leib isei es, der weiterlebt, denn er brauche viel längere Zeit, um zu vewesen (daher kommt auch die Vorstellung, dass Vampire keinen Schatten hat, denn Schatten und Astralleib werden oft gleichgesetzt.) Während der Körper zur Erde wird und die Seele zu Gott auffährt, verweile der Astralleib auf der Erde. Rein theoretisch ist dies die sauberste Theorie,; die jedoch ein grosses theologisches Problem beinhaltet: Sie verletzt den göttlichen Schöpfungsplan und das göttliche Wiedererwecksmonopol.
An einer solchen Interpretation konnte keine der christlichen Kirchen Gefallen finden, genauso wenig die Aufklärer. Die Vernunft kann das Phänomen nicht erklären, die Kirche ebenfalls nicht, oder doch ?

Es stellt sich immer wieder die Frage nach dem Beitrag des Teufels. Ist es widernatürliche Ursache oder Gottes Wille ? Ein Wunder kann es nicht sein, laut den Menschen, da es keine höhere Ehre zu Gott verkündet, noch das Heil der Menschen fördert.

In diesem Sinne...abendliche Grüsse

Darla


Wenn die Nacht einfällt, bedeckt sie die Welt
mit undurchdringlicher Dunkelheit.
Kälte steigt vom Boden auf und verpestet die Luft.
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Gast
#98453 gepostet am 14/12/2009 02:58:57 Uhr
Gesegnete Nacht, Mylady:

Uns muss klar sein, dass grosse Religionen Ihre "Grösse" nun
einmal nicht aus ihrer "spirituellen Grösse" beziehen, - zumindest
noch nicht, - sondern, "sie wuchsen durch die nach und nach
Ausrottung anderer, - Ihren Doktrinen widersprechenden, - spiri-
tuellen religiösen Gruppierungen"...

Wenn wir uns nun gerade das "Christentum" ansehen, - so ist es
wirklich ein bisschen viel verlangt, von einem Moloch, der halbwegs
so weit gediehen ist, dass er in Ansätzen den Schaden begreift,
den er hinterlassen hat, - eine grossartige Verbindung zu einer
"Quelle des Seins", sprich einer realen "göttlichen Quelle" zu ver-
langen...

Christliche Interpretation kann nur in sehr radikaler Weise einen
"Weg in´s Licht" aufzeigen, - die "Hauptströmung" ist - verständlicherweise, - glücklich, eine Resthelligkeit erahnen zu
können. -

Aber von christlichen geschichtlichen Aufzeichnungen auf die
Realexistenz eines Gottes oder Teufels zu schliessen, ist Science Fiction. -

Die Grundlagen derartiger Suche sind dagegen recht einfach,
- sie beginnen dort, "wo der Mensch dem Unbekannten begegnet, und erst durch sein Erfahren ermisst, ob es gut oder
böse ist. -

- meint Atlan. -


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Atlan
Mitglied des inneren Kreises

Atlan

266 Beiträge
Aus: ... wo Ich erwache ...
Seit: 13.12.2009
(offline)

#98529 gepostet am 15/12/2009 06:14:19 Uhr
Dennoch möchte ich damit nicht ausdrücken, dass ich mich
scheue, Eure Frage zu beantworten:

Um die Figur des Teufels in seiner Vielfältigkeit zu erkennen,
müssen wir uns einiges vergegenwärtigen, - was nur infolge
alter Aufzeichnungen bzw. Reliefs und über unsere Gabe der
Sehung einsichtlich ist, - ich muss also im Falle seines Mitlesens
unserem hochverehrten Administrator die Bitte abnötigen, die
Gefielde und damit Grenzen des bisher Erfassten überschreiten zu
dürfen, wenn auch nur für kurze Zeit ...

Ich erinnere an eine Zeit, die den Sehern als "Mischwesenepoche"
bekannt ist, - zu der vermutlich eine andere Zeitstruktur vorher-
rschte, mglw. durch ein "Zeitbeben" ausgelöst (...)
Kurz: Es gibt Erinnerungen und Aufzeichnungen derselben über
eine Zeit, in welcher "die Formen wechselseitig aufeinander über-
gingen", - diese Zeit wird auch als "Schöpfungszeit der sog.
Fabelwesen" angenommen, - ihr entsprangen Wassermänner,
Nixen, geflügelte Löwen, und eben auch "gehörnte Menschen"...

Und sie dürften noch bis in die Zeit unserer Vorvorfahren
überlebt haben, - der "Lindwurm von Klagenfurt" gibt beredtes
Zeugnis ab dafür, wie lange es dauerte, bis "die Klagen der Ein-
wohner dieser Stadt endlich "furt" (fort) waren"...

Ebenso werden auch die Gehörnten überlebt haben, und hier
haben wir vermutlich den "Archetypus" des "gehörnten Humano-
iden", - es ist wahrscheinlich, dass "der erste Cernunnos" noch
dieser Prä-Rasse angehörte. -

Im Übrigen ist es erwähnenswert, dass es in Italien eine
"gehörnte Mosestatue" gibt, - zu´r Zeit der Errichtung dieser
Statue waren "Hörner also noch ein Zeichen der Verbindung
nach Oben", - wo sie ja schliesslich hinwachsen ...

In späterer Zeit, als das Christentum zu´r "gottgewollten
Vernichtungsmaschinerie" wurde, - wurde natürlich alles
vernichtet, was von der Grundidee abwich, - weise Frauen
in ihren heiligen Hainen ebenso niedergebrannt, wie jedwede
aus weit göttlicherem Urgrund enstandene Naturreligion,
- und so wurde "der Gehörnte" zu´m "Sinnbild all dessen,
was die christliche Oberhoheit nicht zu ertragen vermochte",
- abgesehen von überlebenden Covens, in denen "der Herr
des Hexensabbaths" noch seine eigentliche Aufgabe als män-
nlicher Gegenpol gegenüber seiner Göttin wahrzunehmen
vermochte. -

Und als "Gegenkraft" gegen diesen Tötungswahnsinn begannen
eigene Gruppen schliesslich "diese Figur separat anzubeten",
- weil Ihnen klar wurde, dass die Christen das fürchteten, -
und alles Weitere war nur noch Rache für Dummheit und Dummheit für Rache . -

- Wenn Ihr Fragen habt, zögert nicht, sie zu stellen ...

- empfiehlt Atlan. -


. - Was ich erfahre, wird Wirklichkeit. -
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