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Vampir-Club Forum - #6215 - Christus vs. Vampir
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Thema wurde verschoben Der Vampirismus in satanischen Kulten
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Darlla
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Darlla

1410 Beiträge
Aus: zwischen der Hölle und dem Nirgendwo
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#6215 gepostet am 22/11/2009 17:57:52 Uhr (16 Antworten eingegangen, 2572x gelesen)
Werte Gemeinde,

ich habe lange überlegt ob ich dieses Thema anschneiden soll, aber es beschäftigt mich schon lange und daher lasse ich Euch an meinen Gedankengängen teilhaben.

Es ist nicht verwunderlich, dass der Vampir in seinen heutigen Ausprägungen eine Ausgeburt des späten dualistisch denkenden Christentums darstellt. Wie der Teufel die Gegenvorstellung oder der abgespaltene Teil des lieben allgütigen Gottes, so ist die Hexe die Gegenvorstellung zur unendlich milden und asexuellen Maria und sind die Helfer des Teufels das Gegenstück zu den Engeln. Und so bin ich zu dem Schluss gekommen, das der Vampir in seiner machtvollen Ausprägung als Gegenstück zu Christus gesehen werden kann.

Beide sind durch ihre leibliche Auferstehung lebende Tote und damit Verleugner des Todes.

Vielleicht trete ich hier eine Welle von Diskussionen los, oder auch nicht, aber ich finde den Vergleich mehr als interessant, ich versuche es näher zu erklären:

Christus vertrat, modern ausgedrückt, eine "masochistische" Position: "Ich bin rein und gut. d.h. asexuell, unaggressiv und auf alles verzichtend. Ich habe mich martern lassen für Euch. Ich opfere mich für Euch. Hier ist mein Blut, hier ist mein Leib. Werdet eins mit mir, indem ihr mich trinkt und esst, damit Ihr so rein werdet wie ich und gleich mir ein ewiges Leben im Himmelsreich führt und nicht wirklich sterben müsst."

Der mächtige, erotische Vampir vertrat die "sadistische" Gegenposition. "Ich bin unrein und böse, d.h. sexuell aggressiv und masslos gierig. Gebt Euch mir hin, werdet meine Opfer. Ich martere Euch und trinke Eurer Blut, damit Ihr eins werdet mit mir und ich nach meinem Tod weiterleben kann und Ihr sterbt und so böse, unrein und gierig werdet wie ich und mein Sünden auf Euch kommen und Ihr gleich mir ein ewiges Leben in der Verdammnis führt und nicht wirklich sterben könnt."

Was sind Eure Meinungen hierzu ?

Hochachtungsvoll

Darla


Wenn die Nacht einfällt, bedeckt sie die Welt
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Want_To_Believe
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Want_To_Believe

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#98061 gepostet am 22/11/2009 23:23:30 Uhr
Hallo.

Dieser Vergleich ist sicher nicht uninteressant.. Zumal der "Mythos Vampir" ja irgendeinen Ursprung haben muss..

Und wie so vieles denke ich, dass auch dieser von der Kirche gemacht ist. Schließlich stellt die Kirche sich immer als "das Gute" da, wobei sie zeitgleich etwas "Schlechtes" zu erfinden versucht um die Gläubigen bei der Stange zu halten. Das hat im Mittelalter ziemlich gut funktioniert. Mal sehen, wie es weitergeht!


Mit Grüßen,
WtB.


Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.

-George Bernard Shaw
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Kriegerengel
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#98093 gepostet am 25/11/2009 13:45:21 Uhr
Verehrte Lady Darlla

Erstmal bitte ich mein langes Fernbleiben zu entschuldigen, seid gewiss, es ging nicht anderst.
Was eure Frage betrifft gebe ich euch zur Hälfte recht. Ja zur Beschreibung von Jesus, ein vorsichtiges "Ja aber" zu eurer Beschreibung des Vampirs. Der Vampir wurde zu einem bösen Wesen gemacht, als eine Art Sündenbock. Wie ihr schon sagtet, trinken wir beim Abendmal sein Blut in form von Wein, was mir als Vampir doch irgendwie bekannt vorkommt. Wer weis, vielleicht waren Jesus und seine Jünger der erste Clan oder so Am Kopfkratzen / Nachdenken Lachen
Meiner Meinung nach ist der Vampir kein Gegenstück von Jesus, sondern eher eine Facette Gottes.

Mit freundlichen Grüßen

Kriegerengel


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Folge der Wahrheit, denn es sind die Lügen die uns in Ketten halten
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Webmaster
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#98094 gepostet am 25/11/2009 18:02:58 Uhr
Ichj finde diese These sehr interessant und einen äusserst denkwürdigen Vergleich!

Eine wirklich sehr gute Überlegung, dabei auch sehr innovativ.

Gernerll muss ich aber aus meiner Sicht sagen, das ein Vampir für mich ein verstoßener/bzw gefallener Engel ist. Denn auch im Kontext Vampir../..Engel gibt es deutliche Analogien.

Ich möchte das nicht weiter ausführen um den Teilnehmern hier nicht den Diskussionsstoff zu entwenden, aber aus eigenem Interesse mal diese Denkrichtung anstoßen!


Wer mich ehret, den will ich auch ehren;
wer aber mich verachtet, der soll wieder verachtet werden

Bibel 1.Samuel 2,30
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schattentanz
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schattentanz

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#98101 gepostet am 25/11/2009 20:18:02 Uhr
interessant .
vieleicht ist da echt was dran .
ich weiß nicht mehr genau wie das war , aber jesus soll ja auch iwie die sonne symbolisieren
bei interesse hier der link zu "zeitgeist" - im ersten teil wird das behandelt

Klick

... und der vampir kann sonne nicht leiden .
aber die parallelen sind sehr interessant - oder eben die homologie .

würde mich nicht wundern , wenn der vampir eine erfindung der kirche wäre .
in der bibel gibts ja bereits eine anspielung auf vampire - hab jetzt vergessen worums da geht - iwas mit "die die unter uns wandeln" , "Kinder der nacht" - so in die richtung .

wobei ich eher glauben würde , dass vampire schon vorher existierten und jesus als gegenstück etabliert wurde - aber irgendeinen zusammenhang kann es schon geben .

blasphemische grüsse ^^
schattentanz


Ich kenn den Weg
und wechsel nicht die Richtung
ich gehe bis zum Bach voller Fische
bis weit in den Norden
Ich komm nicht mehr zurück
Mich verlassen die Kräfte
also sagt ihr bitte , dass ich hier war
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white_sama
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#98120 gepostet am 28/11/2009 19:01:19 Uhr
So ganz kann ich mit der Behauptung "Jesus ist das gegenteil von aggressiv" nicht ganz mitziehen.
Die Szene aus der Bibel ist ja relativ bekannt:

Diverse Händler errichten ihre Stände im Gotteshaus (warum weiß ich leider nicht mehr), und Jesus wird ziemlich sauer, und wirft alle hinaus. (Mit einem Seil wenn ich mich recht entsinne)

Außerdem bringe ich Jesus nicht gerne in verbindung mit dem christlichen Gott.
ich bin fest davon überzeugt, das Jesus da war, aber nicht als Sohn Gottes, und schon gar nicht so Lammfromm wie er beschrieben wird.

Hochachtungsvoll

white_sama


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Darlla
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Darlla

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#98121 gepostet am 28/11/2009 19:34:40 Uhr
Seid gegrüsst white_sama,

Nun, ich habe nicht aus der Bibel zitiert, sondern ich habe es in Worte gefasst wie die Menschheit Jesus und den Vampir sehen. Das Gute ist ohne das Böse einfach nicht denkbar, so wie der Teufel zu Gott etc.

Wobei ich Euch werte white_sma recht geben muss, ich sehe es genauso das Jesus nicht der Sohn Gottes ist. Ich sehe es folgendermassen:

In meinen Augen hatte er nie ein Wesen gemeint, als er von Gott sprach, sondern von einem Zustand. Er meinte nicht seinen leiblichen Vater, wenn er von ihm sprach, sondern wollte bloss zum Ausdruck bringen, dass "Gott" in uns allen ist.... also etwas, dass jeder Mensch erreichen kann und das was er meinte, war die "Erleuchtung".

Hochachtungsvoll

Darla


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Cathy
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Cathy

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#98122 gepostet am 28/11/2009 20:58:34 Uhr
Seid gegrüsst.
Finde das Thema höchst interessant, da ich mich persönlich seit Kindestagen damit beschäftige und erst vor ein paar Tagen mit Freunden darüber sprach...
Für mich gab es Vampire schon lang bevor die Bibel geschrieben wurd. Da die Menschen schon in der Frühzeit Rituale hatten das Böse zuvertreiben. Wie auch ihre Verstorben beschwerten damit sie nicht zurück kehren können. Die sogenannten Vampirgräber die überall auf der Welt aufzufinden sind.
Möglich ist auch für mich, das Jesus selbst ein Vampir war, da er sich seinen Kreis von Leuten (Anhängern) selbst ausgesucht hat. Spektakulär auch die Kreuzigung und Auferstehung. Ich weiß klingt sehr abgedreht aber die Kirche versucht ja alles zu verschleiern und gibt ja nur sehr spärlich etwas Preis.
Frage: Wie kamen die Menschen auf die ganzen "Monster", wenn das angeblich nicht existiert?
Kleine Kinder mit grad 3Jahren, die noch nie Gewalt und schlimme Dinge gesehen/ erlebt haben, entwickeln plötzlich Ängste vor dem schwarzen Mann und Gespenstern...Warum?
Hoffe das ich nicht zusehr vom Thema abgewichen bin, falls ja entschuldige ich mich.
Mit freundlichen Grüssen
Cathy


Unsterbliche Wesen können nicht sterben...
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Darlla
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Darlla

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#98123 gepostet am 28/11/2009 22:31:10 Uhr
Seid gegrüsst werte Cathy,

Fragen von Cathy:

Frage: Wie kamen die Menschen auf die ganzen "Monster", wenn das angeblich nicht existiert?

Kleine Kinder mit grad 3J ahren, die noch nie Gewalt und schlimme Dinge gesehen/ erlebt haben, entwickeln plötzlich Ängste vor dem schwarzen Mann und Gespenstern...Warum?
--------------

Das sind Eure zweit Fragen die Euch beschäftigen ?

Nun, vorweg möchte ich zu sagen pflegen, meine allseits bekannte These: "Der Egoismus des Menschen, er denkt er allein wäre auf dieser Welt."

Wir sind nicht allein, ich denke jeder der in sich geht, wird das wissen, nur geben es die meisten nicht zu. Es ist doch so immer, wenn ich gefragt werde, womit ich mich beschäftige und dann antworte, mit Mythenforschung, sind die Reaktionen noch sehr ehrfurchtsvoll. Aber spätetens nach der zweiten Frage, um welche Mythen es sich dabei handelt, wandelt sich der Gesichtsausdruck. Er schwankt zwischen ungläubigen Staunen und ironischen Lächeln, hervorgerufen durch die Antwort: "Mythen rum um die Vampire, Dämonen, Geistern etc."
Wenn wir also alle mal in uns hineinhorchen und zurückblicken, wissen wir das wir nicht "ALLEINE" sind, das wir garantiert auch mit 3 Jahren, Botschaften aus der "ANDEREN WELT" empfangen haben.

Die Botschaft ist doch in der Summe aller Dinge klar, es herrscht eine dunkle Vitalität überall in der Welt, schon seit es die Menschen auf der Erde gibt. Es ist eine Kraft, die Leben sucht, Leben fordert und Leben aussaugt und verzehrt. Diese Kraft ist es, die uns verführt. Denn das Böse ist nicht in uns selbst. Es kommt von aussen und steckt uns an. Alle bösen, unreinen und unmoralischen Gedanken und Gefühle werden auf Alpträume und Fabelwesen projiziert und damit nach außen verlagert. Die Angst vor Strafe für die eigene Schlechtigkeit wird damit zur Angst vor bösen Geistern. Aber diese Angst hat auch immer etwas seltsam Faszinierendes, denn man sehnt sich danach.

Hochachtungsvoll

Darla


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Cathy
Altmitglied des inneren Kreises

Cathy

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Seit: 26.11.2009
(offline)

#98127 gepostet am 29/11/2009 16:49:18 Uhr
Seid gegrüßt Darla,

Vielen Dank für Deine respektvolle Antwort.

Ich habe Jahrelang meine Gedanken, Gefühle nur für mich behalten, da die Angst ausgeschlossen zu werden zu groß war. Bin dadurch eine stille Genießerin. Bis ich Sie (wir lernen uns grad kennen) getroffen habe und Sie sich mir als AV vorstellte. Da brach meine Mauer...!
Ich habe als Kind meine Eltern angefleht mir zuerklären warum ich anders bin, wie die anderen. Die Antwort war dann der Psychater.
Meine Tochter hat es da besser sie ist halt noch klein, aber sie hat das besondere Etwas in ihren Augen und wenn sie Thesen aufstellt rede ich mit ihr ohne mich zuverstellen.

Hochachtungsvoll
Cathy


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#98302 gepostet am 07/12/2009 19:33:45 Uhr
Darla Deine These würde ausschließen das ein Vampir an den Himmel glaubt und an Vergebung seitens Gott dem allmächtigen Vater.
Nun ich bin gottesfürchtig und ich denke nicht das Vampire das Gegenteil zu Christi sind, ist denn ein Leprakranker ein Gehilfe des Teufels? Ich nehme an, nein, obwohl er nur mit einer Berührung Jahrhunderte lang sein gegenüber zum Tode verurteilte.
Ich gebe zu, die letzten Jahrhunderte war es für einen Vampir nahezu unmöglich keines der zehn Gebote zu brechen, doch ist ein Wolf ein Mörder nur weil er das Lamm reisst? Es ist seine Natur, ich denke was Christi sagen wollte ist das, dass Töten von Menschen aus Willkür ein verbrechen sei, wie auch das "rumhuren" nicht zu vergleichen ist mit dem Beischlaf mit seiner geliebten Frau oder?
Vampirismus ist doch kein Aufgebot des Teufels, es ist eine Krankheit, zugegeben eine Krankheit die einen nicht tötet. Zumindest nicht körperlich.
Jetzt wird wie so oft gefragt, wenn es doch eine Krankheit ist warum das Getue und die Geheimnisse...
Nun ja stellt euch vor, es dürstet euch nach Blut (was so auch nicht ganz richtig ist, aber lassen wir es mal so stehen), eure Wahrnehmung ist um ein vielfaches stärker, ihr seit schneller denn ihr erschöpft nie! Wenn ihr diese Eigenschaften preis gebt... Nun dann sagt mir wie viele Freunde habt ihr dann? Wir wollt ihr euch zeigen? Ein jeder würde euch aus dem Weg gehen... es gäbe keine Möglichkeit an Waren wie Kleider zu kommen. In den frühen Vereinigten Staaten von Amerika, damals noch nicht vereinigt, also sagen wir ehr die amerikanische Kolonie Englands, durften Menschen mit dunkler Hautfarbe nicht einmal ein Salon betreten noch durften sie am Alltagsleben teilnehmen, und diese mussten nicht das Blut anderer trinken. Nun sagt mir wie soll ein Vampir ein Alltagsleben führen?


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