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Vampir Geschichten

Kurzgeschichten über die Nachtwesen

Leere der Liebe


(Mittel: 9145 Zeichen)
 Mort-vivant Online seid 10.08.2009
(1699 mal gelesen)

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Es klingelte. Ich lief so schnell ich konnte die Treppe runter, denn ich wusste wer es war. Mein Freund Camuel Tussaud. Komischer Name, das wusste ich, aber er war ein faszinierender Mensch, der mich immer wieder in seinen Bann zog. Diese Haare, rot wie Feuer und sein Lachen steckte mich an. Selbst seine Zähne, die ein bisschen spitz warn fand ich sexy. Eben deshalb, da sie nich wie alle anderen Zähne aussahen.
Es klingelte abermals und ich öffnete die Tür. Da stand er, so wie ich ihn liebte, und ehe ich mich versah lagen meine Hände in seinem Nacken und unsere Lippen kamen sich wie gewohnt sehr nahe. Doch bevor ich ihn küssen konnte, schob er mich von seinem Körper. Er guckte ernst, sehr ernst und ich wich zurück.
Er sagte nichts, er schaute nur auf den Boden und schien zu überlegen was er sagen sollte.
" Schatz? Was ist los?", er sagte immer noch nichts, weiter auf den Boden schauend, " Rede doch mit mir. Sag mir was dich bedrückt Camuel."
" Ich kann so nicht weitermachen", sagte er schon fast flüsternd. " Wie, du kannst so nicht weitermachen?" Ich war verwirrt.
Plötzlich legte sich bei mir ein Schalter um. " Du willst doch nicht Schluss machen?"
Nun schaute er mir in die Augen. Sie waren ernst. Er nickte und brachte ein ersticktes " Doch" hervor.

Ich konnte es nicht glauben. Plötzlich hörte ich garnichts mehr, nur das schnellere Schlagen meines Herzen.Das konnte nicht sein. Ich wusste das er mir schon öfters Lügen aufgetischt hat, um mich zu testen, aber ich hab ihm verziehen. Ich dachte, es wär wieder ein Test von ihm. Ich lachte: " Ach komm. Du veraschst mich doch. Das meinst du doch nicht ernst."
Doch an seiner Miene änderte sich nichts, es verunsichterte mich.
" Ich mache mit sowas keinen Spaß. " , sagte er schroff.
" Wieso?"
" Da ich nicht mehr das gleiche für dich empfinde, wie du für mich. Ich kann unter den Umständen nicht mit dir zusammen sein. Das kann ich dir nicht antun."
Nun war es klar...doch ich konnte es nicht verstehen.
" Du...willst also doch mit mir Schluss machen?"

Er nickte. Ich fühlte mich wie betäubt. Alle äußerlichen Geräusche schien mein Gehirn auszublenden. Mein Herzschlag hörte sich ungewöhnlich laut an. In mir herrschte eine Leere, die ich noch nie gespürt hatte. Mit Mühe bekam ich es hin, zu nicken und erstickt von meiner Leere sagte ich: " Warte einen Moment."

Ich ging wie in Trance die Treppe hoch zu meinem Schreibtisch. Dort lag ein Bild das ich für ihn gezeichnet hatte. Ich nahm es in meine Hand und faltete es. Wenn er mich schon verlassen wollte, sollte er wenigstens mein aus Liebe gezeichnetes Bild mitnehmen. Ich könnte es weder ertragen es wegzuwerfen, noch es zu behalten. Ich gab es ihn und er nahm es fragend in seine Hand. " Was ist das?" , brachte er vorsichtig hervor.

"Ein Bild für dich.. ich hab zwei Tage daran gesessen. Ich wollte es dir wenigstens geben." Meine Augen füllten sich mit Tränen und die letzten Worten gingen in meiner tränenerstickten Stimme fast unter.

Er guckte es sich an und nahm mich in den Arm. " Es ist wunderschön".
Mir liefen die ersten Tränen die Wangen runter. " Möchtest du das ich gehe?"
Was für eine Frage! Ich nickte. Sobald er die Tür zuzog, ief ich weinend nach oben. Ich habe wohl den ganzen Tag durchgehend geweint. So wie lange nicht mehr. Ich fühlte mich als ob mir das Herz rausgerissen wurde.
Die nächsten Tage herrschte in mir Leere. Schmerzhafte Leere. Ein großer Teil fehlte mir. Und ich wusste auch woher es kam. Ohne Camuel war ich nichts. Ich sah keinen Sinn mehr im Leben.

Ich war oft auf seinem Profil im Internet, die nächsten drei Tage. Am dritten Tag traf es mich wie der Schlag. Er war wieder vergeben. Ich konnte es nicht verstehen. Ich rief ihn an und sogleich ging er ran. Ein sehr monotones Gespräch:
"Camuel Tussaud?"
" Hey Camuel, Ich bins Sina."
"Oh... wie gehts?"
" Bis geradeeben noch gut."
" Weiß ich wieso?"
"Du könntest es dir durchaus denken" sagte ich mit einem bissigen Unterton.
" Du hast gesehen, das ich vergeben bin!" Es war keine Frage, sondern eine Feststellung.
" Ja. Aber warum Camuel? Wie kannst du sowas tun?" Nun konnte ich meine Traurigkeit nicht mehr unterdrücken.
" Es ist komisch aber es klappt" sagte er schroff " Du wirst irgendwann merken, Sina, dass es besser ist nicht zusammen zu sein."
" Dann viel Spaß mit deiner neuen Freundin. Ich hoffe, dass es länger hält als mit uns!" , gab ich bissig zu " Tschüss"
"Tschüss", sagte er trocken.
Ich legte auf.

Ich konnte es nicht glauben. Ich fühlte mich wie benutzt und weggeworfen. Er hat gesagt, er liebte mich . Ich hab ihm geglaubt. Wie konnte er nur auf einmal so eiskalt sein?

Die Tage vergingen, aus den Tagen wurden Wochen und ich weinte mich bei diversen Freunden aus.
Darunter auch der beste Freund von Camuel, Stephen. Leider erzählte er mir nich alles, was er über Camuel wusste. Und ich wusste, dass da noch mehr war. Glücklicherweise stand er auf meine Freundin Denise und er erzählte ihr alles, was er über Camuel wusste. Natürlich erzählte sie mir, was sie wusste.

Ich fand herraus, dass Camuel seine Freundinnen oft wechselte. Denise hat Stephen gefragt, was es mit seiner Aussage, dass ich es noch irgendwann merken werde, dass es besser ist, dass ich nicht mehr mit ihm zusammen war. Er sagte, er wüsste es selber nicht genau. Er witzelte das Camuel wahrscheinlich ein Vampir ist. Doch sowas wollte ich nicht glauben, das sagte mir mein gesunder Menschenverstand.

Eines Abends war ich mit meinen Freunden in der Stadt was trinken. Als wir fertig waren, wollte ich einen Umweg machen um den Kopf frei zu bekommen. Als ich um die Ecke bog, stieß ich mit jemanden zusammen.

Es war Camuel, doch ich war die einzige, die hinfiel. Als ich mich aufrappelte, musste ich einmal tief einatmen. Ihn hier zu treffen, raubte mir den Atem. Er drehte sich um und schaute mich mit aufgerissenen Augen an. Mir fuhr ein eiskalter Schauer den Rücken runter, denn sie waren nicht mehr blaugrün, sondern um die Iris gerötet und seine Pupillen waren Schlitze.

Von seinen Lippen tropfte eine rote Flüssigkeit, ich ahnte schon was es sein könnte und bei dem Gedanken stach es in meiner Herzgegend. Ehe ich mich versah, lag ich auch schon unter ihm. Seine Kraft brach mir fast das Schlüsselbein.
Ich schloss die Augen und plötzlich entspannten sich meine Knochen. Er saß neben mir und starrte mich an.
" Was machst du hier Sina?" fragte er. Ich brach keine Worte hervor. So schockiert war ich.

Mein Blick war nur auf das Blut an seinen Lippen geheftet. Er bemerkte es und wischte es sich schnell vom Mund.
" Du...b...bist ein Vampir??" Er schaute mich traurig an und nickte. " Deshalb hab ich mit dir Schluss gemacht. Ich wollte dir keine Gefahr sein. Dein Duft...ist einfach zu unwiderstehlich...Und meine Beherrschung verließ mich."

" Aber mir ist doch egal, was du bist! Als du mit mir Schluss gemacht hast...das war die Hölle auf Erden!" Mir brannten die Tränen in den Augen. " Wie lange bist du schon ein Vampir?" "Knapp zwei Monate..."
" Mach mich zu einem Vampir!" , stieß ich hervor. Er schaute mich nur traurig an. "Nein", sagte er schlicht.
Es war ein Nein, das entgültig war.
Er nahm mich in den Arm und ich genoss es. Sein Duft...Wie ich ihn vermisst habe. Ich wollte ihn nie wieder los lassen. Ich spürte seine Anstrengung, mir nicht den Lebenssaft auszusaugen. Jetzt begriff ich warum er so viele Freundinnen hatte. Er hielt es nicht lange aus mit einer menschlichen Freundin und um sie vor sich selber zu schützen, machte er Schluss.

" Bitte" , hauchte ich. Plötzlich spürte ich einen Schmerz am Hals. Das Blut lief an meinem Hals hinab und ich spürte nur noch brennende Eupherie, die in mir aufstieg.Ich war gerade davor den Höhepunkt der brennenden Eupherie zu erreichen, bis ich auf einmal nichts mehr spürte. Er war verschwunden. Nun saß ich da auf dem kalten Steinboden, mitten in der Nacht, das Blut strömte an meinen Hals hinab und durchtränkte meine Kleidung. Ich fuhr mit meinen plötzlich kalten Fingern an meinen Hals und spürte eine Bisswunde, die die Ursache für meine Verblutung war. Mein Herz schlug nicht mehr. Mich ergriff die allgewohnte Leere. Bald würde auch ich kein normales Essen mehr zu mir nehmen.

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