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Vampir Geschichten

Kurzgeschichten über die Nachtwesen

Dunkelweiße Nacht


(Mittel: 10255 Zeichen)
 Molly Online seid 27.02.2018
(457 mal gelesen)

Lesemodus: Standart + Große Schrift + Kleine Schrift + Schwarz/Weiß + VC-Farben

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Meine Geschichte beginnt in einer verschneiten Winternacht in einem abgelegenen Dorf. Ich hinterlasse diese Geschichte in Hoffnung, dass jemand verstehen möge, warum ich heute so bin wie ich bin.

Von Trauer erfüllt drückte ich meinen zitternden Körper gegen die dreckige Wand hinter mir. Das kalte Nass fraß sich förmlich durch meine Jacke in meinen Rücken, doch meine schreienden Gedanken betäubten mich auf eine seltsame Weise, sodass ich wie taub war und die Kälte nicht spürte.

Schnee fiel vereinzelt vom Himmel, ich schaute nach oben und beobachtete fasziniert, wie die kristallweißen Flocken sich langsam Richtung Boden bewegten. Ich hatte Schnee schon immer geliebt und nun, im Vergleich zu der schmerzenden Dunkelheit, welche meine Seele umgab, beruhigte es mich im Zusammenspiel mit der Stille, welche mich schon eine solch lange Zeit begleitete.

Kurz musste ich grinsen. Ich genoss diese Einsamkeit. Mit Menschen konnte ich nicht sonderlich viel anfangen, ich passte eben einfach noch nie rein und konnte mich auch niemals dazu durchringen, mich zwanghaft irgendwo zu integrieren, wo ich mich im Endeffekt eh nur unerwünscht und uninteressant fühlen würde.

Denn das würde ich.

Das war scheinbar mein Schicksal und dies hatte ich vor einigen Jahren schließlich akzeptiert. Alleine kam ich meistens sehr gut klar. Den einzigen, den ich mir bei mir wünschte, war ER... Und dieses Wunschdenken würde niemals der Realität entsprechen, was mich sehr frustrierte. Ein trauriger Seufzer entwich meinen Lippen und gemächlich bewegten sich meine Füße Richtung Zuhause.

Nach etwa der Hälfte meines Weges spürte ich eine Anwesenheit. Die Haare auf meinen Armen stellten sich auf und ich fühlte mich beobachtet. Meine Augen versuchten jedes Detail der Straße wahrzunehmen und ich drehte meinen Kopf, um zu überprüfen, ob ich verfolgt wurde. Während dieser Tätigkeit stieß ich auf einmal gegen etwas Hartes. Erschrocken drehte ich meinen Kopf wieder nach vorne und riss meine Augen erschrocken auf, als ich sah, wer da vor mir stand.

"Adam?" Er grinste mich an. Verdammt, ich liebte sein Grinsen. "Hey, Molly!" Ich lächelte ihn an. "Was machst du hier?" Er fing an, leicht zu lachen. "Dasselbe könnte ich dich auch fragen. Aber tatsächlich habe ich dich gesucht."

Überrascht und verlegen schaute ich ihn an. "Gesucht? Woher wusstest du, dass ich hier draußen sein würde?" Unsicherheit blitzte in seinen Augen auf, doch diese schaffte er, schnell wieder zu verstecken. "Naja, ich kenne dich. Du liebst die Nacht und den Schnee. Und als du bei dir Zuhause nicht aufgemacht hast, habe ich dich hier gesucht." Ich nickte verständlich.

"Ja, ich wollte gerade zurück gehen, willst du mit?" Er nickte erleichtert und wir traten gemeinsam den Heimweg an. Währenddessen kam er mir nervöser vor als sonst. Normalerweise war er mein Ruhepol, er schaffte es immer, mich von einer meiner Launen runter zu bringen.

Doch heute... Irgendetwas war anders. "Hey Adam, ist bei dir alles okay?" fragte ich ihn kurzentschlossen, als wir fast bei meiner Wohnung angekommen waren. "Ja, was soll schon sein?" antwortete er verwundert. "Ich weiß nicht, du kommst mir heute irgendwie so unruhig vor." meinte ich und schloss meine Tür auf. "Ist heute ein besonderer Tag?" Er versuchte seine Nervosität zu verbergen. "Uhm, nein..." Ich verdrehte die Augen. "Du musst es mir ja nicht erzählen.

Aber ich kann es nicht leiden, wenn man mich anlügt. Ich merke so etwas immer." Schuldig verzog Adam sein Gesicht. "Es tut mir leid. Ich weiß nicht, ob ich es dir sagen kann." Ich lächelte leid. "Kein Problem, nur bitte sag mir das einfach direkt." sagte ich und ging die Treppen hoch in meine Wohnung, nachdem ich meine Schuhe ausgezogen hatte. Zusammen setzten wir uns auf mein Sofa und ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter.

"Und was hast du vor? Weshalb hast du mich gesucht?" fragte ich ihn vorsichtig. "Ich... Ich wollte dir etwas sagen." begann er. Erwartungsvoll sah ich in seine Augen. "Also, ich denke, dass ich mich in dich verliebt habe." brachte er stotternd heraus. Mit großen Augen betrachtete ich ihn. Als ich es realisiert hatte, beugte ich mich schließlich nach vorne und küsste ihn einfach.

Als er es erwiderte, stieg ein unbeschreibliches Glücksgefühl in mir hoch. Keine Sekunde wollte ich mich von ihm lösen, musste es aber schließlich, da ich keine Luft mehr bekam. Wir beide atmeten schwer und grinsten uns an. Er jedoch fing sich schneller als ich und fing damit an, sich von meinem Hals ausgehend zu meinen Brüsten zu küssen. Ich lehnte meinen Körper zu ihm und genoss es. "Ich liebe dich." sagte ich plötzlich und er schaute hoch, mir tief in die Augen. "Ich dich auch." antwortete er mit fester Stimme und gab mir einen erneuten, kurzen Kuss.

Ich entschloss mich, seinem Hals einen Knutschfleck zu machen und dieses Vorhaben setzte ich auch gleich in die Tat um.
Stolz betrachtete ich meine Arbeit und sah zu ihm. Er beobachtete mich grinsend und warf mich aufs Sofa, um mich in einen innigen Kuss zu verwickeln, welcher Minuten dauerte, bis ich erneut nach Luft schnappte. Er lehnte sich mit einem selbstzufriedenen Ausdruck im Gesicht an die Couch und legte damit seinen Hals frei.

Meine Augen weiteten sich. Der Fleck war verschwunden! "Molly?" fragte er unsicher. "Da ist kein Fleck mehr..." hauchte ich verwundert. Panik blitzte in seinen Augen auf. "Ich..." sagte er unsicher. "Warum?" fragte ich. "Ich weiß es nicht." antwortete er vorsichtig. Ich verengte meine Augen. "Verdammt noch Mal, ich habe dir eben bereits gesagt, ich hasse Lügen.

Entweder du sagst es mir jetzt, oder du gehst." forderte ich entschlossen. Er atmete einmal tief durch. "Du würdest mir nicht glauben..." seufzte er traurig. "Kann ich nicht eine Chance bekommen, bevor du mich verurteilst?" fragte ich ihn. "Na gut. Ich bin nicht so wie die Menschen, die du kennst. Ich konnte dich finden, weil ich meinem Gefühl gefolgt bin. Und ich bin hier, weil du einzig wahre Liebe bist und ich eine Ewigkeit auf dich gewartet habe. Ich... Naja, ich bin ein Vampir."

Meine Kinnlade klappte herunter bei diesem Geständnis. Ich glaube ihm auf Anhieb, mein Instinkt verriet mir, dass er die Wahrheit sagte. Also sagte ich nur trocken: "Ich wusste doch, ich mag keine Menschen. Du warst bisher eine Ausnahme, aber da du keiner bist, kann ich ja erleichtert sein." Dann grinste ich. Seine Augen blickten mich enttäuscht an. "Du glaubst mir nicht..." Ich nahm seine Hände. "Doch, ich glaube dir, aber ich weiß nicht, was ich anderes sagen soll. Es stört mich einfach nicht."

Verwundert blickte er in meine Augen und scheinbar sah er dort, dass ich es ernst meinte, denn schließlich fing er an zu grinsen und drückte mich einmal an sich. Doch dann wurde er wieder unruhig. Anscheinend war er doch noch nicht alles, weswegen er hier war, losgeworden.
"Sag es." forderte ich. Er biss sich auf seine Lippe. "Ich kann nicht.

Du würdest mich nur abweisen." Ich seufzte. "Adam, verdammt, habe ich dir nicht gerade gezeigt, dass ich anders reagiere als du vielleicht denkst?" Er atmete tief ein und schaute beschämt zu Boden. Dann blickte er wieder zu mir und fing an zu erklären, während ich stumm zuhörte. "Ich sagte dir eben, du bist meine einzig wahre Liebe. Ich will es dir erklären.

Jeder Mensch hat einen Seelenverwandten, aber sie haben meistens nicht die Möglichkeit beziehungsweise die Zeit, diesen zu finden. Als Vampir jedoch hast du diese. Wenn unsere Seelengefährten geboren werden, spüren wir das und auch, wo sie sich aufhalten. Du bist meine Seelengefährtin. Ich will den Rest meines langen Lebens mit dir verbringen und deshalb hoffe ich, dass du das auch willst. Du solltest gründlich über dieses Angebot nachdenken, denn wenn es erstmal geschehen ist, kann man es niemals mehr rückgängig machen.

Aber ich hoffe trotzdem, dass du dich dafür entscheidest, selbst wenn es egoistisch ist."
Ich schwieg eine Weile und dachte darüber nach. Jedoch kam ich immer wieder zum selben Ergebnis. "Es gibt nichts mehr, was mich in dieser sterblichen Welt hält. Ich möchte mit dir mein Leben verbringen." antwortete ich ihm fest entschlossen. "Bist du dir absolut sicher?" fragte er mich und ich nickte.

Daraufhin verwickelte er mich erneut in einen Kuss, welcher leidenschaftlicher war als jeder zuvor. Als er sich von mir löste, beobachtete ich ihn ganz ruhig dabei, wie er sich sein Handgelenk Aufschnitt und das Blut daraus in seinen Mund zog. Als er damit fertig war, schloss sich die Wunde schon und er küsste mich, wobei sein Blut in meinen Mund floss.

Wie aus Reflex schluckte ich es, es schmeckte süßlich, wie Himbeeren und nicht, wie normales Blut schmeckte, nach Eisen. Als alles unten war, löste er sich von mir, lächelte mich an und streichelte sanft über meine Wange. "Ich werde dich jetzt töten müssen. Dafür werde ich dich beißen. Keine Angst, es wird nicht wehtun." Vertrauensvoll beugte ich meinen Kopf nach hinten und lehnte meinen restlichen Körper zu ihm.

Doch er zog meinen Kopf zu sich und küsste mich erneut sehr innig und drückte meinen Körper dann auf das Sofa. Langsam küsste er sich von meinem Mund, über mein Kinn zu meinem Hals, hielt dort kurz inne und bohrte dann seine Zähne in meinen Hals. Kurz schrie ich auf, als mich ein heftiger Schmerz überrollte, jedoch verschwand dieser schnell und verwandelte sich in pure Lust.

Ich stöhnte auf und schloss meine Augen, merkte wie ich langsam schwächer wurde und gab mich ihm ganz hin, bis ich schließlich mein Bewusstsein verlor.


Dies ist nur der Anfang einer wundervollen Liebesgeschichte und eines langen Lebens, doch dies war der Moment, in dem ich endlich meine wahre Bestimmung fand und die Einsamkeit, welche meine Seele bis dahin immer beherrscht hatte, endlich vertrieben wurde.

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