Hier klicken um eine Inhaltsübersicht vom Vampir-Club zu bekommen Hier geht es zum bekannten Vampir-Club Chat, tauscht Euch mit Gleichgesinnten aus Im Vampir-Club Forum könnt Ihr über interessante Themen diskutieren   Romantische und spannende Vampirgeschichten zum online lesen   Kontakt- und Kleinanzeigen f¨r die Wesen der Nacht Bei Fragen und Problemen könnt Ihr unseren Support kontaktieren
 

++ VampirGeschichten - Neue Geschichten Jetzt lesen ++

VC-Icon

Vampir Geschichten

Kurzgeschichten über die Nachtwesen

Nacht


(Mittel: 8436 Zeichen)
 Mort-vivant Online seid 10.08.2009
(1811 mal gelesen)

Lesemodus: Standart + Große Schrift + Kleine Schrift + Schwarz/Weiß + VC-Farben

zurück

Mein Satinnachthemd klebte an meiner Haut, durch die Feuchtigkeit in der Luft. Ich drehte und wand mich unter meiner Bettdecke, doch ich konnte nicht schlafen. Also setzte ich mich auf und legte den Kopf in meine Hände. Ich wollte etwas gegen diese unerträgliche feuchte, warme Luft tun, die auf mir lag wie ein Bleimantel. Ich stand auf und machte die Jalousie hoch. Dann trat ich hinaus auf meinen Balkon. Die Luft draußen war auch nicht viel besser, sie roch nach Blumen und feuchter Erde und ich hatte auf einmal große Lust einen Spaziergang zu machen.

Ich zog eine kurze Shorts über und ging hinaus. Ich ging an den See, der an meinem Haus lag. Und schaute auf den dunklen Wald, der sich vor mir monströs erstreckte. Ich wusste nicht warum, aber ich fühlte mich seltsam angezogen von dem Wald. Und ehe ich mich versah, stand ich schon zwischen den Bäumen.
Ich ging immer weiter, bis ich nicht mehr wusste wo ich war. Überall waren diese gleich aussehenden und doch unidentischen Bäume und gaben mir ein klaustrophobisches Gefühl.

Ich fühlte mich unwohl. Beobachtet. Ein Kribbeln ging durch jede Ader in meinen Körper, und ich wusste was es war. Meine Angst, mein Adrenalin. Ich war panisch und war kurz vorm Losschreien, doch ich wusste das mich niemand hören konnte.

Ich war tief allein im Wald. Aber dies war nur ein verzweifelt gefasster Gedanke um mich zu beruhigen. Ich wusste, dass ich nicht allein war. Ich konnte nicht mehr stehen bleiben, sträubte mich gegen den Bann, der mich im finsteren Wald festhielt und rannte los. Ich rannte, von meiner Angst, meiner Panik getrieben, so schnell ich konnte. Meine Lunge fing an zu stechen, doch ich ignorierte es. Mein Drang zu Leben, davonzulaufen und keinen Blick mehr in den Wald zu werfen, war übermannend.

Ich kam wieder auf den Weg und rannte weiter, doch ich war immer noch im Wald. Plötzlich stolperte ich über eine hervorrangende Wurzel und fiel hin.
Meine Beine und Hände waren aufgeschürft und bluteten. Ich stand auf, unterdrückte den stechenden, brennenden Schmerz und lief weiter. Endlich sah ich das Ende des Waldes, dann den See und zugleich mein Haus. Ich lief weiter, holte mit zitternden, brennenden Händen meinen Schlüssel raus und war so hastig beim aufschließen, dass ich das Schlüsselloch zuerst verfehlte. Zum Glück steckte der Schlüssel endlich drin und öffnete mit einem Klicken die Tür. Ich schlüpfte rein und schlug die Tür härter als nötig zu. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und ich atmete schwer. Dann lief ich in mein Zimmer, ließ die Jalousie wieder runter, zog hastig meine Shorts aus und kroch unter meine Bettdecke.

Voller Erschöpfung schlief ich ein.

Am nächsten Morgen schien mir die Sonne ins Gesicht, jemand musste die Jalousie hochgezogen haben. Als ich die Augen öffnete, blendeten mich die warmen Strahlen.

Ich warf die Decke zurück und setzte mich auf. Langsam kam das, was mir letzte Nacht widerfahren ist, wieder in mein Gedächnis zurück.

Als ich auf meinen Balkon trat, kamen mir die Ereignisse letzter Nacht garnicht mehr real vor.

Ich ging runter und frühstückte. Doch ich hatte keinen großen Hunger, deswegen aß ich nur ein halbes Brötchen.

In der folgenden Nacht konnte ich schon wieder nicht schlafen und abermals zog es mich in den Wald.

Als ich wieder dort war packte mich die Angst erneut und ich wollte weglaufen. Doch diesmal war es anders. Mein Körper wollte sich nicht mehr bewegen. Er war starr vor Angst.

Plötzlich spürte ich einen Luftzug an meinem Hals und mir sträubten sich die Nackenhaare.

Meine Augen waren zu schlecht, ich konnte nichts sehen, außer die schwachen Umrisse der dunkeln Bäume und hinter den vorderen Bäumen den schwarze Rest des Waldes.

Meine Furcht schnürte mir die Luft ab. Ich rang nach Luft und meine Beine gaben nach. Ich fiel auf den nassen, moosbewachsenen Boden und schlang meine Arme um meine Brust. Ich hatte solche Angst, die noch schlimmer war, als in der vorherigen Nacht. In sekundenschnelle schien es mir, als sah ich ein Paar rote Augen. Doch sie waren so schnell weg, dass ich mir nicht mehr sicher war, ob ich sie mir nicht eingebildet hatte. Die Taubheit verließ langsam meinen Körper und ich stand langsam auf. Und als ich stand, lief ich los, wieder als ob mein Leben davon abhing und wahrscheinlich war das auch so.

So ging es die nächsten drei Nächte lang, mit dem Unterschied, dass der Schmerz und die Angst immer größer wurden und

ich immer mehr Anzeichen bekam, das mir klar wurde, dass wirklich etwas dort im Wald war. In der ersten Nacht allein die Panik und der Bann, der mich dort hielt. In der zweiten Nacht der Luftzug an meinem Nacken und die roten Augen, in der Dritten ein süßlicher Duft, der mich betörte, in der Vierten schien es, als schloss sich eine glatte, kalte Hand um meine Handgelenke und wollte mich festhalten, in der Fünften spürte ich einen Kuss am Nacken und der süßliche Duft stieg mir abermals in die Nase. Obwohl es erschreckend unheimlich war, was dort mit mir in diesem düsteren Wald geschah, zog es mich auch in der sechsten Nacht dorthin, doch die Angst blieb wie in den letzten fünf Nächten nicht aus.

Ich wusste den Weg schon und meine Füße trugen mich wie von allein dorthin.
Ich stand wieder im Wald und die Furcht kribbelte in meinen Adern. Ich wartete. Für einen Moment sah ich die roten Augen, dann verschwanden sie hinter einen der Bäume und zwei kalte, glatte Hände schlossen sich um meine Handgelenke. Gleichzeitig brachte mich der süße Duft fast um den Verstand, der nun in meine Nase stieg. Ich spürte einen Luftzug an meinem Nacken, mir wurd klar das es ein Atmen glich. Ich spürte Küsse in meinem Nacken. Ich wollte mich umdrehen, doch ich konnte nicht, der eiserne Griff der Kreatur hielt mich fest. Plötzlich war ich wieder frei und ich drehte mich einmal um meine eigene Achse um die Kreatur zu erhaschen, bevor sie in Bruchteilen von Sekunden wieder weg war.

Plötzlich glühten mir zwei rote Augen in Diemeinen und es schlossen sich wieder die Hände um meine Handgelenke. Ich erschrak mich so, dass ich ein Stück zurücksprang. Nun konnte ich dieses Wesen erkennen und es sah fast so aus wie ein normaler Mensch:

Es war ein Mann, anfang zwanzig, mit kohlenschwarzem Haar, das zu einen Pferdeschwanz, im Mondschein glänzend wie Seide seinem Rücken runterfiel und in starken Kontrast zu seinen kirschroten Augen stand, ungefähr zwei Köpfe größer als ich und mit einer Statur von einem Model. Er hatte ein rotes Hemd an, dazu eine schwarze Hose und Schuhe aus schwarzen Wildleder. Ich fand ihn atemberaubend schön! Nun grinste er mich an und entblößte zwei Reihen strahlend weißer Zähne. Jedoch waren seine Eckzähne extrem spitz.

Ich wollte was sagen doch er legte mir einen Finger auf den Mund und gebot mir zum Schweigen. Ich gehorchte.

" Mein Name ist Christian. Ich war es, der dich die letzten fünf Nächte in den Wald gelockt hat, doch ich merkte, dass du noch nicht bereit warst. Ich beobachte dich schon viele Jahre lang und ich weiß du bist die Eine.

Du hast gemerkt, ich bin nicht so wie du. Ich bin Vampir."
Mein Atem stockte, " Ein Vampir?", schoss es mir durch den Kopf. Er spürte meinen Schrecken.
"Ich weiß, was du denkst. Doch habe keine Angst vor mir. Ich werde dich nicht töten."

Er zog mich an sich, was in mir den Instinkt zu fliehen weckte, doch seiner schier unglaublichen Kraft konnte ich nicht entkommen. Nun nahm er mein Gesicht in seine Hände, seine roten Augen kamen immer näher und schließlich berührten seine eiskalten Lippen meine. Ich erwiderte seinen Kuss und meine Hände fuhren seinem Rücken hinunter, denn meine Handgelenke waren frei. Ich war ihm verfallen. In mir entflammte eine Leidenschaft gemischt mit Liebe, die ich nie zuvor empfunden hatte. " Darf ich dir den unsterblichen Kuss geben, Elisabeth?"

Ich hauchte: " Ja!"

Dann gruben sich seine spitzen Fangzähne auch schon in meinen Hals.

zurück

Kontakt zum Autor: Wenn Ihr auf den Künstlernamen unter dem Tabellenkopf klickt (nicht bei allen Geschichten möglich)
 

 
  Um den Vampir-Club zu Kontaktieren, hier klicken Ihr habt einen Fehler gefunden? Hier klicken um uns diesen zu melden! Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Vampir-Club

Copyright by www.Vampir-Club.de  - Schladen 2000 - 2018; Andre Stellmach
-------
Bitte beachtet unsere wichtigen Hinweise im Impressum

Datenschutzhinweis
-------
VC/Version 4.0