Hier klicken um eine Inhaltsübersicht vom Vampir-Club zu bekommen Hier geht es zum bekannten Vampir-Club Chat, tauscht Euch mit Gleichgesinnten aus Im Vampir-Club Forum könnt Ihr über interessante Themen diskutieren   Romantische und spannende Vampirgeschichten zum online lesen   Kontakt- und Kleinanzeigen f¨r die Wesen der Nacht Bei Fragen und Problemen könnt Ihr unseren Support kontaktieren
 

++ VampirGeschichten - Neue Geschichten Jetzt lesen ++

VC-Icon

Vampir Geschichten

Kurzgeschichten über die Nachtwesen

Der Geschmack des Blutes


(Mittel: 8691 Zeichen)
 Shadowlight Online seid 08.12.2015
(2069 mal gelesen)

Lesemodus: Standart + Große Schrift + Kleine Schrift + Schwarz/Weiß + VC-Farben

zurück

Alles begann eines Abends... Ich war wie so oft von meiner ‚Unterkunft’
namens Waisenhaus geflüchtet.
Ich lief durch die Stadt, bis zur anderen Seite – Wo die Straße bei einem Strand endete.
Die Sonne fing gerade an unter zu gehen.
Ich kletterte unter einen Steg, um für mögliche Passanten unsichtbar zu werden. Ich setzte mich und krallte meine Finger in den Boden.
Der Sand war vom Tag erhitzt, und rief ein brennendes kitzeln an meiner Haut aus.
Ich ließ mich nach hinten fallen, um mehr von diesem milden Schmerz zu verspüren.

Danach genoss ich es in vollen Zügen, zu beobachten wie der Himmel zuerst gelb, und dann orange wurde. Schließlich färbte er sich rot und verweilte in dieser Farbe.
Der Sand unter mir verlor an Wärme und kalter Wind blies mir die Haare ins Gesicht. Ich überlegte ob das Meer diese Atmosphäre verursachte. Die Kälte der Umgebung und die Traurigkeit, Bedrücktheit die ich mit jedem Atemzug in meine Lungen pumpte. Doch schon bald darauf sollte ich mich irren.

Ich stand auf, mit den Gedanken sich einen Schlafplatz zu suchen, stoppte jedoch sofort, als ich zwei eisige Hände an meiner Taille spürte.
Meine Atembewegungen wurden unruhiger, mein Herz raste vor Schrecken und meine Ohren dröhnten von der Kälte der Berührung.
Diese Kälte bereitete mir eine Gänsehaut und drang schnell in jeden Winkel meines Körpers ein - Sie lies mich erstarren.
Ich spürte seinen Atem an meinen Hals und wie er mit seiner Nase auf und ab fuhr.
Eine leise Melodie - ein beruhigendes Summen erfüllte meine Ohren.
Während er anfing meinen Hals zu küssen, machte er mit einer Hand Kreisbewegungen auf meinem Bauch.
Ich war wie gelähmt – unfähig ihm etwas entgegen zu setzten.
Meine Füße gaben nach, ich fiel auf die Knie. Er gesonnte sich zu mir herab und umarmte mich von hinten.
„Was hast du vor?“ Stieß ich leise hervor und Tränen stiegen mir in die Augen – Er antwortete mir nicht.
Zögernd küsste er mich weiter - Eine halbe Ewigkeit, kam es mir vor.
Dann nahm er meine linke Hand. Natürlich versuchte ich mich noch immer zu wehren, doch es schien alles keinen Sinn zu haben. Er schnitt mich, mit seinem Fingernagel, unterhalb des Handgelenkes auf. Ich zuckte schmerzhaft zusammen - Er hatte sie Hauptschlagader getroffen und mein Blut gerann schnell.
„Das ist es was ich will...“ flüsterte er und leckte das Blut ab. Seine Zunge brannte auf der offenen Wunde und ließ mich ein noch lauteres stöhnen ausstoßen.
Er legte meine Hand zur Seite und wand sich wieder meinen Hals zu.
„Du schmeckst genauso gut, wie du riechst... nach Himbeeren.“ Seine Stimme brach in mir eine Wand. Ich begann zu weinen, unendliche Angst und Verzweiflung machten sich in mir breit.
„Gut so, es intensiviert den Geschmacken nur, wenn du dich deinen Gefühlen hingibst. Du solltest wissen, dass wir Vampire nur Blut schmecken können und Nichts anderes auf dieser Welt. - Jede Blutnote ist einzigartig und deine ist fantastisch...“ ergänzte er und seine Küsse wurden fester, als suchte er die beste Stellen...
„Bitte... bitte... lass mich gehen.“ Bettelte ich vergebens.
„Dazu ist es zu spät. Ich kann jetzt nicht mehr aufhören. Du bist so unwiderstehlich, dein Blut ruft mich, dein Herzschlag verleitet zur Tat. Und ich... Ich genieße es.“

Langsam spürte ich einen Druck und seine Eckzähne bohrten sich in mein Fleisch. Er gab dem ganzen noch einen kräftigen Ruck – und ich spürte wie wärme meinen Körper herunter rann.
Der Schmerz seiner Zähne schien mir unerträglich zu sein, dauerte er auch nur wenige Momente an. Nun fühlte ich nur noch ein sanftes ziehen.
Ich war drauf und dran meine Augen zu schließen, ohne dem Vorhaben sie wieder auf zu machen, in einen ewigen Schlaf zu fallen – Doch er setzte ab.
„Ich will noch etwas Spaß, wo ich doch gerade erst in Stimmung gekommen bin.“ lachte er mir leise ins Ohr.
Er legte mich in den feinen Sand und stand auf.
Ich konnte meinen Kopf gerade noch so weit bewegen, um zu erkennen, dass ich in meinem eigenen Blut eingebettet war.
Es hätte mich nicht gewundert lag ich schon in meinem eigenen Grab. Man musste nur noch Sand über mich schütten und Niemand hätte mich die nächsten zehn Jahre gefunden.
Dann stach der Schmerz in meinen linken Oberschenkel. Er hatte in dessen Innenseite gebissen.
Sein Plan war relativ einfach. Mein Handgelenk, mein Hals und der Oberschenkel – Er biss dort zu wo er am schnellsten an mein Blut kommen konnte – Immer auf die Hauptschlagader.
Ich fühlte wie der kalte Sand an wärme gewann was bedeutete, dass ich diese verlor.
Wieder kam Erleichterung über mich - er setzte abermals ab.
Ich bekam Atemnot, die Luft schien plötzlich zu dickflüssig zu sein.
„Dein Herz wird langsamer und dir fehlt das Blut um so viel Sauerstoff transportieren zu können.“ erklärte er mir und setzte sich neben meinen Kopf.
Mir wurde schwindelig – Er beugte sich über mich und fing wieder an diese Melodie zu summen. Das Lied machte mich einerseits schläfrig, stillte jedoch andererseits meinen Schmerz und beruhigte mich.
Gerade als ich die Augen schloss, spürte ich Wärme in meinem Mund. Sie brannte in meiner Luftröhre und entzündete ein Feuer in meinen Lungen.

Als ich aufwachte schmeckte ich Schokolade. Ich schlug die Augen auf und sah die Unterseite des Holzsteges.
„Gut geschlafen?“ Ich drehte meinen Kopf zur Seite.
„Was ist passiert?“ fragte ich zögernd. Ich war Schwach, fror und fühlte mich am Verdursten.
„Ich wollte nicht das dieses Spiel wie all die anderen endet.“ antwortete er gelassen.
„Spiel?“ fragte ich schockiert.
„Mit Spiel... Will ich der Tatsache nur aus dem weg gehen, dass ich dich...
Nun ich habe dich verwandelt, weil... es mich so überkommen ist.“ er schien etwas ratlos zu sein, was meine Frage betraf.
Langsam setzte ich mich auf, wobei er mich anschließend stützten musste.
„Dann schmeckst du nach Schokolade?“ fragte ich interessiert, aber mit schwacher Stimme.
Er nickte und sah mir in die Augen.
„Du schmeckst gut.“ flüsterte ich leise.
„Willst du mehr ausprobieren?“ entgegnete er und half mir aufzustehen.
Ich nickte zögernd.
„Du hast doch Durst nicht?“ fragte er nach, worauf ich auch nur nicken konnte.
Es war ein eigenartiges Gefühl mit ihm zu reden, wo er mich doch zu vor so gequält hatte, was wiederum die Frage aufdeckte, wie lange ich geschlafen hatte. - Angeblich fünf Tage und ohne Wissen ob ich es schaffen würde.

In dieser Nacht brauchte ich viel um meinen Durst zu stillen:
Eine betrunkene Blondine aus einer Kneipe – Sie schmeckte nach Zuckerguss.
Ein Junge der wahrscheinlich auf dem Nachhauseweg war – Pfefferminz.
Ein Mädchen knapp zwei Jahre älter als ich – Marzipan.

Mit dem Gewissen drei Menschen umgebracht zu haben kam ich nicht besonders zu recht, selbst wo ich danach noch mehr wollte.
Ich hatte mir meine Opfer nicht willkürlich ausgesucht. Ich konnte von weiten ahnen, ob sie in das Profil passten, das ich mochte und dann überkam mich einfach diese Energie.
Er – Namens Leonard – Hatte mich nicht nur einmal zurückhalten müssen, um keine Aufmerksamkeit auf uns zu richten. Leonard ermahnte mich auch immer wieder, nicht zu hastig zu trinken, was äußerst schwer war.
Leonard brachte mich zu sich nach Hause wo ich am Ende der Nacht – dem Anfang des Tages – Müde in sein Bett fiel. Meine Muskeln zuckten leicht und ich verspürte immer noch den Hauch von Durst.
„Du bist noch jung und benötigst extremen Schutz vor Tageslicht. Je älter man wird desto länger kann man der Sonne trotzten, jedoch hielt es noch nie jemand länger als eine Stunde aus.“ erklärte er mir und zog die Vorhänge zu.
Der Himmel draußen war noch tief dunkelblau und meine Begeisterung für meine Schwäche hielt sich in Grenzen.
„Nun genug Zeit um Sonnenauf wie -untergang sehen zu können flüsterte ich.
Leonard legte sich zu mir und ließ mich bereitwillig an ihm kosten.
Meine Meinung blieb gleich. Schokolade... war der Genuss für den ich mich zwang langsam zu trinken.
Und bevor ich weg sank hörte ich wie er mir wieder mein Schlaflied vorsummte...

zurück

Kontakt zum Autor: Wenn Ihr auf den Künstlernamen unter dem Tabellenkopf klickt (nicht bei allen Geschichten möglich)
 

 
  Um den Vampir-Club zu Kontaktieren, hier klicken Ihr habt einen Fehler gefunden? Hier klicken um uns diesen zu melden! Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Vampir-Club

Copyright by www.Vampir-Club.de  - Schladen 2000 - 2018; Andre Stellmach
-------
Bitte beachtet unsere wichtigen Hinweise im Impressum

Datenschutzhinweis
-------
VC/Version 4.0