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Vampir Geschichten

Kurzgeschichten über die Nachtwesen

Die Nacht der Liebe


(Mittel: 6502 Zeichen)
 Demongirl Online seid 12.01.2006
(1235 mal gelesen)

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Es war bereits spät abends, als Selina ihr kleines Appartement betrat. Fast schon mechanisch ging sie auf ihr Fenster zu. Bevor sich es sich zum tausendsten Male auf ihren Fenstersims gemütlich machte, zog sie ihr kleines warmes Jäckchen über. Sie wusste, es kann eine laue, jedoch kühle Nacht werden. Sie kannte all die kleinen Frühlingstücken. Jedes laue Lüftchen, jedes noch so kleine Geräusch, saß sie doch fast Abend für Abend auf ihren Fenstersims. Allein.
Selina entfloh vor einigen Jahren ihren grausigen Alltag in der Kleinstadt in der sie aufwuchs. Sie glaubte in die große weite Welt zu müssen, denn nur dort kann sie all ihren Kummer und Leid vergessen. Sie gab sich ihren neuen Namen-Selina-und glaubte erlebtes nun endlich entrinnen zu können. Fort von all ihren Gedanken, Ängsten und Schmerzen.
Selina wuchs bei ihren Vater auf, ein Trinker. Nicht das es nicht genug gewesen wäre, hatte sie zudem noch 2 weitere, ältere Brüder. Und dank der Erziehung ihres Vaters, waren auch die Brüder nicht sehr viel anders. Jedenfalls hatte sie niemanden, auf den sie hätte zählen können. So musste sie Tag für Tag die Demütigungen ihrer "Liebsten" ertragen. Sie wurde geschlagen, körperlich, mit Worten und geistig. Sie war ein nichts und dieses wurde ihr immer wieder nur allzu klar gemacht.
Eines abends kam Selina heim, ihr Vater wartete bereits mal wieder angetrunken. Und obwohl sie für ihn etwas erledigen musste, ging er auf sie los. Es war das erste Mal in ihren noch so jungen Leben, als sie das Gefühl des Hasses erlebte. Das erste Mal in denen Gedanken eine Rolle spielte, wie sie sich für immer befreien könnte. in dieser einzigen kurzen Sekunde umgab sie mehr Angst als sie je hätte spüren können. Noch in der selben Nacht verschwand sie. Obwohl sie immer in ständiger Angst lebte war sie dennoch das erste mal frei.
Doch tief in ihrer Seele war sie eine Gefangene ihrer selbst. Denn wenn auch sie sich immer und immer wieder selbst einzureden vermochte jemand anderes zu sein, war sie doch immer noch das selbe junge Mädchen-gefangene der Angst. Selina selbst spürte nicht mal die Tränen, wie sie langsam und fast zärtlich über ihren zarten Gesicht liefen. Selina hatte große braune Augen, sie wirkten fast wie ein kleines ängstliches Rehlein.
Ihre langen dunklen Locken umspielten frech ihr Gesicht, und doch sah man in ihren Augen nur die tiefe Verletzlichkeit. Die große Einsamkeit. Seit Selina in die Stadt gezogen war, war sie noch immer allein. Ohne Freunde, ohne jemanden der sie liebte oder den sie hätte lieben können. Selina kannte diese Gefühl noch nicht mal, und dennoch sehnte sie sich so sehr danach, dass es sie fast zeriss. Selina sah in die Ferne und bemerkte deshalb auch nicht den jungen Mann gegenüber. Wie er Nacht für Nacht zu ihr herüber schaute. Er war groß und muskulös, doch seine kleinen dunklen Augen verrieten eine tiefe Sehnsucht. Die raspelkurzen Haare standen ihn gut, besonders zur dunklen Kleidung. Der sinnliche Mund verriet, welch Zärtlichkeit in ihn steckte. Tom konnte Selinas Schmerz fühlen.
Er wollte bei ihr sein, sie in seinem Armen halten, sie beschützen, doch wie sollte er sie ansprechen? Das änderte sich jäh einige Abende später. Wie immer saß Selina auf ihren Fenster. Es war das erste Mal, als spürte sie jemandes Anwesenheit. Doch als sie sich umschaute konnte sie niemanden erblicken. Nur spüren. Sie hatte plötzlich ein wohliges warmes, fast zärtliches Gefühl in sich und konnte sich zugleich nicht erklären warum.
Dann plötzlich klopfte es leise an der Tür. Das wohlige Gefühl entschwand der panischen Angst. Panisch rannte Selina zur Feuerleiter herüber. Das Klopfen wurde immer intensiver. Selina wusste, nun ist es vorbei. Er ist da und wird sie töten. Tom sah alles von der anderen Seite. Er spürte ihre Angst. Wollte ihr beistehen. Mit einem großen Sprung landete Tom bei Selina auf der Feuerleiter. Selina hatte keine Zeit darüber nachzudenken, wie er den Sprung schaffen konnte, oder vor ihm angst zu haben. Die Gefahr vor der Tür war größer. Mit einem knall flog die Tür auf.
Er stand da. Selinas Vater stand nun vor ihr. Nicht nur angetrunken, sondern mit einer Waffe in der Hand. Noch bevor Tom reagieren konnte drückte ihr Vater ab. Er traf Selina mitten in die Brust. Ein Schuss auf Tom, doch nichts geschah. Tom lief zum Vater, 1, 2, 3 Kugeln durchbohrten ihn, doch nichts geschah. Tom nahm ihn im Schwitzkasten, er wollte ihn töten, doch sein Blick fiel auf Selina die reglos am Boden lag. Der Vater verschwand, Tom konnte sich darum später kümmern. Er ging zu Selina, nahm sie in den Arm. Er sah das Blut ihren Mundwinkel entlang rinnen.
Selina öffnete die Augen. Sie wusste gleich ist alles vorbei, und doch sah sie in Toms dunkle und so zärtliche Augen. Ein Flüstern... Tom strich zärtlich über Selinas Wange, spürte wie die Tränen anfingen zu brennen. Er konnte nicht weinen, durfte es nicht... wie kann das sein. Er wusste er liebte sie. Wie er zu Lebzeiten nie jemanden mehr geliebt hatte. Sie versuchte ein Lächeln, sie flüsterte Tom zu, wenn ihr Leben auf Erden dazu bestimmt war nur eine Sekunde in seinen Augen sehen zu können, um all die Liebe spüren zu dürfen, dann dankte sie Gott dafür. GOTT, nein Gott war es sicher nicht der ihr noch helfen konnte.
Er wusste er durfte es nicht, doch bevor sie ihren letzten Lebenshauch ausatmete, musste er es tun. Nur so konnten sie ihr gemeinsames Glück doch noch finden. Selina spürte noch für eine winzige Sekunde den stechenden Schmerz von zwei kleinen spitzen Gegenständen in ihren Hals. Als sie wieder zu sich kam, saß Tom neben ihr und hielt ihre Hand. Selina lächelte, das erste mal in ihren Leben fühlte sie Glück.
Das Glück zu lieben, das Glück der Freiheit, das Glück geliebt zu werden. Selina wusste nun ist sie frei. Sie kann lieben, leben und und geliebt werden. Ohne darüber zu reden wusste sie, sie war nun in einer anderen Welt. Zwar auf Erden, aber es herrschte eine andere Dimension. Sie wusste, sie war ein Wesen der Nacht.
Doch Selina war nun auch das glücklichste Wesen der Nacht. Zärtlich verschmolzen Selina und Tom in einem innigen Kuss ineinander. Sie spürte die weichen zarten Lippen, so wie er die Ihren. Als zwei liebende Geschöpfe der Nacht entflohen sie in die Dunkelheit... auf den Weg in eine kleine Stadt...!

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