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Vampir Geschichten

Kurzgeschichten über die Nachtwesen

Nachts


(Kurz: 4040 Zeichen)
 Marie C. Online seid 11.11.2015
(2279 mal gelesen)

Lesemodus: Standart + Große Schrift + Kleine Schrift + Schwarz/Weiß + VC-Farben

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Eigentlich war mein Leben perfekt. Ich hatte eine Familie, meine Eltern und meine Geschwister. Wir lebten in einer großen Villa mit riesigem Garten und Pool. Aber all das, sollte in dieser Nacht zerschlagen werden.

Ich war gerade auf dem Heimweg von meiner Freundin und lief durch die dunklen kalten Straßen von London. Manchmal war es blöd, so weit draußen zu leben, aber es hatte auch viele Vorteile. Ich ließ die Lichter der Stadt hinter mir zurück und betrat den schmalen Pfad, der nach ein paar hundert Metern zu unserem Haus führte. Der Wald um mich herum wirkte unheimlich und still, deshalb beeilte ich mich.

Es begann mal wieder zu schneien, auch wenn der Weg noch von einer mindestens zehn Zentimeter hohen Schneeschicht bedeckt war. Und dann war es mir plötzlich, als beobachtete man mich. Immer wieder drehte ich mich um, um zu sehen, ob da jemand war. Aber nie sah ich etwas. Schließlich bekam ich Angst und lief schneller. An Rennen war nicht zu denken, da der Weg vereist war. Das würde eine Rutschpartie werden. Stattdessen fiel ich in einen Laufschritt. Doch plötzlich, als ich dachte ich wäre wieder allein, warf mich etwas zu Boden.

Dieses etwas hielt mich mit einer unheimlichen Kraft am Boden fixiert und ließ mich nicht entkommen. Ich vernahm ein leises Knurren direkt neben meinem Ohr und begann zu schreien. Ich schrie mir die Seele aus dem Leib, doch es nützte nichts. Ich spürte einen stechenden Schmerz an meiner Halsschlagader und dann fuhr plötzlich ein reißender, zerrender Schmerz durch meinen ganzen Körper und blockierte meinen Überlebensinstinkt.

Ich wehrte mich nicht mehr, denn alle meine Muskeln waren zu Eis erstarrt. Und obwohl ich gerade das Bewusstsein verlor, erkannte ich, was dieses etwas tat. Es trank mein Blut. Vampire?, schoss es durch meinen Kopf. Das gab es doch nicht. Und wenn doch? Jedenfalls wusste ich, dass ich jetzt sterben würde. Ich wäre gerne älter als sechzehn Jahre alt geworden. Meine Familie, meine Freunde… Was würde es für ein Schock für sie sein, wenn ich tot wäre?

Aber jetzt ließ es sich auch nicht mehr ändern. Inzwischen war die Anwesenheit des Fremden nicht mehr unangenehm. Es war in seiner Nähe geradezu warm und geborgen. Doch plötzlich ließ er von mir ab und verschwand. Aber er nahm die Wärme und Geborgenheit mit. Ich fühlte entsetzliche Schmerzen, die mir tief ins Mark fuhren. Die Kälte der Nacht hüllte mich in ihren eisigen Umhang und zog mich in die Bewusstlosigkeit.

Irgendwann wurde aus dem Schmerz und der Kälte Wärme. Ich war in der Lage, meine Glieder zu bewegen und die Augen zu öffnen. Als ich letzteres tat, staunte ich. Es war immer noch Nacht, doch im Gegensatz zu vorher, konnte ich alles sehen. Jeden Baum, jedes Blatt und jeden Tautropfen. Ich warf einen schnellen Blick auf die Uhr. Kurz nach Mitternacht.

Ich stand auf. Was war aus mir geworden? Die Tatsache, dass ich eben einen Vampirangriff überlebt hatte und dass ich so gut sehen, hören und riechen konnte, ließ darauf schließen, dass ich nun ebenfalls ein Geschöpf der Nacht war. Nein. Das durfte nicht wahr sein. Ich hatte viele Vampirbücher gelesen und nie damit gerechnet, dass es sie wirklich gab.

Was sollte ich jetzt tun? Zurück nach Hause konnte ich auf jeden Fall nicht. Meine Familie würde zuerst nach mir suchen und irgendwann würde ich für tot gelten. Ich hatte keinen Platz mehr in dieser Welt und das musste ich akzeptieren. Orientierungslos ging ich weiter auf mein altes Zuhause zu, ignorierte die einladend wirkenden Fenster und bestieg den großen Hügel am Ende von London. Dort blieb ich stehen und warf noch einen letzten, sehnsüchtigen Blick auf die Lichter der Stadt. Es begann zu schneien, als ich mich wieder in Bewegung setzte und den Weg ins nirgendwo einschlug. Der Schnee und der Wind, aber vor allem die Zeit, verwischten meine Spuren, die mich in eine ungewisse Zukunft führten.

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