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Vampir Geschichten

Kurzgeschichten über die Nachtwesen

Mein Begleiter in ein neues Leben


(Mittel: 8772 Zeichen)
 Shadowlight Online seid 22.10.2015
(2065 mal gelesen)

Lesemodus: Standart + Große Schrift + Kleine Schrift + Schwarz/Weiß + VC-Farben

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Ich ging die Straße entlang... Die Nacht war schon vor Stunden
angebrochen. Ich war auf dem Weg nachhause - hatte den Schulbus verpasst.
Meine Füße schmerzten zur Hölle und meine Schuhsohlen waren längst
durchgelaufen. Es war - Gott sei dank - eine noch halbwegs warme
Herbstnacht.
Doch schon auf dem halben Weg, ließ ich meine Schultasche, mitten auf der
Straße fallen und ging ohne nachsehen weiter.
Ich war müde. Ging ich doch schon vier Stunden die dunkle Straße entlang,
immer gerade aus, als ob sie niemals enden würde.
In der Finsternis schien jedes Haus dem drauf folgendem zu gleichen und
jede Straßenlaterne dieselbe zu sein. Einzig und allein die Fallenden
Blätter und der ansteigende Wind waren zu hören. Keine Autos, kein laut
angeschalteter Fernseher - Es schien als wäre ich allein wach und niemand
anderes in dieser trostlosen Welt.

Nach einiger Zeit blieb ich stehen. Ich stand neben einer Bushaltestelle,
vor der, bei der ich für gewöhnlich ausstieg. Vor mir endeten die Häuser -
sowie die Straßenlaternen - und der Betonboden.
Ich kannte den vor mir liegenden Waldweg sehr gut, ging ich ihn doch Tag
ein und Tag aus - Auch wenn bis jetzt nur bei Tageslicht.
> Noch zwei Stunden durch diesen Wald dann bin ich endlich zu Hause und
kann mich in mein Federbett fallen lassen < erinnerte ich mich
hoffnungsvoll. Doch der Weg den ich gehen musste war unmakiert und Nichts
war in dieser Dunkelheit zu erkennen.
Ich streckte vorsichtshalber meine Finger in die Finsternis und tastete
mich Schritt für Schritt vor.
> Wenn ich nur einmal nach hinten sehe, verirre ich mich - Mit
Sicherheit... und in diesem Tempo komm ich bis morgen nicht heim < dachte
ich verzweifelt und ehe ich mich's versah stolperte ich über eine aus dem
Boden hervor ragende Wurzel.
Ich blieb liegen, versuchte erst nicht wieder aufzustehen. Ich lauschte
den Jagdvögeln, dem fallenden Laub und mein einziger Wunsch war meine
Augen zu schließen - Zu schlafen und am nächsten Tag einfach zurück in die
Schule zu gehen. Trotz erdverschmierter Kleidung und vollkommen
durcheinander verwurschteltem Haar.

In solchen Momenten hasste ich mein leben noch mehr als gewöhnlich.
Meine Eltern setzten mich als Baby vors Waisenhaus aus. Meine Zieheltern
lebten am Ende der Welt. Meine Noten in der Schule waren grauenvoll.
Freunde konnte ich nie für mich gewinnen.
Ich war Einsam. Nicht nur im Wald liegend - Nein, in meinem gesamten
Leben.

Ich hievte mich auf - Meine Hand schmerzte - Sie war verstaucht.
Vorsichtig ging ich weiter. Unwissend ob es die richtige Richtung war.
Es entging mir nicht, dass sich die Atmosphäre im Wald geändert hatte. Es
war Still, zu Still.
Es schien als hätten selbst die Blätter aufgehört zu fallen - Der Wind
stand still. - Der Wald war wie ausgestorben.
Alles war ich hören konnte war mein eigener Atem, sowie mein Herz - Dieses
wurde eindeutiger schneller, jede Sekunde steigerte es sich.
Ich begann zu zittern, mein Blut schien sich von der ansteigenden Angst
regelrecht zu erhitzen.

Gerade als ich loslaufen wollte, spürte ich eine muskulösen Arm vor meinem
Bauch und eine Hand auf meinem Mund. Egal wer, zog mich von hinten zu
sich.
Mein Kopf wurde zur Seite gerissen und ich spürte seinen kalten Atem auf
meinem Hals.
Ich wollte um mein Leben rennen, wehrte mich mit allen Mitteln die mir zu
Verfügung standen. - Doch er schien so hart wie Stein zu sein und rührte
sich keinen Zentimeter.
Ich versuchte seine Hand von meinem Mund zu bekommen, wollte um Hilfe
schreien, doch auch das hatte keinen Sinn.
"Sch... Dich würde Niemand hören... Wehr dich nicht..." flüsterte er mir,
mit betäubend ruhiger Stimme zu.
Ich spürte wie er mit seiner Nase meinen Hals auf und ab fuhr.
Anschließend küsste er mich zärtlich.
Ich begann mich zu entspannen, verfiel seiner Liebkosung.

Ein letzter Kuss der mir den Atem raubte und dann Schmerz - Schmerz, der
nicht ansatzweise richtig beschreiben werden kann.
Ich spürte, wie etwas Nässe meinem Arm hinunter rann.
Ich spürte wie er mir das Blut aus der Hauptschlagader zog. Mein Herz
raste und schließlich langsamer wurde.
Ich spürte, wie meine Kräfte mich verließen und er die ganze Last meines
Gewichtes hielt.
Ich spürte wie mein Kopf pochte und meine Ohren von taubnis erfüllt
schienen.
Ich spürte wie mir langsam die Luft ausging. Feuer loderte in meinen
Lungen.
Ich fühlte wie meine Finger und Zehenspitzen froren.
Ich fühlte wie statt Blut leere durch mich floss.
Ich fühlte wie Kälte mich anfing zu erfüllen,
Und sah letztens Nichts.
Ich dachte nun endgültig gestorben zu sein, doch ich sollte mich irren...

Als ich meine Augen öffnete lag ich unter einer schwarzen Seidenen Decke -
In einem Himmelbett.
Die Vorhänge waren vor gezogen und ich wusste nicht ob es Tag oder Nacht
war.
Schmerz durchzog mich weiterhin, als würde Gift durch meine Adern fließen.
Aber es war bei weitem erträglicher als das zuvor.
"Sch... Alles wird gut..." hörte ich wieder seine ruhige Stimme, die aus
der vor mir liegenden Dunkelheit drang - Doch sie war nahe.
Erst jetzt merkte ich wie gelähmt ich war, denn am liebsten wollte ich
aufspringen und fliehen.
"Was verspürst du?" fragte er mich und setzt sich an eine Bettseite. "Hör
tief in dich hinein."
Ich schloss meine Augen und versuchte die Wahrheit zu verdrängen.
"Durst." stieß ich leise hervor. Eine Träne rann meine Wange hinunter und
ich konnte mein Schluchzen nicht zurückhalten.
"Sch... Es ist kein Grund für Traurigkeit." antwortete er mir. Er legte
seine kalte Hand auf meine Stirn.
"Der Schmerz könnte bald vollkommen ablassen... es gibt nur noch eine zu
tun..." Versuchte er mich zu beruhigen.
Doch ich war weiterhin aufgelöst, denn der Durst, der Instinkt in mir
schrie: 'Töte! Hol dir was du brauchst! Fühle die einzigartige Wärme
fließenden Blutes...egal ob von einem sterblichen oder unsterblichen
Lebewesen!'
Als wüsste er genau was ich dachte redete er weiter auf mich ein.
"Du wirst lernen es Unterkontrolle zu halten. Ruh dich aus... entspann
dich... hebe deinen Widerstand auf... lass die Kälte dich vollkommen
erfüllen - dann ist es bald vorbei."
Doch ich schüttelte - so gut wie möglich meinen Kopf. Ich wollte das Alles
nicht.

Plötzlich roch ich etwas - Es schien mir neu - unwiderstehlich.
Sein Handgelenk berührte meine Lippen und ein Tropfen seines Blutes fiel
auf meine Zunge.
"Nein" flüsterte ich. Trotz meiner Inneren Stimme.
"Tu es oder du stirbst."
> Dann soll ich sterben< dachte ich verbittert.
Er nahm seine Hand und drückte sie fest, damit sein Blut schneller gerann.
Vieles ließ ich über mich ergießen, doch letztens genoss ich den Geschmack
und packte zu.
Ich biss ihn in die Wunde, um an noch mehr zu gelangen.
Schließlich war er es der mich aufhielt. Kurz nachdem er mich von sich
wegzerrte, verlor ich wieder das Bewusstsein.

Als ich wieder aufwachte, lag er neben mir. Ich fühlte keine Schmerzen
mehr - Keine Kälte, jedoch auch keine Wärme.
"Wieso hast du das getan?" fragte ich vorsichtig, an die Zimmerdecke
starrend.
"Ich habe dich verwandelt, weil ich dich gern habe - Und weil es nicht
viel in deinem Leben gab, das du verlieren konntest." antwortete er
gelassen und fuhr mit seinen Fingern durch mein Haar.
> Wohl war.< dachte ich.
"Dann ist das also wirklich mein Neuanfang?" fragte ich unsicher.
"Ja, und ich werde dich leiten. Ich werde dafür sorgen, dass du niemals
mehr einsam sein wirst und das dir nie ein Leid geschehen wird."

Und so war es auch. Er lehrte mich dem Durst zu widerstehen, den Tag über
zu verweilen und die Nacht zu überstehen...

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