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Vampir Geschichten

Kurzgeschichten über die Nachtwesen

Der zerbrochene Spiegel


(Mittel: 12696 Zeichen)
 Melodie Falk Online seid 07.01.2016
(2171 mal gelesen)

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Brigitta sah sich in dem großen Kaufhaus um. Bereits schon seit Stunden wanderte sie zwischen den Ständer mit den Jacken und Mänteln umher, ohne dass sie etwas gefunden hätte, das ihr gefiel. Sie hatte einfach nicht die Idealmaße.
Ihre Laune sank plötzlich schlagartig in den Keller. Ohnehin entsprach ihre Stimmung dem Wetter draußen. Aber nicht nur die Tatsache, dass die Kleidung hier nicht nach ihrem Geschmack war, wirklich auf ihre Laune aus. Vielmehr war es, das aber war ihr nicht bewusst, die Hitze, die sie ganz unvermittelt in einem irren Tempo auf die Straße hinaustrieb. Sie wollte jetzt nur noch in die eisige Novemberluft hinaus.
Ohne genau hinzusehen welche Richtung sie einschlug, rannte sie los.
Und dann ging alles sehr schnell.
Das letzte, das sie sah war ihr eigenes Spiegelbild. Dann war sie auch schon mit dem Kopf in den Spiegel gelaufen, der vom Boden bis zur Decke hinauf zu reichen schien.
Mit einem lauten und schrillen Klirren, dass in ihren Ohren schmerzte, ging er zu Bruch.
Danach glaubte sie, die Besinnung zu verlieren.

„I ... I“, stammelte, sie als sie wieder zu sich kam, „al … als“, sie schloss den Mund und würgte einen dicken Klos im Hals hinunter.
Dann begann sie von Neuem: „Ich hab das nicht gewollt.“
Froh darüber, dass es jetzt draußen war, spürte sie die Erleichterung, die sich jetzt in ihrem Körper ausbreitete.

„Was hast du nicht gewollt?“, fragte ein großer, muskulöser Mann mit länglichem Gesicht, „ich hoffe doch sehr, dass du nicht den Besuch bei mir meinst, denn dass wäre schade.“

Der Klang seiner warmen, tiefen Stimme, die irgendwie etwas geheimnisvolles, ja absolut überirdisches an sich hatte, elektrisierte sie.
Anstelle einer Antwort, erkundigte sie sich, wo sie sich befand.
Ein Blick im Zimmer hatte ihr gesagt, dass es sich wohl kaum um eine Polizeistation handeln konnte, wie sie es erwartet hatte.

Sie befand sich in einem kleinen und ungemütlichen fensterlosen Raum. Es roch muffig. Auf dem Tisch stand lediglich eine Öllampe, die einzige Lichtquelle.
In dem spärlichen Licht konnte sie eine Vielzahl von Schwertern und Dolchen, die noch, und dieser Anblick schauderte sie, blutverschmiert waren, ausmachen. Sie mussten wohl eben noch im Einsatz gewesen sein.
Sie lag auf einer Art primitiver Liege, mit einer Wolldecke zugedeckt.

Der Mann, der sich jetzt auf eine Bank auf der anderen Seite des Zimmers setzte, lachte.
Es war ein warmes leises Lachen, dass sie sofort in seinen Bann zog.

Bei dem Gedanken, sich von diesem Fremden, den sie nicht einmal kannte, angezogen zu fühlen, zuckte sie zusammen.

„Was hast du?“

Da war sie wieder. Diese Tiefe Stimme, die so unbeschreiblich sexy klang und sie heiß machte.

„Wo bin ich hier?“, flüsterte sie.

Der Fremde stand auf. Jetzt erst sah sie sein Profil. Seine Größe schätzte sie auf etwa zwei Meter. Der Bizeps und die Brustmuskeln waren deutlich zu sehen.
Sein langes blondes Haar, das er offen trug, reichte ihm bis zur Brust.
Er kam auf sie zu und legte eine seiner schönen großen warmen Hände mit den langen Fingern auf ihre Schulter.

„Du bist bei mir“, formten die vollen Lippen, wobei ihr zwei klare pazifikfarbene Augen mit langen dichten Wimpern entgegenblickten.

„Himmel“, dachte Brigitte, „was mache ich bloß, dass ich ihn nicht gleich auf mich hinab ziehe und ihn bitte mit mir…..“
„Wo ist das … bei dir?“

Zwei warme, glatte Finger streichelten zärtlich über ihre Wange.
„Pscht“, sagte er, „du musst keine Angst haben.“

Dann setzte er sich neben sie.

Sein Körper war so unwiderstehlich.
Am liebsten hätte Brigitta jetzt ihre Hand ausgestreckt und ihn ebenfalls gestreichelt.

„Tu’s“, sagte er und schenkte ihr ein warmes Lächeln. Das Schönste, das ihr jemals ein Mann geschenkt hatte.

Woher wusste er, woran sie gerade gedacht hatte?

„Ich kann deine Gedanken lesen“, erklärte er.
Und ohne ihr Zeit für eine weitere Frage zu lassen, beugte er sein Gesicht über Ihres und küsste sie zärtlich direkt auf ihre Lippen.
Seine Küsse schmeckten so gut.
Alles um sie herum drehte sich. Sie konnte nicht anders als ihn an sich zu drücken und ihn ebenfalls zu küssen.

„Wer bist du?“, fragte sie irgendwann in seinen Mund hinein.

Einen kurzen Augenblick hörte er auf, sie zu küssen und erwiderte:
„Mein Name ist Sigurður Halderson.“

„Wie bi ...?“, flüsterte sie wieder in seinen Mund hinein, denn gerade in diesem Moment verlangte seine große Zunge ihre gesamte Aufmerksamkeit.

Anstatt zu antworten, schob er seine Zunge in ihren Mund und umspielte die Ihre.
Ohne zu zögern, stimmte sie in das Spiel ein.
Alles andere konnte jetzt warten. Ganz gleich, wer dieser Mann war.
Auch sein Verlangen wurde jetzt drängender, denn die Bewegungen seiner Zunge wurden fordernder.

Zu ihrer Überraschung legte er sich neben sie und nahm sie in die Arme.
Sie setzten ihr Spiel fort. Erst als Brigitte wieder zu Atem kommen musste, ließ er von ihr ab und sah ihr tief in die Augen.

„Ich bin Sigurður Halderson. Aber alle nennen mich Sigurd.“

„Wo bin ich hier?“

„Du bist bei mir.“

„Bei dir?“, fragte sie und räusperte sich. Während sie die letzten Worte sagte, deutete ihre linke Hand auf die Waffen an den Wänden.
„Benutzt man so etwas heute noch oder bist du Schauspieler und brauchst das für deine Requisiten?“

Der Mann lächelte und küsste sie.

„Ich bin kein Schauspieler.“

Sigurd, den sie ungefähr auf Mitte zwanzig schätzte, aber das genaue Alter war schwer zu bestimmen, stand jetzt auf und fing an, die Klingen der Schwerter und Dolche zu streicheln.

„Dann bist du ...“

„Nein“, entgegnete er, „Was ich bin, möchtest du lieber nicht wissen.“

„Doch“, erwiderte sie rasch. Ein wenig zu rasch, denn als sie seinen finsteren Gesichtsausdruck sah, gefror ihr das Blut in den Adern. Und doch begehrte sie ihn.

„Glaub mir“, begann er, und jetzt klang seine Stimme etwas rau, „es ist besser für dich, wenn du das nicht weißt. Außerdem ist das doch auch überhaupt nicht wichtig.“

Eine innere Stimme riet ihr, sich damit zufrieden zu geben. Doch Brigitte erklärte: „Ich bin alt genug, um auf mich selbst aufzupassen.“

„Das glaub ich Mädel.“

„Nenn mich nicht Mädel. Und überhaupt. Willst du mir etwa sagen, dass du ein Verbrecher bist, ein Killer, ein …“

Jetzt hatte sie es endlich gesagt.

Nein.“
Er kam zu der Liege hinüber und setzte sich direkt neben sie.

Mein Gott. Sie würde sich noch völlig verlieren, wenn sie länger neben seinem heißen Körper saß.

„Was bist du dann“, fragte sie und wandte den Blick ab.

Statt eine Antwort zu geben, legte er die Hand auf ihre Schulter und ließ den Zeigefinger unter den Träger ihres Büstenhalter wandern.

Himmel, was war das doch schön. Hoffentlich hörte er niemals damit auf, seinen Finger zu bewegen.

Völlig unvermittelt landeten seine Lippen auf den Ihren und er küsste sie leidenschaftlich, bevor er ihr ins Ohr flüsterte: „Ich will dich.“

„Ja.“

„Ich nehme dich jetzt.“, hauchte er leise und knabberte an ihrem Ohrläppchen.

Eine Gänsehaut machte sich auf ihrem Rücken und den Armen breit.
O das war so angenehm. Voller Lust wand Brigitta sich neben ihm und schmiegte sich eng an ihn.

„Ich bin jetzt zu allem bereit“, erklärte er, „ich habe mich nämlich gerade verliebt.“

„Nimm mich“, flehte sie, denn sie ertrug es nicht mehr, noch länger zu warten.

Schlagartig änderte sich sein Gesichtsausdruck und er ließ seine Zunge über ihren Hals gleiten.

Dann spürte Brigitta einen kurzen Stich, bevor sich alles um sie herum wieder drehte. Ohne zu wissen, was mit ihr geschah, schlang sie beide Arme um ihn und presste ihren Körper fest an seinen. Eine Wärme breitete sich in ihrem ganzen Körper aus und sie wurde von einer bis dahin nicht gekannten Lust erfasst. Mit heftigen Bewegungen rieb sie sich so lange daran, bis sich ein angenehmer Schmerz in ihrer Mitte ausbreitete. Dann stöhnte sie leise.
Himmel. Das was sie gerade erlebte, war das Schönste, das sie jemals erlebt hatte.
Auch er stöhnte.
Sigurd leckte mit der Zunge über die Stelle an ihrem Hals, an der sie den Stich gespürt hatte.

„Tu das noch einmal“, hauchte sie atemlos als er von ihr abließ.

Als Antwort gab Sigurd ein genüssliches Stöhnen von sich und blickte ihr in die Augen.
Sie erkannte Begehren darin. Aber sie sah auch noch etwas Anderes.
Seine Lippen waren …
Nein. Das konnte unmöglich wahr sein.

„Ich habe von deinem Blut getrunken“, antwortete er knapp, „aber ich werde dir nichts tun.“

Wieder stand er auf.

„Komm“, knurrte er ihr leise ins Ohr, wobei er lächelte, „ich zeige dir, was du wissen möchtest.“

Bei diesen Worten umfingen sie zwei starke Arme, und er führte sie
Aus dem Raum.

Bevor Brigitta es verhindern konnte, sagte sie an seine Schulter gelehnt: „Aber du bringst mich nicht zurück.“

„Nein. Ich bringe dich nicht zurück.“

„gut“, bekräftigte sie, „denn ich will auf keinen Fall mehr zurück.“

„Du wirst nie wieder zurückkehren. Ich zeige dir jetzt all die Antworten auf deine Fragen.“

Noch ehe sie sich fragen konnte, woher Sigurd überhaupt wissen konnte, worüber sie sich innerhalb der letzten Stunde Gedanken gemacht hatte, fand spürte sie einen kühlen Luftzug. Sie löste ihren Kopf von seiner Schulter und blickte sich um.

Sie standen auf der Terrasse einer wunderschönen Villa. Es war eine sternenklare Nacht. Völlige Stille umschlang sie.

„Ein Herrenhaus?“

„In den schottischen Highlands“, erwiderte Sigurd, der ihren fragenden Blick sah.

Brigitta klappte der Kiefer herunter.

Langsam ließ sie ihren Blick weiter schweifen.

Hinter dem Anwesen befanden, soweit das Auge reichte, sich riesige Wälder.

„Das kann doch nicht sein“, dachte sie und nahm all die Schönheit der Natur in sich auf.

„Doch“, sagte der Fremde leise und küsste sie, „es ist wahr. Du bist im Jahr 1820.“

Vor Schreck zuckte sie zusammen.

„Gehört das hier alles dir?“, fragte sie und machte eine ausschweifende Bewegung mit ihrem freien Arm.

Der Fremde lächelte und erwiderte: „Nein. Das Anwesen gehört einem Freund. Ich halte mich nur vorübergehend auf.“

Sie erinnerte sich an den Raum mit all den Schwertern.

Doch bevor sie eine Frage formulieren konnte, erwiderte er:
„Du bist im Jahr 1810.“

Dann streichelte er mit dem Zeigefinger sanft über die Schlagader an ihrem Hals.
Sein Atem war heiß, und sein Herz klopfte.
Ihre Knie wurden weich, und alles um sie herum drehte sich.

Rasch aber fing sie sich, schlang beide Arme um Sigurd und drückte ihn fest an sich.
In diesem Augenblick wünschte sie sich nichts sehnlicher als bis ans Ende ihrer Tage mit diesem Mann zusammen sein zu können.

„Ist das schön“, ging es ihr durch den Kopf während sie seinen Duft tief in sich aufnahm und stöhnte.

Sigurd fuhr mit seiner heißen Zunge über die Stelle an ihrem Hals, an der sie eben noch seinen Atem gespürt hatte, hob seinen Kopf und blickte ihr lange in die Augen.
Dann presste er sie fest an seinen muskulösen Körper und begann an ihrem Ohr zu knabbern.

„Willkommen in meiner Welt Brigitta.“


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