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Vampir Geschichten

Kurzgeschichten über die Nachtwesen

Friedhofsbegegnung


(Mittel: 5277 Zeichen)
 Vampyrbeute Online seid 17.12.2016
(1583 mal gelesen)

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Der allabendliche Heimweg von der Arbeit ließ sich mit einer Überquerung des Friedhofes um ein beträchtliches Stück verkürzen. Das war in den Sommermonaten, wenn es auch nach 20 Uhr noch hell war, kein Problem. Aber die restliche Zeit, wenn die Gräber schon im Dunkel lagen, beschlich mich beim Betreten des Gottesackers schon ein mulmiges Gefühl und instinktiv beschleunigte ich meine Schritte, um diesen düsteren Ort schnellstmöglich hinter mir zu lassen.
Es war ein nasser, kalter Novemberabend und einzelne Nebelschwaden zogen langsam über den Boden. Während ich nun die ersten Grabsteine passierte, glaubte ich aus den Augenwinkeln heraus, rechts von mir eine Gestalt wahrzunehmen. Ich blieb stehen und drehte mich zu dieser Seite, doch außer Grabsteinen, flackernden Grablichtern und den zerrissenen Nebelschwaden konnte ich nichts entdecken.

Mit einem Schulterzucken setzte ich meinen Weg fort, doch nur wenige Schritte später wusste ich, dass ich heute nicht der einzige auf diesem Friedhof war. Etwa 20 Meter vor mir stand eine, in einen bodenlangen schwarzen Mantel mit Kapuze gehüllte Person direkt an der Seite des Hauptweges, den ich entlang ging, bei einem offenen Grab und drehte mir den Rücken zu. Kurz dachte ich daran, einen anderen Weg einzuschlagen, doch dann setzte ich ihn doch fort, auch wenn er mich direkt an dieser Person vorbei führen würde. Als ich mich noch ein paar weitere Meter genähert hatte, erkannte ich, dass es kein Mantel war, sondern ein vermutlich aus Satin oder einem ähnlichen Material bestehendes Cape. Als ich fast auf der Höhe der Person war, hatte diese wohl meine Schritte auf dem Kiesweg gehört und drehte sich nun zu mir. Unwillkürlich blieb ich stehen und blickte in das Gesicht einer jungen Frau. Unwillkürlich blieb ich stehen, denn irgend etwas in ihrem Blick faszinierte mich. Sie streckte nun langsam ihren linken Arm aus dem Cape. Während sie sich rückwärts mit traumwandlerisch sicheren Schritten durch die engeren Seitengänge bewegte hieß sie mich, mit lockenden Bewegungen ihres Zeigefingers, ihr zu folgen. Ohne nur auch einen Moment nachzudenken folgte ich ihr. Noch immer schweigend lotste sie mich so vom beleuchteten Hauptgang weg, hin zu den dunklen Randbereichen des Friedhofes. Wenige Meter vor der den Friedhof umgebenden Mauer blieb sie dann stehen. Ich hielt auch eine Armelänge von ihr entfernt an. Sie nahm nun auch den rechten Arm unter dem Cape heraus und strich sich mit einer anmutigen Bewegung die Kapuze vom Kopf.

Im Halbdunkel konnte ich nun etwas mehr erkennen. Langes, glattes, schwarzes Haar umrahmte ihr recht bleiches Gesicht, in dem die blutroten Lippen und die dunklen Augen meine Wahrnehmung anzogen. "Zieh deine Jacke aus" raunte sie mir leise, aber mit einem unterschwelligen Befehlston, der keinen Widerspruch duldete, zu. Ohne nachzudenken öffnete ich zuerst den Reißverschluss, streifte danach die Jacke über die Ärmel herunter und ließ sie zu Boden gleiten. Mit der rechten Hand begann sie nun die obersten zwei Knöpfe meines Hemdes zu öffnen und ich spürte, wie eine Kälte von ihren Fingern ausging. Mit der Linken ergriff sie nun eine Seite ihres Capes und hob diese seitlich an. Kurz konnte ich einen Blick auf das Kleid das sie unter dem Cape trug werfen. Es war ein rotes, vermutlich auch aus Satin gefertigtes Kleid, das bis zum Boden reichte. Dann jedoch wurde mein Blick von Inneren des Capes angezogen. Im Unterschied zum Schwarz, das außen war, leuchtete mir auch hier ein Rot entgegen. Es blieb mir jedoch keine weitere Zeit mich auf diesen Anblick zu konzentrieren, denn nun legte sie mir mit einer weit ausladenden Bewegung das Cape über die Schulter und hüllte uns damit beide ein. Beinahe schien es so, als wollte sie uns vor neugierigen Blicken schützen, doch in dieser Nacht befand sich keine weitere Menschenseele auf dem Friedhof.

Mit ihrer anderen Hand ergriff sie nun meinen Arm und schob den Ärmel des Hemdes bis zum Ellenbogen hoch. Etwas enger drückte sie mich nun an sich heran, so dass ich sowohl ihren Umhang als auch den Stoff ihres Kleides spüren konnte. Sie öffnete nun ihre Lippen und zwei messerscharfe Eckzähne schoben sich in diesem Moment aus ihrem Oberkiefer. Ich wollte schreien, mich losreißen, doch wie das Kaninchen vor der Schlange stand ich da und ließ den Dingen seinen Lauf. Sie hob meinen Arm direkt vor ihren Mund und versenkte ihre Zähne in meinen Unterarm. Nur kurz dauerte der Schmerz, dann fühlte ich nur noch eine pelzige Betäubung. Ich weiß nicht wie lange sie mein Blut direkt aus meinen Adern trank, aber irgendwann bereitete der Blutverlust mit Probleme, die Knie wurden weich und ich fiel in eine gnädige Ohnmacht.
Ich erwachte sitzend an die Friedhofsmauer gelehnt, die Jacke nur flüchtig über die Schultern geworfen. Sofort inspizierte ich meinen Arm und fand dort tatsächlich zwei Wundmale, die wie übergroße Mückenstiche aussahen. Auch die nächsten Tage wählte ich den Weg über den Friedhof, in der Hoffnung die Vampirin wieder zu treffen und mich in ihren Umhang einwickeln zu lassen, aber ich traf sie nicht dort an.
Fortsetzung folgt ??




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