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Vampir Geschichten

Kurzgeschichten über die Nachtwesen

Theresa und Philipus


(Lang: 58206 Zeichen)
 Taliesina Online seid 30.11.2012
(2182 mal gelesen)

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!Ab 18 Jahren! - Nicht jugendfrei!

Die Sonne brannte gemein in den Augen und das Gefühl von Säure auf der Haut, war auch alles andere als angenehm. Die Mittagssonne konnte ihr gestohlen bleiben. Sie drehte den Knopf an der Wand neben dem Fenster und sperrte das grelle, heiße Licht aus.

Die Uhr an der Wand zeigte zwei.

Noch Stunden bevor sie wieder nach draussen konnte, ohne Kopfschmerzen und schmerzenden Sonnenbrand zu bekommen. Das Schlimmste war der Zahnarzttermin um halb vier. Verdammt, warum gab es keine 24Stunden Praxen in Deutschland. In Amerika waren sie in jeder größeren Stadt üblich.

Im Bad cremte sie sich also zwangsweise und genervt, mit Lichtschutzfaktor fünfzig ein. Um die Creme nicht in ihrer Kleidung zu haben durfte sie nun auch noch nackt durch ihre Wohnung laufen.

Das Sofa bedeckte sie mit einem großen Strandtuch und schaltete den Fernseher ein.

Na toll...!

Eine Wiederholung von Buffy.....

Als würden Vampire in Gruften schlafen oder aus Gräbern kriechen. Wer das glaubte musste einen IQ von maximal 30 haben. Selbst wenn es Vampire gäbe, so stillos und mit schlechten Manieren ausgestattet wären sie sicher nicht.

Die zwei Mückenstiche auf ihrem Hals juckten schon wieder.

Das Zahnfleischbluten von vor drei Tagen war zwar nicht wieder aufgetaucht, aber Theresa war zu eigen mit ihren Zähnen um es darauf ankommen zu lassen. Zahnfleischbluten, das sogar aus den Mundwinkeln austrat, das konnte nicht gut sein. Morgens im Spiegel entdeckte sie die winzigen Blutspuren.

Buffy streckte im Fernseher soeben mehrere Zombies und beinahe einen Vampir namens Spike nieder. Hässlicher Vogel, spargeldürr und Platinblond. Sie hätte ruhig treffen können. Es erschien ein weiterer Vampir auf dem Bildschirm. Verdammt sah der gut aus!

Dunkle Haare, groß und breite Schultern und diese Augen.... (Schmacht!)

Sie sah auf die Uhr an ihrem Handgelenk. Noch eine halbe Stunde, bevor sie sich durch das gemeine Sommerwetter quälen musste. Wobei sie letztes Jahr eigentlich nicht solche Schwierigkeiten mit der Sonneneinstrahlung hatte. Das Ozonloch konnte doch nicht wandern, oder?

Die Sonnencreme an den Beinen war mittlerweile eingezogen.

Theresa klappte die Kopflehnen ihres Sofas herunter und legte ihre Beine hoch. So ein bisschen faulenzen war auch nicht schlecht. Aber der Autor der Buffyfilme, der war schlecht.

Sie schaltete um.

Charmed! Das war wenigstens lustig.

Die Glitzersonnencreme klebte immer noch zwischen den Busen und auf den Schultern. Wie lange dauerte das denn? Draussen brannte erbarmungslos die Sonne auf die Felder. Man roch den Duft der vertrocknenden Erde sogar durch das Kippfenster. Sie stellte den Wecker in ihrer Armbanduhr, weil sich ein müder Schauer in ihr breit machte. Kaum legte sie ihre Beine wieder hoch und ihren Kopf auf das Kissen, fielen ihr die Augen zu. Müde schob sie ihre rechte Hand unter das Kissen und schlief tief, bevor sie daran dachte das das Kissen den Wecker wahrscheinlich stark unterdrücken würde.



Sobald sie in Tiefschlaf fiel, materialisierte er sich in ihrem Wohnzimmer.

Wie weit mochte ihre Verwandlung fortgeschritten sein? Der Duft ihrer Sonnencreme stieg ihm in die Nase. Der Anblick, der sich ihm bot, lohnte genossen zu werden.

Vereinzelte Sonnenstrahlen, die sich durch die Lamellen des Rollos zwängten, ließen die silbernen Partikel auf ihrem Körper schimmern. Ihre hochgelegten Beine schienen ihn förmlich einzuladen. Doch das wäre genau genommen eine Vergewaltigung und er würde seine Pläne mit ihr nicht wegen einer solchen Dummheit riskieren.

Aber ihr Anblick wäre zumindest theoretisch eine Sünde wert. Er beobachtete ihre sich hebenden und senkenden Busen, während sie atmete. Heute Abend würde sie ihn kennen lernen.

Er zog die Werbung für die Dark Night aus der Tasche seines langen, schwarzen Herrenrocks und ließ sie unter ihren Haustürschlüssel gleiten. „Bis heute Abend, meine Schöne.“



Theresa schlief bis um fünf tief und fest weiter. Ein lauter Traktor störte ihren Schlaf.

„Verdammt!“ Fluchte sie.

Dann hole ich mir eben einen neuen Termin. So schwer ist nun auch nicht, vielleicht habe ich sogar Glück und das Wetter erinnert nicht mehr an einen Toaster.

Dannn fiel ihr Blick auf ihre schon bereit gelegte Handtasche. Sie kramte in der Tasche um ihren Schlüssel wieder auf zu hängen und schnitt sich an einer Kante.

„Au, was zur Hölle...?“ Woher war denn der Flyer? Und wie kam der in meine Handtasche? Interessiert sah sie sich die Werbung an. Das wäre ein guter Grund, das neue schwarze Kleid zu tragen und auf einer Dark Night – Party war ich auch noch nie.

Nur woher zum Teufel kam dieser Flyer?

Vor elf wäre da eh nichts los und Theresa genoss einfach den Rest ihres freien Freitagnachmittags.



Vor dem Spiegel im Schlafzimmer drehte und wendete sie sich. Das Kleid war wirklich toll! Und die kleine Schleife zum Schließen auf dem Rücken, sah so nett unschuldig aus. Was man von dem tiefen Ausschnitt des Wickelkleids nicht sagen konnte. Nur die schneeweißen Beine wollten nicht dazu passen.

Einem Vampir würden die eher stehen. Egal, in der Nacht waren alle Katzen grau und auf einer Dark – Party wäre sie mit braun gebrannten Beinen wohl noch eher aufgefallen, als sie es mit ihren elf Zentimeter Absätzen wahrscheinlich tat.

Eine letzte Kontrolle der rasierten Beine und es konnte los gehen. Draussen war es immer noch nicht kühler, aber die Sonne war wenigstens im Begriff unter zu gehen. Das gerufene Taxi wartete schon vor der Tür. Dann war ein kleines bisschen Absinth egal. Den es hoffentlich auf der Party geben würde. Theresa hatte wohl einmal zuviel Bram Stokers Dracula gesehen und hoffte das sie das grüne Teufelszeug endlich testen konnte.

Sie gab dem Fahrer die Adresse und nach einer dreiviertel Stunde war sie am Ziel.

Gothic war eindeutig ein weiter Begriff. Einige der Gäste vor der Tür sahen eher aus, wie die Punks aus den Achtzigern. Aber jedem das seine.

Der Türsteher kontrollierte die Wartenden wohl nach Aussehen. Denn er sortierte soeben einige Jungs mit Turnschuhen und Sweatshirts aus der Reihe.

Das hier war doch eine Dark – Party, was erwarteten die? Schützenfest?

Die Schlange vor ihr war eindeutig zu lang. Sicher wollten einige von denen ganz woanders hin. Vor allem die, die weder nach dunklem Punk noch sonst irgendwie zur Darkfashionfangemeinde gehörten. Sie konzentrierte sich auf die entsprechenden Personen und schon wurde die Schlange kürzer.

Einige Herren in langen schwarzen Männerröcken gingen einfach direkt an der Schlange vorbei.

Was die konnten, konnte Theresa schon lange...

Sie schlüpfte unter der Absperrung hindurch und ging lässig an den Wartenden vorbei. Den Türsteher grinste sie frech an und schon war sie drin.

Mitten zwischen diesen Normalos, wäre ihr auch beinahe schlecht geworden. Wie nannte J.K. Rowling die? Ach ja! Muggel...

Das Wort war einfach einmalig. Vor allem passte es so gut.

Sie schlenderte gemütlich durch die alte Kirche. Wie gut das die Katholiken endlich begriffen, das man viel lustigere Sachen mit ihren Gebäuden tun konnte, als tote Leute am Kreuz anzubeten.

Die Tanzfläche grenzte sich durch einen ca. 150cm hohen Schmiedezaun ab. Mit Barhockern davor, konnte man gemütlich die Tanzenden betrachten. Genau das tat sie auch.

Sie legte ihre Beine übereinander und genoss den Trubel der Party.

Diese Leute waren viel sympathischer, als der gewöhnliche Kram aus den Diskos.

Vor allem besaßen sie ihren eigenen Stil.

Als sie auf sah um in die Runde zu schauen, blieb ihr Blick kurz an der Bar hängen. Die Männer in den umwerfen aussehenden Herrenröcken standen da und blickten zu ihr hinüber. Theresa runzelte kurz die Stirn, lächelte dann aber. Scheinbar ermutigte sie die Herren zu mehr, denn sie winkten Theresa zu sich hinüber. Aber sie schüttelte nur den Kopf und sah den Leuten weiter beim Tanzen zu. Eine Hand auf ihrer Schulter zog ihre Aufmerksamkeit hinter sich.

„So allein schöne Frau?“ Neben ihr stand jetzt einer der Herrenrockmänner.

„Nein, Gott ist bei mir.“ Sie biss sich auf die Innenseite ihrer rosa Lippen um nicht zu lachen und spielte mit ihrem Hämathitkreuz in ihrem Ausschnitt. Der Typ sah sie mehr oder weniger entsetzt an und ging zu seinen Kollegen zurück. Also entweder war der Kerl doof oder sein Humor war nicht so schwarz wie ihrer. Gut, das er das Weite suchte.

Unintelligenter Hammel.

Die Männer sahen wieder zu ihr hinüber und Theresa grinste unverschämt. Der Typ, der sie angesprochen hatte, bekam nun einen freundschaftlichen Schlag auf den Rücken und seine Kollegen lachten ihn aus. Der sah sie nun böse an und sie funkelte zurück.

Dann nickten alle fünf respektvoll zu ihr hinüber. Doch sie meinten eindeutig nicht sie, sondern etwas hinter ihr. Aber das waren doch nur fünf!!

„Nein, wir sind sechs.“

„Hey, schleichen sie sich öfter so an!“

„Nur wenn die Beute sich lohnt.“ Er ergriff einfach ihre Hand und küsste sie formvollendet.

„Sie haben ein recht dreiste Art, jemanden wieder versöhnlich zu stimmen...“

„Aber es hat funktioniert.“ Seine Stimme war angenehm und er sprach sehr klar.

„Noch nicht ganz.“ Sie war doch nicht irgendein Gothicbunny zum Abschleppen!

Er zog eine Augenbraue in die Höhe.

„Sie dürfen sich etwas einfallen lassen. Denn sonst werden sie sich eine Andere suchen müssen. Für ihre zugegebener Maßen, interessante Art zu jagen.“ Glaubte er denn, sie wäre so leicht um den Finger zu wickeln. „Hübsches Röckchen übrigens.“ Das musste raus, sonst wäre sie geplatzt.



Sie war verdammt widerspenstig! So einfach wie es zu Anfang aussah würde es wohl nicht werden. Er sah in ihre diebisch, glitzernden Augen. Wollte sie ihn nur ärgern oder forderte sie ihn heraus. Letzteres war eher wahrscheinlich.

Ihre Augen waren gefährlich. Dazu dieses schelmische Lächeln. Diese Frau konnte wahrscheinlich jeden Mann zu jeder Dummheit hinreißen.

Nur gut, das er kein ordinärer Mensch sondern ein männlicher Vampyr war. Sonst würden ihre kleinen Manipulationsattacken sicher schon längst fruchten. Vorhin vorm Eingang, beobachtete er genau ihre Reaktionen auf die Umwelt. Etwas passte ihr nicht, sie änderte es.

Charmant....

Mit Tirmuan, Damianus, Dorgan, Anatoli und vor allem mit Aidan würde er allerdings noch zu reden haben. Er allein erhob Anspruch auf diesen Donor. Von dem sie allerdings noch nichts wusste.

„Was ist ratlos?“

„Darf ich sie zu einem Absinth überreden?“ Er reichte ihr seine Hand um ihr beim Aufstehen behilflich zu sein. Sein Blick glitt an ihren Beinen hinunter zu ihren Highheels. Die Dinger sahen nicht aus, als könne man darauf laufen. Sie würde sicher stolpern.

Wirklich nahm sie seine Hand und stand elegant auf. Strich ihr Kleid glatt und stolzierte vor ihm zur Bar.

Sie besaß den Gang einer arabischen Vollblutstute.

Einfach nur als Donor, war sie beinahe zu schade. Wieder beobachtete er sie und las ihre Gedanken.



An der Bar war nicht ein einziger Hocker frei und die Sessel an den kleinen Tischen davor waren ebenfalls besetzt. Ein Pärchen saß vor seinen leeren Gläsern und unterhielt sich angeregt.

Theresa ging auf sie zu, sah ihnen in die Augen und fragte scheinheilig ob die beiden nicht tanzen gehen wollten. Schon standen sie auf und machten Platz.

Okay, sie würde kein Donor.

Sie würde sein persönliches Forschungsobjekt.

Die Dame beeinflusste Menschen, wie es ihr gerade in den Kram passte! Und er musste sich gehörig vor ihren Gedanken in Acht nehmen. Er bestellte Absinth und wartete bis der Kellner wieder ging.

„Sie sehen aus, als kannten sie diese Art Party.“ Ihr Blick schweifte durch die alte Kirche.

„Wie sieht denn jemand aus, der diese Art Party kennt?“ Mit leichtem Missfallen bemerkte er, das ihr Blick bei Damian und Aidan fest hing und sie die beiden anlächelte. Ihre Gedanken ergaben nichts. Sie musste ihn ausgesperrt haben.....! Verflucht, sie war als Donor gänzlich ungeeignet!



Theresa tat mit Absicht leicht gelangweilt, wenn der süße Rockträger etwas von ihr wollte, dann sollte er sie gefälligst auch unterhalten. Er gefiel ihr ohne Zweifel.

Zumal sie seine Energie gut brauchen konnte. Dieser Sommer war wirklich anstrengend für einen Pranavampyr. Solange die Sonne noch nicht aufging, war die Arbeit sehr angenehm. Aber kaum ließ sie sich blicken und spiegelte sich auf ihrem PC, wurde die Arbeit als Webdesigner wirklich unangenehm. Kopfschmerzen machten sich breit, die Augen brannten und die verdammte Raumtiefe verschwand bis zum Sonnenuntergang. Von dem Säuregefühl auf der Haut, wenn die Sonne drauf schien nicht zu sprechen.

Der Absinth wurde gebracht.

„Wären sie so freundlich und erklären mir, was ich nun damit anstelle. Außer das ich es trinke, natürlich.“ Sie sah ihn leicht hilflos an. Seine Augen hielten ihren Blick fest und sie wusste das er irgendetwas versuchte. Man besaß der Kerl schöne Augen.....

„Ich glaube mein Absinth wird warm...“ Das Glas mit der grünlichen Flüssigkeit rettete sie vor einem sinnlosen Ertrinken in seinen Augen. Die waren aber auch faszinierend!

Lächelnd zog er eine Streichholzschachtel hervor, legte den Würfelzucker auf den Absinthlöffel und goss etwas Absinth mit dem zweiten Löffel darüber. Er wartete einen Augenblick um den Alkohol einziehen zu lassen und entzündete dann den Zucker.

Sie beobachtete fasziniert wie der Zucker begann zu karamelisieren und kleine Bläschen zu werfen.

Philipus ließ den Löffel in den Absinth rutschen und rührte sofort um.

Vergnügt klatschte sie ihm Beifall.

„So ein Theater um etwas Alkohol zu trinken. Das gefällt mir.“ Vorsichtig probierte sie. „Lecker! Möchten sie auch einen?!“

Aidan kam zu ihnen an den Tisch. So schnell gab er sich nicht geschlagen. Auch auf die Gefahr hin, das Philipus ihn durch eins der Kirchenfenster warf. Dreihundert Jahre Altersunterschied beeindruckten den Iren nicht im Geringsten.

Theresa fällte ihr Urteil über ihn allerdings schon an der Tanzfläche. Sie mochte keine dummen Menschen. Dummheit war schließlich keine Krankheit, sondern schlicht ein Zeichen für Denkfaulheit.

„Möchten sie tanzen?“

War der Kerl nicht nur doof, sondern auch noch blind? „Nein, danke.“ widmete sie sich wieder voll und ganz ihrem Absinthglas.

Aidan zog, nach dem eindeutigen und sehr kühlem Korb endlich ab.

„Das war nicht sehr einfühlsam..“ grinste Philipus.

„Dummheit würde Einfühlsamkeit auch nicht verstehen.“ Seinen freudigen Blick, wegen dem Korb ignorierte Theresa.

„Hemingway war auch Absinthfan. Wussten sie das?“

„Dann habe ich ja etwas mit einem meiner Lieblingsschriftsteller gemeinsam.“ Lachte sie. „Hoffentlich behalte ich meinen Verstand.“

„Darum müssen sie sich keine Gedanken machen denke ich.“ Er sah zu wie sie sich den Ansinth von den Lippen leckte. Hmm, an den Lippen würde er auch gern lecken! „Hemingway goss allerdings Sekt über den Zucker.“

„Sekt? Wie ekelig. Wissen wie man Sekt auch nennt?“ Sie wartete auf eine Antwort.

„Puffbrause. So schmeckt das auch, finde ich. Mindestens so ekelig wie Champagner oder Kaviar.“



Oho, sie kannte sich in der gehoben Klasse der Nahrungsmittel aus.

Sie besaß Geschmack, Verstand und etwas das ihn anlockte.

Schlimmer als ein guter Donor das jemals gekonnt hätte!!

Jetzt war sie entschieden aufmerksamer. Es kam nur auf das Thema an.

„Darf ich fragen, was sie zur Zeit lesen?“

„Goethes Faust zum fünften Mal. Schlimm oder?“

„Keineswegs. Sie mögen Goethe, was könnte daran schlimm sein?“

„Das ich mich über Faust immer furchtbar aufrege, weil er so dämlich ist und ernsthaft glaubt Mephisto austricksen zu können. Wobei mir Mephisto unheimlich sympathisch ist.“

„Mephisto ist ihnen also sympathisch?“

„Nicht gerade menschenfreundlich, oder!“

Der Kellner erkundigte sich nach weiteren Wünschen. Theresa bestellte zwei Rotwein.

„Lassen wir uns einfach zusammen anstoßen und das sie fallen lassen.“ Sie ergriff ihr Glas. „In der Hoffnung uns mal wieder zu sehen.“ Sie ließ ihr Glas an seinem klingen. „Mein Name ist Theresa.“

„Philipus.“ Er hakte sich in ihren dargebotenen Ellbogen. Beide nahmen einen Schluck. Der macedonische Vampyr freute sich auf den Freundschaftskuss. Ihre erste wirkliche Berührung.

Ihre Lippen berührten sich, er musste sich konzentrieren um seine Erregung in den Griff zu bekommen und nicht ihren Hals zu perforieren.

So nah an ihr, fühlte er sich wie in einem warmen Kokon. Wohlig warm und geborgen.

Seltsam...

Jetzt wollte er erst recht mehr von ihr. Ihrem Trinkspruch nach, war sie nicht abgeneigt.

Wie wenig sie abgeneigt war ahnte er nicht einmal.



Dieser Mann besaß ein unglaublich gutes Benehmen. Er war gebildet und er besaß einen hervorragenden Geschmack in Sachen Kleidung. Wie knackig sein Hintern war, war noch nicht zu sagen. Und er war gebildet!!! Er war nicht nur schön!

Sie lehnte sich zurück, spielte mit ihrem Kreuz im Ausschnitt und sah ihn über ihren Wein hinweg an. Als wäre er ein Beutetier.

Die einzige Sache, die sich nicht kontrollieren ließ. Man sah ihr ihren Jagdtrieb an.



Philippus spürte sie in seinem Kopf. Sie wollte ihn und sie wollte ihn beeinflussen.

Er spürte ihren starken Willen in seinem Kopf. Diese Person würde bei ihm schlafen und vor allem mit ihm schlafen. Ihr unschuldiges Spiel mit ihrem Schmuck würde unerfahrene Vampyre sofort an ihren Hals bringen.

Und selbst einen erfahrenen Vampyr wie Philipus ließ das nicht unberührt. Nur durch seine lange erlernte Selbstdisziplin, hinderte er seine Fangzähne daran sich bemerkbar zu machen. Zur Sicherheit warf er einen Blick auf seine Freunde. Immerhin waren sie um einige Jahrhunderte jünger als er. Er sollte Recht behalten. Sie beobachteten Theresa, ihre Augen folgten ihrer Hand und es fehlte nicht viel!

„Würden sie mich einen Augenblick entschuldigen?“ Er musste sofort zur Bar hinüber, bevor einer der Jungs sich nicht mehr unter Kontrolle bekam.

Leicht verwirrt sah sie ihn an. „Aber natürlich.“

An der Bar angekommen begann er ohne Umschweife. „Aidan, Dorgan, Damian,Tirmuan und Damianus!“

„Au Mann. Jetzt kommt wieder so eine großer Bruder Ansprache...“ Aidan war schon genervt, wenn er nur etwas in der Richtung ahnte.

„Ich sage es geht mehr um Besitzansprüche.“ wettete Dorgan.

„Haltet bitte für einen Augenblick den Mund.“ Philipus wusste manchmal wirklich nicht warum diese jungen Hüpfer seine Freunde waren. Beziehungsweise warum er sich um sie ständig Sorgen machte...

Tirmuan setzte zu einem Satz an.

„Schweigt.“ fauchte Philipus. Er verlor selten die Fassung, aber heute nervten die Fünf. Vor allem, weil sie sich für das selbe Ziel interessierten.

„Können wir uns darauf einigen, das ihr mir zu hört?“

Alle Fünf sahen ihn misstrauisch an. Wer wusste schon, was so ein alter Vampyr tat, wenn man ihn zu viel reizte. Denn schließlich war er immerhin mehr als zweihundert Jahre älter als sie alle. Von Aidan dem Jüngsten überhaupt nicht zu sprechen. Was ihn nicht hinderte, null Respekt vor gewissen Vampyrgesetzen zu haben.

„Das ist eine freie Welt Philipus. Wer zuerst kommt, malt zuerst.“

Philipus verdrehte die Augen. Ein echter kleiner Bruder konnte kaum schlimmer sein. Vor allem wenn man zu allem Überfluss auch noch fünf davon hatte und sie einer Meinung waren.

„Aidan, ich habe sie zuerst gesehen.“ Toll jetzt klang er auch noch wie ein Kind. „Ich habe sie her gelockt und sie wird mein. Punkt.“

„Alter da hat Phil recht.“ Damian klopfte dem Jüngsten der Vampyre auf den Rücken.

Aidan fauchte ihn an. „Schleimer!“

Tirmuan grinste nur, sah sich in der Kirche um und zeigte dann auf eine sehr leicht bekleidete Frau auf der anderen Seite. „Komm Kurzer, die ist einfacher zu haben. Bei Philipus Lady hast du dir schon einen Korb geholt.“

„Echt Aidan, die ist nicht deine Kragenweite. Such dir erstmal was zum üben.“ Damianus sah dem beleidigten, jungen Vampir hinterher.

„Vor allem etwas das nicht in deine Gedanken eindringt.“

„Was hat sie?“ Damianus musste sich verhört haben.

„Sie kontrolliert mit dem kleinen Finger die Gedanken von Menschen. Wenn wir Aidan nicht von ihr ablenken können, wird er ihr hier in aller Öffentlichkeit an den Hals gehen.“ Philipus sah nicht aus als würde er scherzen.

Damianus sah zu der Frau am Tisch hinüber. „Wie sieht es bei dir aus?“ Selbst wenn er neunzig Jahre jünger als Tirmuan und dreihundertfünf Jahre jünger als Philipus war. Er begriff verdammt schnell.

„Ganz ehrlich? Ich bin froh über die Erfahrung meines Alters. Ohne würde es mir nicht anders gehen.“

„Ein Telepath also. Sie wird sich in den nächsten Tagen endgültig verwandeln. Das sehe ich doch richtig?“

„Ich wusste nicht, das sie ein Telepath ist!“ Die Fähigkeiten eines Menschen verstärkten sich durch die Verwandlung um ein Vielfaches. Was das in ihrem Fall bedeutete, konnte man nur ahnen.

„Philipus, lässt du nach? Hast du eine Vorstellung davon, wie stark ihre Fähigkeiten werden, wenn sie vollständig verwandelt ist?“

Die hatte er wirklich nicht. Nicht einmal ansatzweise. Langsam musste er auch wieder zurück an ihren Tisch. Sonst wäre er unhöflich. „Passt auf Aidan auf!“

Damianus klopfte ihm beruhigend auf die Schulter. „Machen wir.“



„Na, alles geklärt?“ Besitzansprüche geklärt? Seit ein paar Tagen waren ihre Ohren furchtbar empfindlich. Sie hörte vorher schon sehr gut. Aber das hier war echt übertrieben.

Sollte er ruhig Anspruch auf sie erheben. Er war scheints der hübscheste und intelligenteste von den sechs Rockträgern. Nur schade das sie wegen der Musik den Rest ihres Gesprächs nicht mehr hören konnte. Aber bei der Musik von Saltatio Mortis war ihr das fast egal. Mittelalterrock war einfach wunderbar. In jeder Hinsicht.

Sie wippte unter dem Tisch mit dem Fuß. Auf dem Tisch klopften ihre Finger den Takt mit. Der schöne Mann ihr gegenüber war komplett vergessen.

Der stand soeben auf und reichte ihr die Hand.

„Tanzen wir.“

Er fragte nicht, er beschloss einfach.

Sie sah ihn mit schiefgelegtem Kopf an. Sollte sie ihm das durchgehen lassen?

Egal! Stillsitzen konnte sie sowieso nicht mehr.

Die Musik verklang und wirklich mittelalterliches wurde gespielt. Langsamer und es erinnerte etwas an ein Menuett. Dem Himmel sei dank für die Siebenhundertjahrfeier Rietbergs.

Ohne den Unterricht damals, würde sie kaum wissen was ihre Füße tun sollten. Aber die Vorführung von damals würde sie nie vergessen. Die Schreittänze im Mittelaltergewand und mit Spitzhut und Schleier. Konnte man kleine Mädchen glücklicher machen?

Große Mädchen auf jeden Fall!!

Vor allem mit dem Tanzpartner. Wenn sie ihren Verstand nicht vor ihr Herz schaltete, würde sie sich nachher noch verlieben!

Er führte sie auf die leere Tanzfläche und tanzte mit ihr als wären sie allein.

Seine Hände in ihrem Rücken. Ihre Augen hielten seine fest.

Es war wunderschön....

Ein seliges Lächeln machte sich ungefragt auf ihrem Gesicht breit. Philipus überkam das Gefühl zum ersten Mal seit Jahrhunderten wieder in die Sonne zu sehen.

Für die letzte Figur des Tanzes glitten seine Hände an der Unterseite ihrer Arme zu ihren Händen und ihre auf seinen Armen. Bis ihre Hände ineinander lagen und sie den letzten Schritt rückwärts taten und dann wieder eng voreinander standen. Ihre Hände fanden seinen Nacken, seine hielten ihren Hinterkopf.

Sie küssten sich mitten auf der leeren Tanzfläche.

Erst sachte legten sich ihre Lippen aufeinander. Dann forderte sie mehr von ihm und ließ ihre Zunge über seine Lippen gleiten. Er spürte ihre aufgerichteten Brustwarzen durch sein Hemd und ihren dünnen Stoff. Seine Sinne reagierten auf ihre. Sein Körper auf den ihren.

Recht atemlos unterbrach sie den Kuss.

„Wollen wir ein bisschen Luft schnappen?“

Mit ihr allein sein? Natürlich!

„Gerne.“

Er bot ihr seinen Arm.



Draussen vor der Tür strahlte ein perfekter Mond.

„Ich liebe die Nacht.“ Theresa balancierte mit ihren Highheels auf einer kleinen Mauer herum. Irgendwie musste sie ihren Verstand über ihr Herz siegen lassen. Sonst wäre sie sinnlos verloren...

Der Mann neben ihr, der der so sorgenvoll dabei zusah, wie sie einen Beinbruch riskierte um klar denken zu können. Er war so perfekt wie der Mond, der die Nacht erhellte.

„Ja, die Nacht hat ihre Vorzüge.“

Wenn sie jetzt einen falschen Schritt tat, würde sie sich mit Sicherheit den Knöchel brechen. Warum um Himmels, tat sie das? Ihre Gedanken ergaben nichts. Nur hellgrauer Nebel. Sie schottete sich hervorragend ab.

Obwohl, wenn sich jetzt ein Stein aus der schmalen Mauer löste. Dann könnte er sie auffangen und sie läge in seinen Armen. Leider sah die Mauer sehr stabil aus.

Am Ende der kleinen, alten Friedhofsmauer hopste sie einfach wieder hinunter.

„Was machen sie denn beruflich?“ begann sie ein unverfängliches Gespräch.

„Du wirst lachen.“

„Warum sollte ich?“

Er grinste selbst. „Ich bin Zahnarzt.“

Sie ging um ihn herum, betrachtete frech seinen Hintern und erklärte: „Sofern du nicht verheiratet bist, haben deine Helferinnen aber ein unverschämtes Glück!“

Sie lachte wirklich nicht. Gut, witzig war an seinem Beruf ja auch nur die Tatsache, das er Vampyr war.

„Und sie?“

„Webdesignerin. Ich erstelle die Homepages von Firmen.“

„Ein interessanter Beruf?“

„Allerdings, vor allem weil ich meine Zeit einteilen kann wie ich will. Bei dem Wetter arbeite ich fast nur nachts.“ Da fiel ihr wieder ihr Zahnfleischproblem ein. „Hast du nicht Lust deine Praxis auf nach Sonnenuntergang zu verlegen?“

„Warum sollte ich das tun?“ Er war gespannt auf ihre Antwort.



„Oh ganz einfach. Ich bin sicher nicht die Einzige, die lieber dem Wetter im Augenblick aus dem Weg geht.“ Und der Sonne im allgemeinen. Aber das ging den schönen Philipus ja nichts an.



Dieses unverfängliche Gerede nervte ihn langsam. Sie spazierten hier im Mondschein durch einen Park und redeten über Alltägliches. Besaß die Frau denn keinen Sinn für Romantik?

Doch dann verließ sie den Kiesweg und lehnte sich an eine alte Eiche. Ihr Blick wanderte über die Sterne und die Glitterpartikel auf ihrem Körper funkelten vom Mond angestrahlt.

Bei Alexander dem Großen, das war ein Bild für die Götter. Das würde er mit Sicherheit die nächsten Jahre nicht aus dem Kopf bekommen.

Dann begann sie wieder zu sprechen.

„Weißt du was? Das ganze Gerede hilft mir nicht wirklich weiter.“

Philipus wunderte sich über den seltsamen Beginn.

Was sollte das werden?



„Philipus, du bist ein sehr schöner und auch noch intelligenter Mann. Von deinem Umwerfenden Benehmen rede ich lieber nicht erst.“

Sollte ich soviel Mut haben? Mehr als einen Korb kann ich nicht bekommen. Also auf ins kalte Wasser. „Wenn wir uns wieder sehen sollten, werde ich mich sehr wahrscheinlich unsterblich in dich verlieben.“ Wenn das nicht schon passiert ist.....

Eine Antwort bekam sie zwar nicht.

Dafür war seine Reaktion eindeutig. Er drückte sie mit seinem Körper gegen den Baum und sein Knie zwischen ihre Beine. Um jeden Gedanken an Flucht im Keim zu ersticken. Dann küsste er sie noch ausgiebiger als auf der Tanzfläche und legte verlangend eine Hand auf ihren Busen, streichelte ihre Spitze mit dem Daumen. Mit der anderen Hand hielt er ihren Kopf fest. Denn ihre letzten Gedanken waren nicht mehr geschützt.

Unsterblichkeit konnte er ihr sofort geben. Hatte er ihr schon ungefragt gegeben. Nur wusste sie das nicht.

Wusste er, das sie ein Pranavampir war? Verdammt! Ihre gesteigerten Sinne!

Was wenn sie ...

Ach Quatsch. Es gab keine Vampyre, außer denen auf DVDs. Was wirklich sehr bedauerlich war. Denn sie waren ihr so ähnlich. Was würde sie darum geben, einen Vampyr kennen zu lernen. Sogar beißen lassen würde sie sich.

Was für eine erotische Vorstellung, das Blut des anderen aufzunehmen....

Theresa vergaß die Blockade ihrer Gedanken völlig. Durch den überwältigenden Kuss, den Philipus ihr schenkte.

So, sie würde alles dafür geben einen Vampyr zu treffen? Das war ja interessant. Er lachte in sich hinein. Sie sollte ihren Vampyr bekommen.

Sie fühlte seine Erregung an sich. Instinktiv bewegte sie ihre Hüften.

Schlaf mit mir schöner Mann...

Er löste die Schleife auf ihrem Rücken und zog das Kleid auseinander. Ihre Haut glitzerte überall silbern. Darunter ihre schneeweiße Haut. Sie war geboren ein Vampyr zu sein.

Die kleinen gestickten Skorpione auf ihrer durchsichtigen, schwarzen Unterwäsche waren heiß!

Es raschelte in einem der Büsche.

Blitzartig zog er sie wieder an und erntete einen wütenden Blick.

„Wir sollten woanders hingehen. Komm.“ Ihre Hand ergreifend machte er sich auf zum Taxistand.

„Wer sagt das ich woanders hin will?“

Philipus sah sie durchdringend an und ergriff ihre Gedanken. Eine Art Blitz schoss ihm in den Kopf.

Mach das nie wieder!

Sie ließ seine Hand los und ließ ihn vor dem Taxi stehen.

Du kannst mich in deinem Kopf hören?

Natürlich! Die ganze Zeit schon. Stellte er sich jetzt einfach doof?

Nein, das tue ich nicht. Mich wundert nur das du nichts gesagt hast!

Warum denn auch, das war viel zu lustig!

„Was genau hast du denn gehört?“

„Deine Besitzansprüche, das du Sex mit mir willst, das ich mit dir tanzen soll.“ listete sie auf.

„Und du hast dich nicht gewehrt oder gefürchtet?“ Er war perplex.

Sie amüsierte sich. „Warum das mache ich doch auch dauernd!?“

„Bei mir aber nicht.“ Überlegte er.

„Musste ich ja auch nicht. Du wolltest genau das, was ich wollte.“ Warum sich also anstrengen?

„Kleines, unverschämtes Biest.“ Was aber nicht klärte, ob sie wusste das er ein Vampyr war und was sonst noch. Er sah ihr tief in ihre unverschämten Augen, wurde aber nicht recht schlau aus ihr.

Du willst wissen was ich will? Das hier! Sie schob ihn rückwärts gegen eine Häuserwand und küsste seinen Hals, hinunter zur Brust und leckte an seinen Brustwarzen.

Gut, das war eindeutig.

Er hob sie hoch, setzte sich mit ihr in ein Taxi und schickte den Fahrer zu sich.

Vor seinem Haus hielt er ihr die Wagentür auf und sie gönnte ihm erst einen Blick in ihren Ausschnitt und dann auf ihre Beine bis zum Hüftgelenk.

Alles natürlich rein zufällig.

Wenn du nicht Sex auf der Straße willst, lass das sein!

„Was hast du denn Philipus? Alles in Ordnung?“ Scheinheilig stieg sie langsam aus dem Taxi, während er den Fahrer bezahlte.

Ich warne Dich! Du weißt nicht was du auslöst!

Hüftschwingend tänzelte sie vor ihm die Stufen zur Haustür hinauf. Es wäre das Beste ihr sofort klar zu machen, mit was sie sich eingelassen hatte.

Das Taxi war weg.

Er schnellte hinter ihr her und drückte sie leicht gegen seine Haustür. So musste sie seine ohnehin beinahe schmerzhafte Erregung fühlen. Und was tat sie?

Sie schnurrte.

Menschliche Telepathen waren mehr als verwirrend.

Er legte seine Hand auf den Türknauf. Der scannte seine Handlinien und die Tür öffnete sich surrend.

„Hier riecht es nach Sandelholz.“ Sie sah sich um. „Du kaufst bei Dark Ambiente ein?“ Den Spiegel wollte sie sich eigentlich kaufen. Aber er passte nicht zu ihrer japanischen Einrichtung.

Sie wurde von hinten überfallen und beinahe bewusstlos geküsst.

Wen interessiert denn der verdammte Spiegel!

Sie landeten gemeinsam auf dem weichen Teppich, vor dem großen Spiegel. Er küsste wundervoll besitzergreifend. Und verdammt sie wollte ihn genauso. Sie rollte herum und lag nun auf ihm. Zog das Kleid hinunter und knöpfte ihm das Hemd auf. Ihm entfuhr ein erregtes Knurren.

„Was war das denn?“ Nirgendwo Tierhaare! Das Geräusch musste von ihm sein... „Ein Tier hast du

jedenfalls nicht. Also erzähl mir erst gar nichts davon!“ Sie saß nun aufrecht auf seiner Hüfte.

Der Rock stört...

„Solange ich nicht weiß, warum du animalisch knurrst, stört der auch noch länger!“

„Du wolltest einen Vampyr treffen. Jetzt hast du einen!“ Okay nun würde sie schreiend weglaufen.

Sie legte ungläubig ihren Kopf schräg und sah ihn an, ohne sich auch nur einen Zentimeter von ihm weg zu bewegen.

„Du willst mich verkohlen.“ Nur weil er mit seinen Gedanken das Gleiche tat wie sie, hieß das noch lange nichts.

Philipus legte eine Hand in ihren Nacken, drehte sich schnell mit ihr und legte ihren Kopf sachte auf dem Teppich ab.

„Könntest du denn einen Vampyr lieben, Theresa?“

„Keine Ahnung. Aber ich denke das kann ich ja herausfinden.“ Scheinbar meinte er das ernst. „Sofern du mich nicht auffrisst.“

„Theresa ich bin ein Vampyr und kein Lycaner!“

„Hm.“ Ihr Herz ging in einen sehr komischen Rhythmus über.

„Hast du Angst? Dann lasse ich dich gehen.“ Tatsächlich wollte er sich erheben. Doch ihre Hände krallten sich in seinem Hemd fest und zogen ihn nach unten.

Na das wird ein Abenteuer...

Küsste er da auf ihre zwei unmöglichen Mückenstiche? So gezielt?

Bei allem was heilig ist! Du warst in meiner Wohnung, du Irrer! DU hast mir den Flyer untergemogelt!

Von einem Kuss verraten....

„Warst du das? Ja oder Nein?“

Wieder knurrte er so tief. Dieses Mal klang es irgendwie anders.

„Verdammt, antworte mir!“

Er ließ sich nicht von ihrem Hals abbringen. Und wenn?

„Dann ist das Eindringen in die Privatsphäre, Hausfriedensbruch und was weiß ich noch alles!“

Seine Küsse wanderten unbeeindruckt Richtung BH.

„Hörst du mir überhaupt zu?“
Wo waren wir stehen geblieben? Der BH muss da weg...

Ignoriert werden, war verflucht ungewohnt und verdammt ungemütlich!

Eingebildeter Schnösel!

Ihre ständigen Einwände störten.

„Du weißt jetzt das ich ein Vampir bin. Entschuldige bitte, das ich unser Kennenlernen generalstabsmäßig geplant habe.“

Er hielt ihre mittlerweile nackten Schulter leicht auf den Boden gedrückt. „Sollte ich dich etwa im Supermarkt ansprechen?“

„Hast du mich gebissen?“ Das würde den seltsam, erotischen Traum erklären.

„Du hattest einen erotischen Traum als ich dich gebissen hab?“ Das war ja faszinierend!

Sie verdrehte die Augen. Eingebildeter Hammel.

Er zwickte sie erneut in den Hals.

Erregt bog sie sich ihm entgegen. Guten Appetit....

Ist das eine Aufforderung?

Der Kerl war unverschämt, gut aussehend, intelligent... Hatte sie unverschämt schon erwähnt?

Er versenkte seine Fangzähne in ihrem Hals, schob ihr das Kleid auseinander und den String mit dem schwarzen Skorpion drauf nur zur Seite. Ihr Blut floss über seine Lippen. Beim ersten Mal konnte er sie nicht wirklich genießen. Er wusste nicht einmal ob sie wach war.

Jetzt war es göttlich.

Und sie wollte es. Bei allem was ihm heilig war! Sie wollte es!

Wenn ich es nicht wollte, wäre ich gegangen.

Mist verfluchter, wo waren die Kondome! Er konnte an keiner Krankheit sterben, hielt es aber für höflicher sie nicht den Gefahren einer Schwangerschaft auszusetzten. Niemand wusste, was passierte wenn sie während ihrer Verwandlung schwanger würde.

Später.

Langsam zog er seine Fangzähne wieder aus ihrem weißen Hals. Sie zogen sich allerdings nicht zurück. Er war immer noch heiß auf diese Frau zwischen seinen Beinen.

Wurden ihre Eckzähne gerade länger?

Die Wunden an ihrem schönen Hals schlossen sich wieder.

Sie zog ein Kondom aus ihrem BH.

„Wo hast du das denn versteckt?“

Ihre Augen verdunkelten sich und sie wand sich zwischen seinen Beinen hindurch.

Legte ihn auf den Teppich und schob seinen Rock nach oben und die engen Shorts nach unten.

Du redest zu viel.

Zerriss die Packung und rollte das Kondom über seinen Penis. Ganz langsam glitt sie auf seinen Schoß und senkte sich über ihn. Hmm seine Brust sah lecker aus.

Theresa, wenn du mich beißt wird mein Blut das deine infizieren und du wirst auf jeden Fall ein Vampyr! Dann wird sich nichts mehr verfüchtigen. Das bisschen Blut das du bei dir von mir bekommen hast, das reicht normalerweise nicht.

Ihre Zähne bohrten sich in seine Brust. Sie trank von ihm...

Theresa das reicht.

Theresa das reicht jetzt!

„Theresa es reicht!“

Er nahm ihren Kopf in die Hände und drückte sie ein wenig von ihm weg.

Sie knurrte wie ein Jaguarweibchen.

Langsam beschlich ihn das ungute Gefühl einen Dämon freigelassen zu haben. Doch ihre Fangzähne zogen sich wieder zurück und sie verteilte süße Küsse auf die Bisswunde. Kleine verteilte Tröpfchen schleckte sie einfach von seiner Haut.

„Du bist lecker.“ Sie küsste an seinem Hals hinauf und über seine Halsschlagader. Wobei sie sich ganz nebenbei auf seinem Penis auf und nieder bewegte.

Philipus zog ihre Beine nach vorn und legte sie wieder auf den Teppich. Jetzt würde er den letzten Akt beginnen um sich mit ihr vollends zu vereinen.

„Du bist ein wunderbarer Liebhaber.“ Schnurrte sie ihm ins Ohr, während er seinen Penis in ihr bewegte. Ihre Beine legte sie hinter seinem Rücken zusammen und passte sich seinen Bewegungen an. Sie steigerten ihre Geschwindigkeit und kamen beinahe gleichzeitig.

„Darf ich dich noch mal beißen?“ Erkundigte er sich hoffnungsvoll.

„Hm, nein heute nicht mehr.“ Die Uhr über der Tür zeigte 23.57 an. „Morgen, wenn du ein lieber Vampyr bist.“ Sie schmiegte sich an ihn und zog einfach die Decke vom Sofa über sich und ihn.

Wir werden nicht auf dem Boden schlafen.

Und ich werde mich nicht mehr von der Stelle rühren.

Er küsste sie noch einmal auf den Hals und brachte sie dann in sein fensterloses

Schlafzimmer. Ihr Kleid hing immer noch auf ihrer Taille und er zog sie ihr auch den Rest aus. In sein Bettlaken eingerollt nickte sie ein. Der macedonische Vampyr betrachtete seinen Fang. Sie war jetzt sein.

Nachdem er das Kondom entfernte, legte er sich zu ihr. Ihre Hand strich über seinen Oberschenkel und suchte ihren Weg zwischen seine Beine. WOW! Die Lady war unersättlich...

Sie schob das Laken zur Seite. Wo sind deine anderen Kondome?

Bereitwillig öffnete er schnell eine Schublade und stellte eine ganze Schachtel neben das Kingsize Bett. Was ihr ein geiles Lächeln ins Gesicht rief.

Diese Frau war ein Glücksgriff!

Ich bin ein Glücksgriff? Verspielt senkte sie ihre Fangzähne in seinen Hals und zog sie wieder hinaus. Und wanderte langsam weiter nach unten. Diese Dinger waren ein tolles neues Spielzeug!

„Theresa, deine Fangzähne sind kein Spielzeug.“

„Für mich schon.....“ Langsam strich sie damit über seinen Körper. Sie hatte Lust ihn überall ein wenig zu beißen.

Sie blinzelte, Müdigkeit machte sich breit.

„Was ist los mit mir?“

„Du hast mir zu viel Blut geschenkt Liebes. Das macht sich bemerkbar.“

Lass mich dich verwöhnen Herz.

Au, ja. Sich von einem Vampyr verwöhnen lassen...

Du freust dich wohl!

„Ey, raus aus meinem Kopf!“

Bist du zu müde um mich zu blockieren?

„Nein, zu leer.“

Philipus lachte und streichelte sie zwischen den Oberschenkeln. Vorsichtig massierte er sich nach oben.

Hmmmm, das machte er sehr gut.

„Ah, die Dame ist mit ihrem Vampyr zufrieden!“ lachte er.

Er küsste ihren Bauchnabel und legte sich zwischen ihre Beine. Dann zog er sie an der Taille auf seinen Schoß.

Sie war so müde und heiß, das er alles mit ihr hätte tun können.

Nett, wirklich alles?

„Wenn du nicht aus meinem Kopf bleibst, überhaupt nichts mehr.“

Mit Absicht stieß er sie etwas fester und blieb bei dieser Technik.

„Das ist gut. Mach weiter so!“

Ich will das du kommst. Er genoss ihre Schwäche und sie genoss es von ihm verwöhnt zu werden.

Doch er kam vor ihr und sie überhaupt nicht.

Sie war schlicht zu müde.

„Du bist nicht gekommen?“

„Ich habe dich in mir genossen und ich bin zu müde um mich auf einen Orgasmus zu konzentrieren.“

„Ich bin gleich zurück.“ Er entsorgte das Kondom. Warum musste sie sich darauf konzentrieren?

Als er wieder zu ihr ins Bett stieg, schlief sie schon.

Philipus streichelte ihr über die Wange. Die Verwandlung konnte manche Menschen auch stark beanspruchen. Wenn sie Telepath war, war es bei ihr sowieso noch etwas anders.

Er legte seinen Arm um sie und schlief ebenfalls.

Draussen ging die Sonne auf...



Als sie am Abend wieder unterging, wurde Theresa neben Philipus wach. Dessen Körper fuhr seinen Kreislauf aber noch nicht hoch. Was bedeutete, er schlief wie ein Toter...

Erschrocken wich sie von ihm ab und fiel vom Bett.

Mein Gott, wo bin ich?

Wer ist der Mann und warum habe ich so einen wahnsinnigen Hunger?

Nach und nach fiel ihr der gestrige Tag wieder ein.

Philipus rührte sich ein wenig in seinem Bett, seine Hand tastete nach der Frau, mit der er eingeschlafen war. Sie war weg.

Korrigiere, sie saß neben seinem Bett und starrte ihn an.

„Guten Abend.“

„Hey.“

Mit den Händen versuchte er den Schlaf aus seinen Augen zu vertreiben. „Alles in Ordnung?“

„Ich habe Fangzähne.“

„Du bist jetzt ein Vampyr. Die haben nun mal Fangzähne.“

„Aber meine ziehen sich nicht wieder zurück.“ Schmollte sie.

„Du hast Hunger, da ist das normal.“ Eine Dusche um richtig wach zu werden.....

„Nix duschen! Ich werde nicht mit solchen Zähnen durch die Gegend laufen!“

„Die Nacht ist noch zu jung, um sich über sowas Gedanken zu machen...“

„Ich erwarte eine sofortige Erklärung, wie ich das Problem in den Griff bekomme!“

Der Kerl besaß den Nerv seine Augen zu verdrehen.

„Du musst essen. Dann verschwinden sie von alleine wieder.“

„So einfach?“

„So einfach.“

„Heilen die Bisswunden bei allen Menschen so schnell?“
„Ja warum?“

„Nur so..“

Er traute dem schnellen Frieden nicht, aber sie war ausgeschlafen und daher bekam er keinen Zugang zu ihren Gedanken.

„Du wolltest duschen!“ erinnerte sie ihn.

Mit gerunzelter Stirn tigerte Philipus in sein Badezimmer. Das Wasserrauschen übertönte das Telefonat von Theresa.

Es klingelte.

„Ich mache schon auf!“ rief sie ins Bad.

Wer konnte das sein? Eigentlich nur Damian, Tirmuan oder ein andere von den Jungs. Verunsichert stieg er aus der Dusch und schäumte sich das Gesicht ein.

Im Flur fiel eine Schachtel zu Boden und er roch eindeutig Pizza. Pizza?

Dann schloss sich seine Haustür wieder und er hörte einen Motorroller davon fahren.



„Kann ich jetzt duschen?“

„Deine Fangzähne sind nicht mehr zu sehen.“

„Ich weiß.“

„Wer war das?“

„Ein Pizzabote....“ Sie ließ das Laken fallen und stieg unter die Dusche. „Hast du eine Zahnbürste für mich? Das Geld gebe ich dir später wieder.“

„Theresa ich bin Zahnarzt, ich werde mit Gratiszahnbürsten geflutet.“

„Dann muss ich dir das Geld ja auch nicht wieder geben.“ Sie stieg aus der Dusche und klaute ihm das Handtuch von den Hüften.

„Wieso riecht es hier immer noch nach Pizza?“

„Du hast gesagt, die Wunden heilen genauso schnell bei Menschen!“

„Hast du den Pizzaboten gebissen?“

„Durfte ich das etwa nicht?“ Er hatte nicht gesagt, das man keine Pizzaboten beißen darf.. „Er wird sich nicht mal dran erinnern!“

„Theresa, so geht das nicht!“ Die Frau benahm sich fast wie Aidan. „Du kannst dir doch nicht einfach das Essen ins Haus kommen lassen!“

„Warum nicht?“ Sie sah ihn verdutzt an.

„Komm mal mit.“ Mit ihr an der Hand, machte er sich auf den Weg in den Keller. Wieder legte er seine Hand auf einen Türknauf und die schwere Tür öffnete sich zischend.

Dahinter lagen, wohl geordnet, unterschiedliche Blutgruppen in hygienischen Beuteln.

„Das ist unappetitlich.“

„Wie bitte?“ Philipus nahm zwei Beutel mit nach oben und Theresa folgte ihm neugierig. Die Tür schloss sich automatisch. Die Frau machte ihn wahnsinnig.

„Wir beißen keine Menschen mehr!“

„Echt nicht?“ Sie sah ihn zweifelnd an. „Und warum hast du mich ungefragt in meiner Wohnung gebissen, bitte schön?“

Wie soll ich erklären, das ein Vampyr seine Angebetete nicht so einfach auf einer Party abschleppen konnte.

„Ach, du hast mich gestern Abend nicht von einer Party mitgenommen?“

„Weißt du, das es ganz schön entnervend sein kann, wenn nur die eine Seite die Gedanken des Anderen lesen kann?“

„Ach echt?“

Wäre er ein Mensch, würde er jetzt tief einatmen und dann langsam wieder ausatmen.

Ein einfacher Spender, wäre entschieden einfacher zu handhaben gewesen.

Aber für diesen Luxus musste er sich ja unbedingt sie aussuchen.

Wer zur Hölle konnte denn damit rechnen, das sich ein über vierhundert Jahre alter Vampyr innerhalb einer Woche, bis über beide Ohren verlieben konnte!

„Süßer, ich gehöre auch nicht gerade zu den Frauen, die sich einem Fremden auf einer Party an den Hals werfen!“ zickte sie ihn an. „Du solltest übrigens was essen. Deine Fangzähne sehen erschreckend aus.“ erklärte sie ihm lapidar.

Sein Blutbeutel schwamm bereits im korrekt 37,5 Grad warmen Wasser und wurde hübsch gerüttelt um die Wärme überall im Beutel zu verteilen.

„Das sieht übrigens immer noch unappetitlich aus.“ bemerkte sie.

Wortlos holte er sich ein Glas aus dem Schrank.

„Das ist nicht dein Ernst? Das ist ja wie Flüssignahrung für Astronauten!“

„Hast du geglaubt, wir rennen immer noch hinter unserem Essen her?“

„Bin ich dem Pizzaheini hinterher gelaufen?“

Ihre Logik war überwältigend. Das musste er zugeben. Wobei es immer noch nach Pizza roch....

„Lust auf Pizza?“ Sie holte die Schachtel aus dem Flur.

„Das geht nicht.“

„Was geht nicht?“ Sie hatte doch brav ihren Proteinshake gebissen? Wo war das Problem? „Die Pizza habe ich bezahlt!“

Philipus hielt sich die Hand vor die Stirn und ließ sie langsam zur Nasenwurzel rutschen um sich da zu massieren. Wie krempelt man sein jahrhunderte altes Leben um? Fragen sie Phil!

Theresa saß ihm gegenüber am Tisch und sah sein Glas Blut feindselig an. Nebenbei futterte sie die Hälfte der Pizza auf. „Ich werde mir dann jetzt mal ein Taxi rufen.“ Sie stand auf.

„Wo willst du denn hin?“

„Süßer, ich wohne hier nicht?“ Irgendwie stimmte hier etwas überhaupt nicht. Besaß er jetzt im Ernst irgendwelche Ansprüche auf sie? Gut, sie biss ihn gestern und sein Blut getrunken hatte sie auch. Aber waren sie deswegen jetzt zusammen? Gut, das wäre herrlich! Toll! Sie würde sofort ja sagen. Aber ganz geheuer war es ihr dann doch nicht. Und bevor sie falsche Schlüsse zog, machte sie lieber, das sie davon kam.

„Ich bringe dich nach Hause, wenn du unbedingt von mir weg möchtest. Das wir jetzt zusammen sind ist dir aber schon klar?“ Warum wollte sie so unbedingt weg? Bin ich ihr zu langweilig. Sollte all die Arbeit, die ich in sie investierte, umsonst gewesen sein?

„Das ganze Theater nur um mich kennen zu lernen?“ Sie war ja nun nicht vollständig verhirntrocknet. Wenn man in seinen eigenen Gedanken ja normalerweise nicht log....

Sie fiel ihm um den Hals, schnappte nach seinem Ohr und küsste ihn dann schwindelig.

„Aber Blut aus Gläsern trinke ich trotzdem nicht.“

„Du brauchst aber Blut!“

„Das ist mir schon klar. Totes baut keine Blutkörperchen mehr. Hey aber dafür geht alles was ich esse auch spurlos durch meinen Körper.“ Sie schnappte verspielt nach seiner Halsschlagader. „Trotzdem will ich nach Hause. Ich möchte mir was frisches anziehen.“

Philipus sah die Pizza an. Lies dann aber doch die Finger davon. Wer wusste denn schon, was das für Folgen hatte.



Er fuhr sie nach Hause und Theresa sah sich nach dem Umziehen ihre Wohnung an. Sie liebte ihre japanische Einrichtung, aber die Fenster konnten nicht so bleiben.

„Du?“

„Hm?“ Er bewunderte ihre Ikebana und las die Titel von den Buchrücken.

„Philu!“

„Ja bitte?“ Philu?

„Muss ich erst deinen schönen Namen verunglimpfen bevor du mich hörst?“ Sah ganz so aus....

„Ich bin voll und ganz für dich da.“ Und für diese angenehme Aussicht auf ihren Ausschnitt. Macht sie das mit Absicht?

„Würdest du aufhören mir in den Ausschnitt zu fallen! Ich muss wissen, was ich an meinem Lebensstil ändern muss!“

„Du brauchst Vorhänge die kein Licht durchlassen. Dein Schlafzimmer sollte komplett Sonnen geschützt sein. Sonnencreme mit LSF 50 minimum und einen Blutvorrat.“

Sein Blick folgte ihrem zum Kühlschrank. An dem mindestens zwanzig unterschiedliche Lieferantenservice hingen. So viel zu Blutvorrat.

„Dann muss ich fast nix ändern. Außer das mit meinem Schlafzimmer.“

„Zeig mir dein Schlafzimmer doch mal.“

Sie konnte sich schon denken, warum er es sehen wollte.

„Ziehst du bitte deine Schuhe aus? Tatamimatten sind nicht billig.“

Ihr Schlafzimmer wurde von einem riesigen schwarz lakiertem Bett dominiert. Bis auf den Kleiderschrank mit Reispapiertüren und noch einem Ikebana in der Ecke, war nichts zu sehen. Keine Bilder, keine Kuscheltiere oder sonstiger Nippes. Dabei hatte er so etwas förmlich erwartet. Bei ihrem verspielten Wesen.

„Geschockt?“ Sie sah ihn lachend an. „Ich brauche so eine Klarheit. Chaos macht mich irre“

Dann hatten Damian, Aidan,Tirmuan, Anatoli und Damianus ja schon verloren. Aidan und Dorgan besaßen Antiquitätengeschäfte. Anatoli handelte mit Kunst und Krempel. Da war Chaos vorprogrammiert. Höchstens Tirmuan oder Damianus konnten sich Chancen ausrechnen. Aber dafür waren sie einfach zu lange befreundet.

Er zog sie zu sich und küsste ihren Hals. Küsste ihren Mund und zog sich nebenbei aus.

Durch ihre Bluse hindurch saugte er an ihren Nippeln, seine Finger wanderten unter ihren Rock und streichelten ihren Venushügel. Sie bog sich ihm entgegen.

„Zieh mich aus, ich will deine Haut spüren.“ Dazu musste sie ihn nicht erst auffordern. Quälend langsam löste er einen Knopf nach dem anderen ohne von ihrem Busen zu lassen. Dann streifte er ihr die Bluse von den Schultern und den BH gleich mit.

Ohne hin zu sehen wurde er ihren String und den Rock los und schob alles ans Fußende des Bettes. Seine Fingerkuppen ertasteten ihre Taille, hinunter zu Po und dann spreizte er ihre Beine. Da war es wieder, dieses Knurren.

Er leckte und saugte an ihr.

Oh, das ist so gut. Ob er mich da auch beißt? Eine leicht furchtsame Erregung machte sich prickelnd in ihr breit. Sie fühlte seine Fangzähne an ihren Schamlippen. Beiß mich, wo du willst...

Das ließ er sich nicht zweimal sagen und versenkte seine großen Fangzähne ganz in der Nähe ihrer Öffnung.

Vampyr sein, war die totale sexuelle Erfüllung. Völlig unkontrolliert überkam sie der Orgasmus.

Langsam ganz langsam zog er seine Zähne wieder aus der Innenseite ihres Oberschenkels.

„Wo ich will?“

„Hm?“

Nimm mich einfach du .....

„Willst du meine Gefährtin sein, Theresa?“

„Ja, verdammt. Nichts mehr als das!“ Das Thema hatten wie doch schon bei ihm Zuhause...

„Denn das hier tuen nur Gefährten!“ Dann versenkte er seine Fangzähne einzeln in ihre äußeren Schamlippen.

Theresa schrie vor Lust.

Philipus wir gehören zusammen.

Ja Theresa, wir gehören zusammen.

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